• Die Vorfreude war riesig die letzten Tage und so war es nicht weiter schlimm das der Wecker die Nacht früh, nein sehr früh beendete. Schnell ein Kaffee noch zum mitnehmen und die letzten Sachen ins Auto während ich Gedanklich alles nochmal durchgehe, ob wirklich alles im Auto ist. Es irritiert mich total das ich noch so viel Platz im Kofferraum habe. Auch der wiederholte Blick in den Kofferraum bestätigt mir alles drinnen es kann losgehen.

    Pünktlich um 6:00 Uhr stehe ich vor Holgers Tür, um ihn einzusammeln.
    Laut Navi kommen wir viel zu früh in Hoek van Holland an der Fähre an. Wir sind beide der Meinung lieber etwas Puffer wie auf den letzten Drücker ankommen. Auf rund 450 Kilometer kann viel passieren. Es kann muss aber nicht, wir sind supergut durchgekommen und haben die Zeit einfach mit einer doppelten unfreiwilligen Hafenrundfahrt verbummelt 🙈
    So waren wir pünktlich zum Boarding Beginn am Check in Schalter 😂


    Auf der Fähre schauten Holger und ich als erstes die gebuchte Kabine an und waren sofort begeistert. Gemütliche Betten, ein eigenes Bad mit Dusche und ein großes rundes Fenster zum rausschauen. Besser geht es nicht. Die Zeit auf der Fähre ging sehr schnell vorbei.
    Nach dem wir das ablegen vom oberen Deck beobachtet hatten verzogen wir uns in die Kabine für ein Mittagsschlaf. Ausgeruht und frisch geduscht zog es uns zurück aufs Außendeck denn die Küste von England kam .langsam in Sicht und die Sonne zeigte sich ebenfalls wieder. Kaum zu glauben das es bis zur Ankunft noch eineinhalb Stunden dauern sollte. Schnell waren wir im Hafenbereich vorbei an Felixtow, nach Harwich rein und dockten dort an.


    Mein Auto haben wir auch auf Anhieb wiedergefunden. Bilder von der Parknummer und dem Deck sind da sehr hilfreich 😁
    Bis zur Grenzkontrolle war es einfach, immer den anderen hinterher um dann in den Linksverkehr einzusteigen.

    Bis zum Pub in Ramsey sind es dankenswerterweise nur knapp drei Meilen und kaum noch Verkehr auf der Straße. Das Pub bietet Camping an und ist ein sehr guter Anlaufpunkt zum Übernachten.

    Nachdem wir unser Bett hergerichtet hatten stießen Holger und ich mit einem Bier auf unseren Urlaub an.
    Morgen wollen wir bis in den Peak Distrikt fahren das sind nochmal ca 450 km dafür sollte wenigstens ich halbwegs ausgeschlafen sein 💤

