Wie so oft endete die Nacht seeeehr frĂŒh zum Urlaubsstart. Um 4:30 war ich mit dem ersten Weckerklingeln tatsĂ€chlich direkt bereit aufzustehen, schon alleine aus Angst noch einmal wegzudusseln und dadurch zu verschlafen. Das wĂ€re extrem blöd da mein Zeitpuffer, um Steffi pĂŒnktlich in Xanten abzuholen, einfach verpufft wĂ€re. DĂ€mliches Wortspiel ich weiĂ đ
das liegt dezent am Schlafmangel.
Es hat in jedem Fall alles prima geklappt und ich bin ohne Stau gemĂŒtlich bis zum Treffpunkt gefahren und hatte jede Menge Zeit ĂŒber zum FrĂŒhstĂŒcken. Von Xanten ging es zu zweit weiter zum FĂ€hrhafen in Hoek van Holland um von dort nach England ĂŒberzusetzen. Ist der Hafen klein, Schnuckelig und extrem gut Ausgeschildert! Ich bin begeistert und es hat meine NervositĂ€t etwas beruhigt. Die Aussicht ĂŒber 6 Stunden auf einem Schiff auszuhalten ist fĂŒr mich eigentlich Aufregung genug, denn Seefest bin ich nicht đ±. Trotzdem bin ich auf die glorreiche Idee gekommen die lĂ€ngere Strecke mit der FĂ€hre zu fahren um nicht direkt um London herum in den Linksverkehr einsteigen zu mĂŒssen. Die Ăberfahrt ging ĂŒberraschend gut fĂŒr mich. Solange ich mich nicht viel laufend auf dem Schiff bewegt und freien Blick aus dem Fenster hatte ging es mir echt gut.
Nach einer endlosen Zeit auf dem Wasser steuerten wir endlich den Hafen in Harwich an und konnten beobachten wie das Schiff Zentimeter genau anlegte. Irre einfach irre! ZĂŒgig kam der Aufruf fĂŒr die Autofahrer zu ihrem Fahrzeug zurĂŒck zu kehren und sich bereit zu machen zur Ausfahrt. Gesagt getan und wir haben sogar auf Anhieb das Auto wieder gefunden auf dem riesen Deck đ aber es ging nur sehr schleppend vorwĂ€rts. Irgendwo hakte es und wir brauchten recht lange bis wir drauĂen waren. Ab da ging es nur noch im Schritttempo weiter. Es dauerte etwas bis klar war, das es wegen der Passkontrolle ist. Oh man, gute zwei Stunden spĂ€ter durften wir endlich unsere PĂ€sse vorzeigen und einreisen. Bedingt durch die lange Wartezeit hatten Steffi und ich uns umentschieden und einen anderen Campingplatz rausgesucht der eine Anreisezeit bis 23:00 Uhr auf der Webseite angegeben hatte. Nur etwa 5 km vom Hafen entfernt, ok nehmen wir. Eine halbe Stunde vor Zapfenstreich erreichten wir den Campingplatz der sich als Pub mit groĂem Garten entpuppte. Trotzdem mit allem ausgerĂŒstet was man zum Campen braucht. Wir setzten das Auto in den Schlafmodus, tranken ein gute Nacht Bier und verkrĂŒmelten uns ins Land der TrĂ€ume. Es war ein echt langer Tag.






















Die Sonne weckte uns am nĂ€chsten Morgen sanft und wir starteten seeehr langsam in den ersten Urlaubstag. Heute wollen wir bis rauf in den Lake District fahren und haben den ganzen Tag eingeplant. Abenteuer pur im Linksverkehr đ besonders das Kreisel fahren und die EnglĂ€nder liiiieeeben Kreisel in allen gröĂen und AusfĂŒhrungen. Das typische englische Wetter durfte natĂŒrlich auch nicht fehlen, ein paar ordentliche Regenschauer mĂŒssen sein.
Wohlbehalten, mit einem neuen durchschnittlichem Rekordverbrauch von 4,8 Liter pro 100 km, sind wir in Grasmere angekommen. Von unterwegs haben wir (wirklich) last Minute ein Zimmer gebucht. Die Unterkunft ist ein Pub mit GĂ€stezimmer. Voll sĂŒĂ und liebevoll eingerichtet. Nach der langen Fahrt hatten wir Bewegungsdrang und sind in den kleinen Ort Grasmere gelaufen um uns umzusehen. ZurĂŒck in unserer Unterkunft legten wir uns trocken und es gab es ein kleines Bier in der Bar. Dann war es auch Zeit ins Bett zu kriechen. âșïž Morgen soll das Wetter wieder besser werden passend zur ersten Wanderung.