Die Nacht war wieder sehr frisch dafür war direkt die Sonne draußen. Die brauchen wir auch am frühen Morgen damit die Zelte wieder abtrocknen können. Es hat sich doch ordentlich Kondenswasser gebildet, das ist leider der Nachteil wenn man direkt an einem Fluss das Zelt aufstellt.
Dafür ist das leise vor sich hin plätschern von dem Fluss ein sehr entspannend.
Andrew und ich frühstückten gemütlich und packten dann in aller Ruhe zusammen.
Die heutige Etappe bis nach Richmond sollte sehr entspannt laufen. Der große Anstieg an der Marrick Priory liegt geschickt versteckt im Wald. Man sieht also gar nicht was auf einen zukommt 😁
Oben angekommen geht es über diverse Wiesen und Weiden weiter.
Wir kommen noch durch Marrick durch wo es außer ein paar Häusern und eine Straße gefühlt gar nichts gibt. Dafür gibt es kurz drauf zum einen, einen neuen Campingplatz und zum anderen ein Café wo man leckeren Cream Tea bekommen kann. Die Besitzerin hat nach und nach über die Jahre das ganze richtig schön ausgebaut.
Die Scones kamen frisch aus dem Ofen und der Kaffee war ausnahmsweise so heiß dass ich mir leicht die Zunge verbrannt habe. Danach war ich vorsichtiger beim Trinken 🤣
Direkt nach dem wir von dem Café losgegangen sind standen wir vor einer Kuhweide. Die Kühe lagen direkt hinter dem Tor und schauten uns schon so herausfordernt an das, Andrew und ich beide sehr glücklich über das Schild am Tor waren. Dort stand drauf wer die Kühe umgehen möchte bitte hier entlang. Beim wandern bin ich selten glücklich über Umleitungen, in diesem Fall nehme ich sie aber gerne an😇
Bis Marske ging es locker flockig weiter.
Auf der einen Weide kam uns kurz vor dem Tor eine Schafherde entgegen. Die Schafe schauten uns genauso erschrocken an wie wir die Schafe. Dev Schäfer ignorierte und dafür mehr oder weniger und schloss nach dem letzten Schaf das Tor. Nachdem wir uns mit dem Schafen einig waren das wir nichts von ihnen wollten, gingen wir weiter.
Die Sonne brutzelt ordentlich auf uns herab und ich muss in Richmond unbedingt Sonnencreme nachkaufen.
Die Kirche in Marske war offen und hat alles angeboten was der Wanderer so braucht. Wasser, Limonade, alle möglichen Snacks und ganz wichtig Blasenpflaster und Bandagen. Man kann entweder in die Spendenbox das Geld einwerfen oder über ein bereitstehendes EC-Gerät bezahlen. Ich finde das einfach klasse und es funktioniert!
Die kühle Kirche und die Limo haben sehr gut getan und wir waren bereit für den nächsten Aufstieg auf die Applegarth Scar.
Oben verlief der Weg dann weiter durch ein Waldstück. Direkt nach dem Wald war Richmond bereits am Horizont zu sehen.
Jetzt ging es ganz schnell und ruckzuck waren wir In der Innenstadt und ich komplett überfordert mit den Menschen und den vielen Autos.
Auf dem Marktplatz war ein Food Market gerade zu Ende gegangen und das gewusel riesig.
Für heute Nacht habe ich mir ein Zimmer gebucht. Das hat den Vorteil ich kann meinen Rucksack einmal komplett ausleeren und ordentlich wieder einpacken 😂
Während Andrew sein Auto in Reeth abholte richtete ich mich im Zimmer ein und erkundete die Gegend.
Bevor Andrew zurück nach Hause musste sind wir erst noch zusamm essen gegangen.
Zur Abwechslung mal italienisch und das war sehr sehr lecker.
Für den Rest des Abends verzog ich mich in mein Zimmer und schaute mir unter anderem die Streckeneinteilung für die nächsten Tage an.
So richtig wo ich jetzt überall stoppen werde habe ich immer noch nicht entschieden. Dafür weiß ich dass ich grob zum nächsten Wochenende schon in Robin Hoods Bay sein werde 😁
Erkenntnis des Tages: ein zweites Frühstück ist super 😁
Tagesetappe: 18,4 km
Höhenmeter: 461





