  • Unseren eigentlich letzten Urlaubstag, morgen die Rückreise zählt nicht so wirklich, starteten wir gemütlich mit einem Frühstück an unserem Stellplatz.
    Wir sind beide auf die Innenstadt von Maastricht gespannt, auf dem Stadtplan hatten wir bereits unzählige Kirchen entdeckt und ein Teil davon liegt, wie kann es auch anders sein, direkt am Jakobsweg 🤪
    Theoretisch laufen wir, um in die Stadt zu kommen, in die falsche Richtung, quasi von Santiago weg. Dafür laufen wir dann auf dem Rückweg in die richtige Richtung 😁😂
    Wie so oft folgten wir den kompletten Weg dem Flusslauf, diesmal überraschend abwechslungsreich über schmale Pfade und mitten in der Natur. Es fühlte sich bis kurz vor der Brücke, die uns in die Altstadt brachte, überhaupt nicht nach Stadt an. Ab hier ging dafür das Gewusel so richtig los. Menschen wohin man schaute, dazu unzählige Fahrradfahrer 🙈
    Wir hatten gestern noch überlegt ob wir uns Fahrräder ausleihen, haben aber anscheinend den einzigen Campingplatz in den Niederlanden erwischt der KEIN Fahrradverleih hat.
    Gut wir wollten ja in unserem Urlaub Wandern und nicht Radeln 🤪
    Die Innenstadt/Altstadt inklusive aller Kirchen, die wir besuchten, hat uns sehr gefallen. Um auch noch ein paar Höhenmeter zusammen zu bekommen, kraxelten wir einen engen Kirchturm die Wendeltreppe hinauf. 218 Stufen teilweise nur für zarte kleine Füße geeignet 😂 alle anderen mussten auf Zehenspitzen laufen. Die Aussicht war super und wir konnten weit schauen. Direkt unter uns wurden fleißig eine Bühne und Stühle aufgebaut. Ab morgen Abend spielt hier André Rieu mit seinem Orchester. Die ganze Stadt ist schon aufgeregt. Wir schauten uns noch die Sint Servaasbasiliek & Schatkamer mit hunderten von Reliquien an und suchten uns anschließend ein nettes Lokal aus für ein sehr spätes Mittagessen. 😋
    Auf dem Rückweg stöberten wir noch ein wenig durch die Gassen und kauften niederländische Kekse für Zuhause ein. 😇
    Für die Rückreise morgen ging am Campingplatz das große Packen los. Irgendwie hat Steffi es geschafft alles zurück in ihren Rucksack zu puzzlen. Für mich ist es einfacher, ich hab das ganze Auto zur Verfügung 🤪 Morgen früh machen wir einen letzten Stopp in Aachen um dort mit einer Freundin zu Frühstücken und den Dom zu besuchen. Dann heißt es Steffi in den richtigen Zug nach Berlin zu setzen und für mich nach Hause zu fahren. 😐 Der Urlaub ist dann wirklich zu Ende.
    Wir hatten eine sehr schöne Zeit und haben eigentlich für alles, was wir uns in England anschauen wollten ein Gegenstück in Frankreich gefunden. Unsere Taktik einfach ein Dartpfeil auf die Landkarte zu werfen, funktioniert immer noch wunderbar und hat uns an tolle und spannende Orte gebracht ☺️ Damit schließe ich meine Berichte für diesen Urlaub ab und freue mich zu Hause noch mehr zu erzählen 😁

    P.S.:
    Bevor das große Unken losgeht:, nein ich habe in diesem Urlaub NICHTS verloren und ALLE technischen Geräte sind heil geblieben! Zu Hause schon vergessene oder falsch gezählte Kleidungsstücke sind eine andere Geschichte 🙈
    Unterwäsche in Frankreich nachzukaufen in den örtlichen Größenangaben ist Abenteuer pur und ja daraus lerne ich beim nächsten Packen richtig zu zählen 🤪.






  • Wo sind die letzten beiden Wochen abgeblieben? Irgendwie sind wir doch gerade erst in den Urlaub gestartet und doch gefühlt mindestens seit vier Wochen unterwegs.
    Das ist ein sehr gutes Zeichen, das bedeutet nämlich wir haben wirklich abgeschaltet zwischendurch. 😁
    Heute geht es nach einem weiteren Kurzbesuch an den Klippen in einem Rutsch nach Maastricht. Wir haben am Jakobsweg angefangen mit unserem Urlaub, also soll er auch am Jakobsweg enden. Um den Kreis wirklich zu schließen gibt es obendrauf noch einen Campingplatz am Fluss 😂 der Maas.
    Da wir erst recht spät am Campingplatz angekommen sind, lassen wir es heute nur noch ruhig angehen und laufen morgen erst auf dem Camino in die Innenstadt. Die erste Muschel hatten wir direkt am Eingang von Campingplatz entdeckt. Das war sehr einfach 😁 Da um uns herum alles geschlossen hat, verputzen Steffi und ich noch Reste aus unseren Vorräten und machten es uns am Autozelt gemütlich. Neben einem Podcast lauschten wir dem tierischen Konzert um uns herum, bestehend aus mindestens Fröschen, Grillen, Zikaden, Enten und Gänsen. 🤪

