• Der morgen fing mit einigen uuhs und gefluchten uaas an. Deutlicher gesagt wir merkten alle Knochen und lernten ganz neue Muskeln im Körper kennen. Zum Glück ist es heute eine kurze Strecke mit kaum Höhenmetern, heißt aber auch das wir den Lake District und die Berge verlassen haben und nun in Limestone Country angekommen sind. Mit jedem Schritt konnten wir beobachten wie sich die 

    Landschaft veränderte, immer flacher werdend und Heide soweit wir schauen konnten und viel wichtiger ein meist eindeutiger Weg dem wir folgen konnten mit lauter Wegweisern. Warum auch immer es nicht erlaubt ist, aber wie uns erklärt wurde dürfen im Lake District keine Coast to Coast Wegweiser aufgestellt werden. Diese würden aber viele Umwege quer durch die Walachei ersparen und so die Wanderer auf den vorgesehenen Wegen halten und die Natur schützen, muss man nicht verstehen!?
    Bei ‚Robin Hood’s Grab‘, okay angeblichem Grab einem ausgetrockneten Flussbett, machten wir eine Rast viel sehen konnten wir durch das Gebüsch nicht und über den Zaun konnte man nicht rüberklettern um mal näher zu schauen. Früh in Orton angekommen kauften wir erstmal für Abendessen und Frühstück ein. Für eine Tasse heiße Schokolade besuchten wir die örtliche Schokoladenfabrik, mjam das war lecker! Nach einer weiteren Meile erreichten wir unseren heutigen Campingplatz.
    Gelaufene Meilen: 8,9 + 1
    Gelaufene Blasen: keine, ich weiß langweilig 😉






  • Heute stand eine der längsten Strecken an, vor allem die mit den meisten Höhenmetern. Um das auch Zeitlich zu schaffen nutzten wir den Sherpa Service. Das heißt unsere Rucksäcke sind bequem per Auto vorgefahren und haben uns ausgeruht am Campingplatz erwartet ;-). Früh sind wir nur mit dem nötigsten, wie Regenklamotten was zum Essen und den Erste- Hilfe Pack, gestartet. Wie bereits jeden morgen bisher ging es von Anfang an Bergauf. Nach einem kurzen Abstecher

     um die Aussicht über Patterdale, den See und das ganze Tal zu genießen ging es zurück auf die eigentliche Strecke * hust* ja wir haben unseren Abzweig verpasst und waren verkehrt gelaufen haben unseren Fehler aber noch rechtzeitig bemerkt. Unterwegs trafen wir auf bekannte Gesichter eine Frau aus Birmingham, die den C2C hauptsächlich alleine läuft und ihre Tagesbegleitung, gemeinsam gingen wir dann den steilen Aufstieg an.
    Gegen Mittag und nach einer weiteren Extratour zu einem Gipfel auf den wir gar nicht wollten, hatten wir den richtigen Gipfel von Kidsty Pike auf ca. 792m erreicht, die Aussicht die uns erwartete war die Mühe wert!! Was bin ich froh das wir heute ohne die schweren Rucksäcke gelaufen sind! Der Abstieg war weniger nett, sehr steinig und steil und anstrengender als der Aufstieg (ich hab Knie)! Weiter ging es an einem Stausee entlang für den, wie am Edersee, ein ganzes Dorf umgesiedelt wurde. Gegen 19Uhr erreichten wir Müde Shap. Nach einem Selbst gekochten Abendessen ging es im Anschluss mit unseren Mitwanderern noch auf ein Bier ins Pub um auf unsere Leistung, höchster Punkt und längste Strecke der Tour, anzustoßen!
    Gelaufene Meilen: 15 (24km) mindestens mit den ganzen Extrawegen sicherlich um einiges mehr!


    Gelaufene Blasen: erstaunlicherweis keine es bleibt bei den drei ersten die schon fast verheilt sind.


    Erkenntnis des Tages: ein Päckchen geröstete Erdnüsse sind Wunderbar auf so einem Trip um wieder Energie zu bekommen.
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    Today we would have to cover one of the longest distances, and even more importantly, surmount the most height gain. To get this done in time, we called the Sherpa Service. That means that our backpacks would be comfortably transported by car and would greet us well rested at our camp site 😉 We made an early start with only the bare necessities including our rain gear, some food and our first aid kit. As always up to this day, this morning began with an ascent. After a short side trip to enjoy the view over Patterdale, Ullswater and the whole valley, we got back on the actual track *caugh* yeah well, we had missed our junction and continued into the wrong direction, but at least we noticed our mistake early enough. En route we caught up with familiar faces: a woman from Birmingham, who mostly walks the C2C on her own, and her current companion. Together, we continued on our steep ascent.

