In der Nacht fing es ein wenig zu regnen an. Stetig tropfte es auf mein Zeltdach und machte mich direkt wieder müde, dass ich einfach weiter schlafen konnte. Zum Aufstehen hatte der Regen nachgelassen und so konnten wir die Zelte noch relativ gut abbauen und sie waren nur noch feucht.
Franzi und ich packten uns und die Rucksäcke trotzdem regensicher ein. Die Vorhersage war sehr gemischt. Wir sind auch gar nicht weit gekommen, da war uns so warm, dass wir trotz dem leichten Nieselregen die Regenhose wieder auszogen…. und den ganzen Tag auch nicht wieder aus dem Rucksack holten 🙈 war nur eine mäßig gute Idee.
Am Ennerdale Water angekommen entschieden wir uns dieses Mal am linken Ufer entlang zu gehen. Rechtsherum kennen wir ja schon. Die Strecke war schön, aber nicht so abwechslungsreich wie am anderen Ufer entlang. Zusätzlich kam der Wind so, daß wir den Regen volle Kanne abbekommen haben. Richtig Pause machen war ebenfalls schwierig. Am Ende vom See kommen beide Wege wieder zusammen und führen, auf einem sehr breiten Waldweg, stetig bergauf. Dummerweise haben wir die Jugendherberge Ennerdale mit seinem Donation Café rechts liegen lassen um dort ein wenig Abzutropfen und Pause zu machen. Wir wollten unbedingt in Black Sail (eine einsame Jugendherberge im nirgendwo) Pause machen.
🙈 der Weg war irgendwie weiter wie wir wahr haben wollten.
In Black Sail endlich angekommen sind wir von einem wortwörtlich dampfenden Gemeinschaftsraum empfangen worden. Drinnen war es total warm und super nass. Jeder Wanderer, der dort Pause macht, hat natürlich versucht dort in dem gemütlichen Raum auch trocken zu werden. Wir auch!
Ziemlich durchnässt sind wir um die Mittagszeit angekommen und haben eine ausgedehnte Pause gemacht.
Der anschließende Aufstieg über Loft Beck um auf den Pass zu kommen war sehr anstrengend. Hat aber im Gegensatz zu Dent am Vortag echt Spaß gemacht, nachdem sich mein Puls beruhigt hatte und ich keine Schnappatmung mehr hatte. Franzi fliegt (beneidensweise ) wie eh und jeh leichtfüssig quasi die Steigungen hoch als wäre es ein lockerer Spaziergang. Über das Plateau sind wir recht flott gekommen, der Wind und der Regen hat uns vorwärts getrieben. Am Old Tramway ging es dann nur noch nach unten zur Honister Slate Mine. Eine alte Schiefer Mine. Die Mine ist immer noch aktiv, zusätzlich kann man den alten Teil besichtigen und sich dort gemütlich ins Café setzen und etwas Warmes trinken. Alle, aber auch alle, Wanderer waren pitschnass. Zu Hause würden wir uns total über den Regen freuen. Ich versuche ein bisschen was davon rüber zu schicken. Ein wenig angetrocknet sind Franzi und ich komplett vom Honister Pass abgestiegen bis ins Tal nach Seatoller. Dort checkten wir auf dem Campingplatz ein. Die heiße Dusche hat alle Lebensgeister wieder geweckt. 😂
Auf dem Abstieg selbst wurde das Wetter immer besser und vor allem hörte der Regen auf und wir konnten die Zelte entspannt aufbauen. Nach der Dusche gab es den Klassiker von Campingkocher der immer sein muss: Nudeln mit Tomatensoße 😅
und leckerem extra für uns getrocknetem Gemüse 😋 das war lecker.
Trotz des Regen war es eine tolle abwechslungsreiche Tagesetappe von gut 24,2 km.
Erkenntnis des Tages: Regenhosen sollte man bei dem Wetter einfach anlassen, egal wie warm es wird.


















