• Back to the roots war am heutigen morgen angesagt! Hatten wir uns am Abend vorher noch über die Aussage gefreut, das für die Camper wenigstens die Herrentoilette offen bleibt, stellten wir morgens fest das die Tür zwar offen aber kein Strom und fließend Wasser da war. Nach einer Katzenwäsche mit Wasser aus unseren Trinkflaschen, die zum Glück nicht leer waren, machten wir uns auf den Weg. In Bolton on Swale enterten wir die erste Möglichkeit für Tee und richtige Toiletten mit fließend Wasser! Der Restliche Tag war ereignislos und bestand aus endlosen Feldern und vielen Farmen. In Danby Wiske angekommen war wieder Pubcamping angesagt hinter dem White Swan, diesmal mit Dusche, Strom und fließend Wasser was wir auch ausgiebig nutzten ;-).
    Gelaufene Meilen: ca. 4,5 + 6,9
    Blasen weiterhin keine neuen dafür haben wir Knie, Knöchel und Achillessehne sucht euch aus wer von uns was hat :P.





  • Noch mal eine kurze Info vorweg ‚don’t panic!‘ bis zu den nächsten Updates können wieder ein paar Tage vergehen da es empfangstechnisch auf den nächsten Etappen eher schlecht ausschaut. Der heutige Tag stand so ein bisschen unter dem Motto: wie umgehe ich am besten eine Kuhweide auf der Kühe mit ihren mehr oder weniger frisch geschlüpften Kälbern sind! Wie gestern sind wir auch heute über Zahllose Wiesen und Weiden gestiefelt auf manchen von ihnen eben besagte 

    Kuhmütter mit Nachwuchs und Warnschildern am Tor! Oha, ja! Teilweise war es kein Problem einfach über die Nächste Wiese zu gehen, klappte leider nicht immer und an bereits schnaubenden Kühen vorbei zulaufen, im größtmöglichen Bogen, macht keinen Spaß! Trotz der ganzen Kühe sind wir gesund und munter in Richmond angekommen. Nach dem ersten „Kulturschock“, Hilfe schon wieder so viele Autos und Menschen auf einem Fleck, bummelten wir ein wenig in der Stadt und tranken mit den Amerikanern, gemütlich einen Kaffee und tauschten dabei unsere Erlebnisse aus. Da unser heutiger Campingplatz ca. 2 Meilen (auf der weiteren Strecke) außerhalb liegt mussten wir uns sputen um noch bei Zeiten und genügend Licht zum Zelt aufbauen, anzukommen. Der Campingplatz ist diesmal Pubcamping, also im Garten hinter dem Pub! *g* das wollte ich schon auf der ganzen Strecke mal ausprobieren 🙂
    Gelaufene Meilen: 10,25 + ca. 2
    Aktion des Tages: beim abschütten der zweiten Portion Nudeln hab ich den Topf fallen lassen, doh! Nudeln aus einem Busch mit Brennesseln raussammeln ist autsch :-(!







  • Die heutige Etappe lässt sich recht einfach zusammenfassen, immer am Fluss lang bis wir am Ziel angekommen sind ;-). Nach zwei Tagen in Gesellschaft, waren wir heute wieder alleine unterwegs, kein Problem bei immer am Fluss lang verläuft man sich ja auch nicht so schnell! In Gunnerside gab es dann eine Kleinigkeit zum Mittagessen ehe es zurück zu unzähligen Wiesen, Weiden und sehr engen Durchgängen in Mauern ging. Auf dem letzten Stück mussten wir auf einer Mauer langbalancieren und mitten durch eine Kuhherde durch die auf unserem Pfad stand, die blöden Viecher haben nicht mal daran gedacht Platz zu machen. Als kleinen Bonus hatten wir dann auf dem Campingplatz in Reeth, einen Caravan (den letzten Verfügbaren) zum gleichen Preis wie für das Zelten bekommen, Yes!
    Gelaufene Meilen: 12
    Anmerkung des Tages: So einen klaren und super Sternenhimmel hab ich noch nicht mal in Australien gesehen. Die Milchstraße war deutlich zu sehen und durch die ganzen Sterne konnte ich noch nicht mal den großen Wagen finden! 