    Around noon and after another short detour over an extra-peak which we hadn’t actually wanted to end up on we reached the correct peak, Kidsty Pike, at 792m altitude. The view really was worth all the effort!! I’m so glad that we didn’t have to carry those heavy rucksacks today! The descent was nice, very rocky and steep, and more demanding than the ascent (my knees hurt)! We continued alongside a reservoir, one that, just like the Edersee back home, forced a whole village to relocate when it was constructed. Around 7pm we reached Shap and were really tired. After a self-prepared dinner, we met up with our companions for a beer to toast our achievement! The highest point and the longest distance of our walk!

    Distance Covered: 15miles (24km) – at least, what with all the detours.
    Blisters: amazingly, the count remains at those first three which have almost healed over.

    Discovery of the Day: a bag of roasted peanuts are a lifesaver on this kind of trip, they re-charge your batteries.





  • Heute morgen erwachten wir zu strahlend blauen Himmel und Sonnenschein. Beim frühstücken lernten wir  ein Ehepaar aus Cambridge kennen, wie wir hatten sie gestern sich spontan für eine Nacht im B&B statt Campen entschieden. Nach dem Frühstück packten wir unsere Rucksäcke und marschierten los. In nasse Schuhe zu steigen ist einfach ääh! In Grasmere kauften wir noch Lebensmittel für das 

    Abendessen ein und auch unsere Gaskartusche für den Campingkocher haben wir endlich bekommen. Der Weg an sich war heute angenehm eindeutig wenn auch mit einer heftigen langen Steigung ziemlich am Anfang. Ich glaube die heutigen Höhenmeter hatten wir komplett auf einmal im ersten viertel der Strecke. Die eigentliche Route und untere Strecke konnten wir leider nicht nehmen da die Brücke die dahin führte abgesperrt war. Bei näherer Betrachtung sah man auch warum, die Löcher im Boden sahen nicht sehr vertrauenerweckend aus. Oben angekommen, nicht auf allen vieren wohlgemerkt, wurden wir mit einer Super schönen Aussicht und einer kurzen Rast am Ufer eines Sees belohnt :-). Ab jetzt ging es nur noch bei Sonnenschein, vorbei an jede menge Schafe, nach unten Richtung Tal. Etwas außerhalb von Patterdale sind wir dann auf einer Farm zum Campen untergekommen mit dem Bonus einer voll ausgestatteten Küche die wir mitbenutzen konnten.
    Gelaufene Meilen: 7
    Gelaufen Blasen: eine Neue die noch werden will 😉

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    This morning we woke up to a clear blue sky and sunshine. During breakfast, we got to know a couple from Cambridge who had also spontaneously decided to stay in the B&B instead of going camping yesterday. So after breakfast, we packed our rucksacks and marched on. Lacing up wet boots is really, really yuck! In Grasmere, we did some grocery shopping and also finally got the right gas cartridge for our camping stove. The paths today were enjoyably distinct and nice, except for the part where it started off with a long steep climb. I think all the height gain was crammed into the first quarter of today’s walk. We couldn’t follow the normal route because the bridge we would have had to cross was blocked. On closer inspection we could see why: all those holes in the wooden boards weren’t really inspiring confidence. Once on top – where we did not have to crawl to – we were rewarded with a beautiful, extensive view and rested on Grisedale tarn’s shore 🙂 From this point on we only went downhill, accompanied by sunshine and sheep galore. We camped on a farm a bit outside of Patterdale, where we enjoyed the luxury of a fully equipped kitchen.


