Der Wetterbericht hat für heute so ziemlich alles angesagt, Sonne, Regen, Wind, Gewitter und habe ich den Wind schon erwähnt aber erst zurück zum Anfang.
Ich hatte mich gestern schon entschieden mir ein Taxi morgens zu rufen, das habe ich nach dem Frühstück auch gemacht. Der Mensch der meinen Anruf entgegengenommen, hat meinte dass Taxi ist in ein paar Minuten da. Die paar Minuten war arg untertrieben, ich hatte es gerade so geschafft die Treppe unten zu sein und auszuchecken. In dem Moment habe ich schon das Taxi Vorfahren sehen. Der Fahrer begrüßte mich mit einem fröhlichen guten Morgen und erzählt mir während der Fahrt dass er direkt um die Ecke vom Hotel schon stand und eigentlich nur noch Vorfahren musste. Der Fahrer hat mich wirklich genau auf dem Weg abgesetzt, punktlandung!
Ich bin so froh dass ich mich dafür entschieden habe diese Straße nicht zu laufen. Während ich meinen Rucksack aufsetzte rauschten die Autos nur so an mir vorbei.
Ich bin heute etwa eine Stunde früher gestartet als gestern und das habe ich bei den Temperaturen ganz schön gemerkt.
Der Wind ist eisig kalt 🥶 da hilft nur schnell in den Laufrhythmus zu kommen um warm zu werden. Solange ich in Bewegung bin geht es halbwegs.
Das erste Highlight dauerte nicht lange und ich war am Segsbury/ Letcombe Castle Fort. Mehr wie die bewachsenen Wälle war leider nicht zu sehen aber mit viel Fantasie geht es. Es sollen ja noch ein paar spannende historische Punkte kommen auf der heutigen Etappe. Bis ich am Uffington Castle ( der nächste Grashügel) angekommen bin hatte ich schon einmal die komplette Regenmontur ausgegraben aus dem Rucksack.
Zwei Sachen waren heute spannend zu beobachten : zum einen kommen mir sehr viele Wanderer entgegen und die meisten laufen den Ridgeway in die entgegengesetzte Richtung und fast alle sind sehr kommunikativ heute unterwegs und das englische Wetter bleibt einfach unberechenbar!
Wahlweise bin ich heute von der Sonne geröstet, von dem kalten Wind schockgefrostet worden oder schutzsuchend vor den Schauern halb in den Büschen verschwunden. Meistens habe ich die Regenschauer auf mich zukommen sehen. Kurz aber sehr heftig. Der Graupelschauer hatte mich dann aber doch auf dem falschen Fuß erwischt. 🥴
Halbwegs geschützt und in der Sonne hab ich meine Mittagspause am Wayland’s Smithy gemacht. Eine Begräbnisstätte aus der Steinzeit. Hier sieht man mehr wie nur einen Grashügel, ein paar alte Steine stehen auch rum. 😁
Ich hatte mich zwischendurch mit einem Pärchen unterhalten dass mir entgegen kam. Die beiden laufen den Ridgeway entgegengesetzt und kommen hier aus der Gegend. Ich hatte gefragt, für den Fall dass morgen die Zeit knapp wird, ob sie mir empfehlen am offiziellen Ende Overton Hill lang zu laufen oder direkt nach Avebury zum Steinkreis um dort den Weg zu beenden.
Die Antwort war ziemlich direkt ich soll nach Avebury laufen. Am Overton Hill gibt es nur Grashügel und ein paar alte Steine zu sehen. Im Nachhinein musste ich sehr über die Antwort lachen, denn der Steinkreis in Avebury sind theoretisch auch nur alte Steine. 😅
Das Liddington Castle Fort, der letzte große „Grashügel“ des Tages habe ich links des Weges liegen gelassen. Von der Straße aus konnte ich ihn ziemlich gut sehen es wäre allerdings ein großer Umweg gewesen dort erst lang zu laufen um dann nach Chiseldon in einem großen Bogen anzukommen.
Hier mache ich Schluss für heute und habe ausnahmsweise mal nur knapp 25 km hinter mir. Morgen sollte definitiv kürzer ausfallen ein hoffentlich kurzer entspannter letzter Tag der an einem mystischen Steinkreis endet. 😉

























Vielen Dank für die wunderschönen Eindrücke. Die Wolken sehen teilweise echt beängstigend aus 😲. Vielleicht haben der Regenbogen und das sehr gemütlich aussehende Zimmer etwas entschädigt.
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Die Wolken sahen total beängstigend aus, zum Glück ist das meiste an mir vorbei gezogen. Leider nicht alles. Das Zimmer war schon eine halbe Wohnung von der Größe her und das Sofa sehr bequem. 😁
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