Das Chaos morgens im Zelt wurde nur noch übertroffen von dem Regen der Nachts über uns drüber geprassselt ist, wortwörtlich. Das war nicht mehr das nette einschläfernde Geräusch der vorherigen Nacht. Halbwegs geschützt im Zelteingang frühstückten Franzi und ich um dann das Chaos, inklusive der sehr nassen Zelte im Rucksack verschwinden zu lassen. Wenn wirklich alles aus dem Rucksack heraus ist, hat das was von Mary Poppins Zaubertasche das der ganze Krempel da wieder reinpasst.
Für heute Nacht haben wir uns ein Zimmer in der Jugendherberge in Grasmere gebucht, entsprechend entspannt konnten wir den Tag angehen.Der Weg verläuft zuerst relativ entspannt durch Rosthwaite ohne große Höhenmeter und folgt dann dem Stonethwaite Beck bis zum Aufstieg am Greenup Gill. Das war nicht mehr entspannt den da kamen viele Höhenmeter auf einmal 🙈 Die Aussicht ist die Anstrengung immer wert. Meine Waden und die Pomuskeln mögen mich zur Zeit trotzdem nicht mehr leiden.
Oben auf Lining Grag angekommen ist es auch nicht mehr viel an Höhenmeter was dazu kommt bis zum Abzweig an dem man sich zwischen der Tal und der Höhenroute entscheiden kann.
Der gefürchtete matschiege Teil dazwischen ist mittlerweile ganz einfach geworden. Es sind ganz viel Steinplatten und Steine ausgelegt worden. Das war schon fast zu einfach und der Weg sehr deutlich auch wenn es immer noch zu wenig Schilder gibt.
Da das Wetter viel besser den ganzen Tag war wie angekündigt ( abgesehen von ein paar Sturmböen) entschieden Franzi und ich spontan das wir auf der Höhenroute bleiben und noch ein paar Gipfel mitnehmen.
Das war super 👍 genau die richtige Entscheidung. Die Windböen wollten mich zwar das ein oder andere mal umwehen aber ich bin standhaft geblieben. Die Höhenroute führte uns über Calf Grag mit 527m und Gibson Knott auf 422 m. Kurz vor dem letzten Aufstieg auf Helms Crag trennten Franzi und ich uns. Ich war fertig und hatte nicht mehr die Energie für einen weiteren Gipfel. Wir machten aus das wir uns wahlweise am Cafe am Ende der Tagesetappe oder direkt an der Jugendherberge wieder treffen.
Der Abstieg war nicht weniger anspruchsvoll wie vorher die ganzen Aufstiege. Ich bin aber gut wieder unten angekommen … allerdings mit dem letzten Schritt raus aus dem kleinen Feuchtgebiet, um wieder auf die Hauptstrecke vom Coast to Coast zu kommen. Ja genau mit dem wirklich letzten Schritt setzte ich mich mit Schwung auf den Hosenboden. Ich bin weich im Matsch gelandet, es ist außer einem kurzen schrecken nichts passiert dafür hab ich mich ordentlich eingesaut. Die Regenjacke und Hose sowie die Regenhülle vom Rucksack waren voll mit Moorresten und Grünzeugs. Das konnte ich noch nicht mal einfach runter wischen denn meine Hände sahen genauso aus … 🥴
Ich bin dann einfach weiter gelaufen und hab darauf vertraut das es irgendwann, wenn alles getrocknet ist von alleine abfällt. ( Hat nur bedingt funktioniert ich musste noch etwas schütteln)
Die Jugendherberge hat einen prima trocken Raum in dem wir später nach dem Franzi und wieder zusammen gekommen sind alles nasse aufhängen konnten.
Das Abendessen war übrigens auch sehr lecker und eine gute Portion die wir beide restlos verputzt haben. 😁
Erkenntnis des Tages Regenhosen schützen auch wenn es nicht regnet.
Tagesetappe 18,6 km




