    Distance Covered: 7 miles
    Blisters: a new one that’s still on its way




  • Vorweg erstmal an alle Mitleser wenn ein zwei Tage kein Bericht kommt, keine Sorge! Wir haben uns dann nicht hoffnungslos in der Wildnis verlaufen 😉 das liegt schlicht und einfach am mangelnden Empfang.
    Jaaa der heutige Tag lässt sich am besten beschreiben mit: runter rauf seeehr matschlastig und nass! Beim ersten Abstieg von Honister nach Rosthwaite war alles Ok der Weg war gut erkennbar und halbwegs trocken sogar die Sonne blinzelte durch die Wolken durch. In Rosthwaite fing es leicht zu Nieseln an, egal wir haben ja Regenklamotten mit dabei, die wollen schließlich auch mal genutzt werden O:). Gegen den Regen gut eingepackt, optisch hatte das schon was von 



    Mainzelmännchen, machten wir uns auf den Weg nach Grasmere. Stetig bewegten wir uns nach oben zuerst über breite relativ angenehme Wege, dann eher mehr Trampelpfade bis es dann ans klettern ging. Um über den Pass ins nächste Tal zu kommen mussten wir uns einen steilen Berg Stein für Stein hocharbeiten, als Wegweiser folgten wir den Cairns (kleinen Steinhaufen). Pünktlich zum Aufstieg hörte es glücklicherweise zu Regnen auf, wenigstens etwas. Oben angekommen erwartete uns eine matschige und nasse Moorlandschaft. Mühsam, immer den Cairns folgend, suchten wir uns einen halbwegs trockenen oder besser gesagt nicht ganz so nassen Weg durch das Moor. Das resultierte mitunter in interessanten Aktionen unsererseits. An der einen Stelle war ich der Meinung es wäre kein Problem einen Sprung über den Matsch auf den nächsten festen Punkt zu machen …. Jaaa …. leider unterschätzte ich total was so ein voller Rucksack doch für eine extreme Erdanziehungskraft hat!! Natürlich ging der Sprung voll in die Hose. Viel zu kurz gesprungen landete ich elegant der länge nach auf der Nase und war erst mal ordentlich bis zum Knie mit dem einen Bein eingesackt! Gosh ist das eine kacke da wieder hochzukommen! Wenn ihr jetzt fertig gelacht habt will ich nur mal anmerken, bis dahin hatte ich trockene Füße!!! Nach und nach kämpften wir uns vorwärts und tappsten alle drei Zielsicher noch in diverse feuchte Löcher. Dabei spielten wir das (nicht) lustige Spielchen such den nächsten Cairn, die blöden teile hatten sich Stellenweise aber auch gut versteckt. Mit zusätzlicher Hilfe in Form von Karte und Kompass erreichten wir denn Wegpunkt der uns ins Tal und nach Grasmere führte unten kam tatsächlich die Sonne raus und wärmte uns den Rücken. Nachdem wir auf dem Weg endlich wieder Empfang hatten telefonierten wir erstmal unsere Unterkunftsliste ab auf der suche nach einem festem Bett und einer Dusche. Fündig wurden wir dann bei einem B&B das nicht auf unserer Liste stand aber empfohlen wurde! Müde, geschafft und mit nassen Füßen erreichten wir kurz vor 20 Uhr unser Ziel. Endlich eine heiße Dusche!!!
    Gelaufene Meilen: 2,5 + 7
    Gelaufene Blasen: bleibt bei den 3
    Lacher des Tages: Unsere Socken brauchten drei Waschgänge bis das Moor größtenteils wieder draußen war!
    Erkenntnis des Tages: Stimmen in den Bergen zu hören ist gut! Besonders wenn da Menschen dazugehören die einem sagen können welcher der richtige Weg ins Tal ist!
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    Quick note to those following our live blog: when you don’t get an update every other day, please don’t worry. That’s not because we got hopelessly lost in the wilderness 😉 The reason is that we simply don’t have reception then.
    Sooo, this day is best described by: down, up, down, very boggy and wet! All was well on our first descent from Honister to Rosthwaite. The path was clear and mostly dry. At times, the sun even broke through the clouds. In Rosthwaite, however, it started to drizze. Well, that’s what our rain gear is for, it shall be used as well O:) Well protected against the rain and resembling three of the Seven Dwarfs, we set out on our way to Grasmere. We ascent on well trodden paths which turn into dirt tracks which give way to climbing. To get through the pass and into the next dale, we have to tackle this steep mountain face step by step, stone by stone. Our only sign posts are cairns. Thankfully, the rain stops when we get to the climbing part. Once on top, we’re greeted by a muddy path through the bog. It’s a tedious task, trying to navigate the bog, following the cairns and trying to stay relatively dry, or let’s better say: trying to not get soaking wet, all at the same time. This led to some adventurous undertakings on our part: At one point, I thought it wouldn’t be a problem to just jump across a particularly swampy patch to the next dry part. Weeeell… unfortunately, I completely underestimated the increased gravitational forces of a fully packed backpack!! Naturally, this easy jump tanked. Landing way too early and very elegantly on my nose, I got stuck in the mud up to my knee. Gosh, it’s so goddamn rotten to try and free yourself in that position! Now, when you’ve stopped laughing, I’d just like to note that I had dry feet until that moment!!! Bit by bit, we struggled onwards and insisted on putting our feet into various other quagmires – unflinchingly. In the meantime, we played another round of the (not so) funny game of „Search the Next Cairn“. Some of those stupid heaps of stone seemed to be expert players of Hide&Seek. Helped by both map and compass, we made it to a track bringing us down into the valley to Grasmere, where the sun finally showed up again and shone warmly on our backs. At some point on our way, there was a spot with mobile reception. We called each and every one of the B&Bs on our list, but all were already fully booked. We were given another number by one of the owners and got lucky. With a few minutes to 8pm, we reached our B&B weary and with wet feet. Finally: off to a hot shower!


