Ridgeway – von Chiseldon bis Avebury

Den letzten Tag auf dem Ridgeway habe ich wie die Tage vorher gemütlich mit einem leckeren Frühstück gestartet. Durch das Fenster konnte ich schon beobachten, der Wind ist nicht mehr ganz so stark und es schaut trocken aus. Die Temperaturen haben mir beim loslaufen trotzdem nicht ganz so gefallen. Es bleibt frisch…
Ich mache einfach das Beste draus wie die letzten Tage und weiß dass es heute ein kürzerer Tag wird.

Nachdem ich mir gestern noch etwas genauer die Beschreibung und die Karte angeschaut  hatte, habe ich beschlossen ich schummel ein bisschen und spare mir die große Kurve um den Ort Ogbourne St George herum. Von meinem heutigen Startpunkt Chiseldon gibt es nämlich eine direktere Verbindung zum Barbury Castle über den Mercuin Way und Sarsen Way.
Unterwegs habe ich dann festgestellt dass dieser Weg sogar der alte Ridgeway ist dem ich gefolgt bin.
Die geänderte Wegführung kam dadurch dass 1972 der Ridgway zu einem National Trail wurde. Entweder gehört er zu den ältesten oder er ist der älteste National Trail das muss ich noch mal nachschlagen.
Er ist auf jeden Fall Britanniens älteste Straße.


Die Größe von Barbury Castle kann man nur noch durch die ganzen Gräben und Wälle erkennen die Grasüberwachsen auf so ziemlich den höchsten Punkt des Tages liegen.
Von hier geht es mehr oder weniger nur noch bergab so ein paar kleine Hügelchen sind zwar noch dazwischen aber die Tendenz geht nach unten.
Der Wind war immer noch kalt und die Regenschauer schnell vorbei dafür waren die Wolkenspiele am Himmel wieder der Wahnsinn.
Die schweren dunklen Wolken am Himmel gemixt mit ein paar weißen Wattewölkchen und dem strahlend blauen Himmel der mit der Sonne dazwischen immer wieder durchkam.
Ja das war echt schön, das wiederhole ich gerne noch öfters😅😁


An dem Abzweig von Overton Hill dem offiziellen Ende ( ein schlichter Parkplatz) und Avebury ( ein kleines Dorf in einem großen Steinkreis) musste ich mich entscheiden. Da ich Avebury schon sehen konnte und das Wetter sich am zuziehen war habe ich den direkten Weg dorthin gewählt.
Genau als ich an dem ersten großen Stein angekommen bin und den Steinkreis betreten hatte musste es noch mal anfangen zu Regnen.
Bis ich soweit war mit Rucksack absetzen Regenjacke rauskramen, anziehen und den Rucksack wieder aufsetzen hatte es schon wieder aufgehört. 🥴
Jetzt konnte ich auch erst meine Runde drehen und später ins Red Lion Pub.
Da ich schon rechts herum angefangen hatte, habe ich meine Runde so weitergeführt. Das ist völligst verrückt der Steinkreis geht wirklich einmal um den Ort herum oder der Ort ist einfach mitten reingebaut worden. Durch die zwei Straßen die sich kreuzen ist der Steinkreis in vier Teile geteilt. Damit sich die doofen Touris nicht von den Autos überfahren lassen ist jedes Viertel extra eingezäunt und man muss bis zu einer bestimmten Stelle laufen um durch ein Tor durchzukommen. Dafür kann man wirklich bis an die Steine rangehen, ganz anders wie in Stonehenge.  Während ich meine Runde gemacht habe bin ich ganz mutig zwischen den Steinen durchgelaufen und habe den ein oder anderen Stein auch berührt. Da ich weder Musik, noch ein Brummen, summen oder sonstige Geräusche gehört habe, habe ich wohl kein Zeitreise Gen 😅😇. Vielleicht bin ich aber auch in die falsche Richtung gelaufen, wer weiß das schon.
Ich bin aber ganz zufrieden mit meinem Weltenbummler Gen als Ausgleich.😉


Zum Abschluss bin ich noch ins Pub, das Red Lion. Nein, ich habe kein Bier getrunken, ich hatte einen leckeren Brownie mit Kaffee 😅 ich will ja schließlich noch den richtigen Bus erwischen.
Um zurück nach London zu kommen musste ich erst mit dem Bus nach Swindon und von da mit der Bahn weiterfahren. Das hat wie auf der Hinfahrt alles wunderbar geklappt.
Ich hatte diesmal vom Ticketkauf bis zum in die Bahn springen ganze vier Minuten Zeit. 😂 Dafür war der Weg zum Bahnsteig wesentlich kürzer und kaum Menschen unterwegs.
In London angekommen habe ich in meiner Unterkunft eingecheckt, schnell geduscht und bin dann losgezogen noch ein paar Kleinigkeiten einkaufen und Abendessen.
Morgen geht es dann querbeet durch die Stadt.
Der Kontrast von mitten im Nirgendwo in der ruhigen Natur herumlaufen und quer durch die hektische und laute Stadt könnte nicht größer sein.
😇

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