  • Wie gestern sind wir heute mit drei Gruppen gemeinsam gestartet um nach Keld zu laufen. Da wir doch etwas Respekt vor dem großen Moorstück hatten und gemeinsam so etwas mehr Spaß bringt (den hatten wir auf jeden Fall).
    Wie so oft ging es erst mal ordentlich Bergauf, das erste größere Ziel waren die ‚Nine Standards Rigg‘ der höchste Punkt des Tages. Unterwegs wurden wir noch von den Amerikanern begrüßt Neuigkeiten ausgetauscht um dann überholt zu werden, 


    wieder mal ;). Kurz vor den Nine Standards teilte sich dann der Weg in die Sommer und Winterstrecke. Wir hatten vorab überlegt mit den Rucksäcken lieber die Winterstrecke zu nehmen an der Straße lang, wurden dann von den anderen doch überzeugt das wir weiter mitgehen sollen/möchten. Bei klarem Wetter sind die Nine Standards der Punkt auf dem C2C an dem man beide Meere (Irish Sea und Nordsee) sehen kann, das hatte unsere Entscheidung natürlich auch noch mit beeinflusst war das Wetter doch vielversprechend. Die Aussicht war Super wenn auch leider nicht klar genug um wirklich die Küsten zu sehen, dafür ordentlich windig. Als Schutz gegen den Wind und als vorsorge für den nächsten Teil zogen wir alle unsere Regenklamotten an, es ging wieder mal in eine Moorlandschaft! Juhu und dann ging der Spaß los! Gleichzeitig lachend und fluchend verbrachten wir die nächsten Stunden damit, teilweise auf Händen und Knien oder auf dem Hintern runterrutschend, den am wenigsten nassen Weg durch das Moor zu finden. Ich brauche glaube ich nicht zu erwähnen das wir am Ende alle nasse Füße hatten ;-). An der einen Stelle war ich noch mal der Meinung mich auf die Nase zu legen diesmal aber nicht alleine. Um aus einer Vertiefung wieder raus zukommen hatte ich die Hilfe, angenommen das mich jemand mit hochzieht… ja… mein Gedanke dabei war um Himmelswillen, ich hab ja den schweren Rucksack mit drauf nimm mal ein wenig Schwung mit nach oben um nicht rückwärts in die Pfütze runter zufallen … joar der Schwung wurde nicht erwartet und es kam wie es kommen musste landeten wir dann durch mein doch schnelleres und leichteres hochkommen gemeinsam im Matsch! Zum Glück hatten wir ja die Regenklamotten an und die Kameras gut verstaut, es gibt also keine Beweisfotos ;). Lachend rappelten wir uns wieder auf um weiter zu kommen und den matschigen Part hinter uns zu bringen.
    In Ravenseat legten wir, wie gestern, am Mittag einen Kaffeestopp ein. Das letzte Stück Weg ging immer am Fluss lang direkt bis Keld. Es ist unglaublich aber hier ist tatsächlich der ‚half way point‘. Wir haben die Hälfte schon geschafft, jipieh!!!
    Gelaufene Meilen: 11
    Gelaufen Blasen: bleibt bei vier





  • Die heutige Etappe war eine angenehm ruhige Strecke mit dem Bonus das wir als größere Gruppe mit GPS sicher und ohne Umwege, durch eine weitere Moorlandschaft gelaufen sind. Vor gut einer Woche sind, mit uns, sechs unterschiedliche Gruppen in St Bees gestartet, die sich auf der Tour immer wieder begegnen, auf einander achten und die ein oder andere Etappe gemeinsam bewältigen. Heute haben wir die letzten aus der Gruppe kennengelernt ein Ehepaar aus Australien, die uns auch gleich als ihre Küken adoptierten. Zusammen 

    machten wir auf etwa der Hälfte der Strecke einen Abstecher nach Newbiggin um dort einen Tee/Kaffee zu trinken. Frisch gestärkt war dann auch schnell die zweite Hälfte geschafft. In Kirkby Stephen waren wir erstmal total überfordert, so viele Autos, Häuser und Menschen auf einem Fleck waren wir gar nicht mehr gewohnt. Nach einem späten Mittagessen im Kings Arms Pub versuchten wir, da es doch recht kalt und windig war, in einem B&B oder Jugendherberge unterzukommen. Leider erst mal Erfolglos, da ein Feiertag am nächsten Tag anstand. Zum Glück trafen wir auf die Frau aus Birmingham und in ihrer Unterkunft war noch was frei für uns 🙂 Wow, was für ein Palast in dem Haus, spätes 18. Jahrhundert, konnte man sich verlaufen bzw in unserem Zimmer hätte man Fußball spielen können.
    Gelaufene Meilen: 12,8
    – 1 (die von Gestern)
    Gelaufene Blasen: plus eine
    Erkenntnis des Tages: eine Badewanne ist Toll!!