Donnerstag die Anreise
Endlich geht es los! Seit etwa drei, vier Jahren hab ich gesagt, dass ich gerne den Coast to Coast in Nordengland ein drittes mal gehen möchte und gestern war es dann endlich soweit.
Nach dem typischen Bahnchaos im Vorfeld stand ich am Fernbahnhof vom Frankfurter Flughafen und konnte pünktlich in den richtigen Zug einsteigen. In Aachen stieg Franzi dann dazu, sie begleitet mich auf dem ersten Teil, dem Lake District. Das Umsteigen in Brüssel in den Eurostar war tiefenentspannt und wir kamen auf die Minute in London an. Die kleine Extrarunde bis zu unserer Unterkunft schoben wir auf die späte Stunde und den langen Tag 😁





Freitag auf in den Norden
Bei den Planungen hatten wir uns für einen frühen Zug nach St Bees entschieden, entsprechend kurz war die Nacht. Von Euston Station sind wir fast in einem Rutsch nach Lancaster, um dort für das letzte Stück in die Bunmelbahn umzusteigen. Der Zug ratterte sehr gemütlich an der Küste entlang und hielt in jedem Dörfchen, sehr idyllisch.
Um die Mittagszeit kamen wir an und sind direkt in Richtung Strand und Startpunkt vom Coast to Coast gelaufen. Unser Tagesziel heute ist noch offen, wir schauen wie weit wir kommen.
Wir haben uns noch was zu Essen geholt, ganz nach alten Traditionen die Füße in die Irische See gesteckt und ein Pebbel – einen Kieselstein – aufgesammelt. Die Fotosession am Startpunkt musste natürlich auch noch sein.
Jetzt waren wir wirklich bereit zu starten 😊
Es lief richtig gut und wir lernten direkt am Anfang neue Strecken kennen. Durch einen Felsabbruch führt der erst Teil leider zur Zeit nicht mehr um den St Bees Head ( die Steilküste) herum, sondern es geht direkt nach Osten ins Landesinnere. Die Alternative ist sehr schön und macht die Tagesetappe nach Ennerdale Bridge etwas kürzer.
Der Weg führte uns über viele Schafsweiden bis Cleator Moor, wo wir auf eine alte umgebaute Bahnstrecke gekommen sind. Der Rad- und Fußweg brachte uns nach Cleator und damit immer näher an die erste böse Steigung von Dent.
🙈 Eigentlich ist Dent nur ein kleiner Hügel der total harmlos ausschaut mit seinen gut 352 Metern … nicht nur heute ist er mein Endgegner!
Der Anstieg ist einfach böse am ersten Tag und hat mich noch jedesmal fix und fertig gemacht.
Keuchend oben angekommen ist die Aussicht dafür wunderschön. Nach einer wohlverdienten Pause um die Aussicht zu genießen geht es weiter. Der Abstieg ins Nanny Catch ist nicht weniger anspruchsvoll und geht recht steil nach unten. Diesmal durch einen schönen Wald. Unten angekommen folgen wir dem kleinen Bach Nanny Catch Beck bis wir offiziell den Nationalpark Lake District erreichen.
Die Abendsonne meint es gut mit uns und wir erreichen müde aber glücklich das Pub Fox and Hound in Ennerdale Bridge. Dort können wir im Biergarten unsere Zelte aufstellen und bekommen ein leckeres Abendessen 😁
20,8 km für einen halben Tag war dann doch ein ordentlicher Einstieg 😊
Erkenntnis des Tages: wenn dir unterwegs jemand anbietet, deinen Wasserflasche aufzufüllen, unbedingt annehmen!