    Distance Covered: 2.5 + 7 miles
    Blisters: still 3
    Laugh of the day: we washed our socks three times before we got most of the bog out.







  • Wir sind zwar nicht der gelben Ziegelsteinstraße gefolgt und auch nicht dem Zauberer von Oz begegnet, waren Landschaftlich aber sehr dicht dran. Dieser Weg sollte definitiv kein leichter werden sondern steinig und schwer. Früher als die ersten Tage machten wir uns heute auf die Socken, standen doch zwei Wegstücke auf 

    unserem Tagesplan. Der erste Abschnitt führte uns von Ennerdale Bridge, rauf und runter über einen extrem Steinigen Pfad, am Ennerdale Lake entlang. Nachdem wir dem See den Rücken zugekehrt hatten folgten wir einen breiten, auch recht steinlastigen Weg eine Weile durch den Wald. Zwischendurch konnten wir rechts und links von uns die Berge bewundern, tja einen davon wollten/mussten wir ja heute noch bewältigen! Am Black Sail Youth Hostel angekommen legten wir erstmal eine größere Verschnaufpause ein. Der zweite Abschnitt forderte uns dann nochmal so Richtig, steil ging es von Stein zu Stein mühsam nach oben. Gut eigentlich nur für Neele und mich, denn Franzi tänzelte mit einer schon unverschämten Leichtigkeit den Bergpfad vor unserer Nase rauf, das war einfach nur Unglaublich!! Das positive an der Sache ist ich bin meinen Bergziegen Titel los, den hat seit heute Franzi inne   😉 Da wir uns beim Aufstieg zeitlich etwas vertüttelt hatten, man könnte auch sagen wir sind im Matsch steckengeblieben, kehrten wir spontan, im Honister Youth Hostel, ein für die Nacht.
    Gelaufene Meilen: 8,75 + 2,75
    Blasen bisher insgesamt 3

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    We didn’t actually follow the yellow brick road and didn’t meet the Wizard of Oz, but the landscape was close. This leg surely wasn’t going to be easy, the path was rocky and arduous. We started off earlier than the first days because we wanted to tackle two legs of the C2C in one day. The first part lead away from Ennerdale Bridge, up and down a rocky path alongside Ennerdale Lake’s shore. After turning our backs on the lake, we followed a broad but still quite rocky path through the forest. Meanwhile, we marvelled at the mountains to our left and right whenever we caught a glimpse of them. Well, we still wanted/had to tackle one of them later in the day! Once we arrived at Black Sail Youth Hostel, we sat down for a somewhat longer breather. The second part was really demanding: rock by rock, we tediously climbed up. Well, actually it was only tedious for Neele and myself, Franzi was prancing up the mountain with impertinent ease. Unbelievable!! The good thing about this is that I got rid of my title as „mountain goat“, that one now belongs to Franzi 😉 Since we took much longer for the ascent than intended – one might say we got stuck in the bog – we called it a night at Honister Youth Hostel.


    Distance Covered: 8.75 miles + 2.75 miles
    Blisters altogether: 3