    Funfact des Tages: meine Tagespensum an Höhenmetern = 15 Stockwerke, hatte ich gefühlt nach den ersten 100 Metern auf dem Weg zu den Klippen rauf erreicht 🥵

  • Von Pontorson bis Étretat sind es ungefähr 240 km, also gute drei Stunden Fahrt bei den idyllischen Straßen hier 😅 Das hielt Steffi und meinereiner nicht davon ab bei einem örtlichen Erzeuger noch „kurz“ Shoppen zu gehen. Ein ganzer Laden voll mit Karamell, Keksen und Alkohol 😁
    Gut versorgt ging es weiter nach Étretat in der Normandie. Die Klippen liegen eindeutig in der Normandie bei Mont Saint Michel sind sich die Regionen nicht einig ob es noch zur Bretagne gehört oder doch zur Normandie. 😅 Das hängt wahrscheinlich auch davon ab wen man gerade fragt.
    Wir sind in jedem Fall sehr gut durchgekommen. Auf dem Campingplatz gab es noch zwischen lauter italienischen und deutschen Wohnmobilen ein Plätzchen für unser kleines Auto 😁. Wir bauten fix auf und gönnten uns eine kleine Kaffeepause, während unsere Wäsche Runden in der Waschmaschine drehte. Wir entschieden uns dabei für einen entspannten Nachmittag am Strand – die Badeanzüge wollen schließlich auch was von der Welt sehen – und erst gegen Abend wollen wir die Klippen erklimmen.
    Gesagt getan, mit leichtem Gepäck ging es zum Kieselsteinstrand. Die Steine stellten uns vor ungeahnte Herausforderungen, um ins und aus dem Wasser wieder heraus zu kommen. 🙈 😅 Nicht sonderlich elegant, dafür sehr erfrischend, brrr.
    Es war eine schöne Abwechslung zu unseren Wandertouren der letzten Tage einmal faul am Strand zu liegen.. Als uns das Meer immer dichter auf die Pelle rückte, packten wir unsere Sachen wieder ein und gingen kurz zum frisch machen auf den Campingplatz zurück. Ausgehfein und bereit zum Abendessen zog es uns noch einmal in die Innenstadt. Vorher mussten, OK wollten wir uns die Klippen von oben ansehen. Schnaufend, oben angekommen, hatten wir das perfekte Abendlicht erwischt. Die weißen Klippen leuchteten in der untergehenden Sonne ☀️.
    Steffi und ich tobten uns, logischerweise, fototechnisch aus 😁
    Hungrig machten wir uns an den Abstieg, heute Abend gab es ausnahmsweise keine Galettes sondern lecker Burger mit Pommes. 😋
    Zurück am Campingplatz machten wir uns nur noch bettfertig um ins Land der Träume zu wechseln. 🌙😴

    P.S. Auf dem Weg ins Bad fragte mich eine ältere französische Dame ob ich ihr helfen könnte. Sprachlich kamen wir zwar nicht zusammen, aber halbwegs hatten wir uns trotzdem verständigen können. Ihr Wohnmobil hatte keinen Strom. Also haben wir als erstes die Steckplätze angeschaut und die Kabelverbindungen. Das war theoretisch alles in Ordnung aber eine Sicherung im Stromkasten war aus. Ich bin dann zum nächsten Wohnmobil, eine italienische Gruppe und fragte ob sie eventuell helfen können. In einem bunten Sprachenwirrwarr aus italienisch, englisch und französisch versuchte nun eine ganze Gruppe der Dame zu helfen 🤭😂 Sie war völlig überfordert, aber sehr dankbar. Im Endeffekt hat sich herausgestellt, dass irgendetwas mit dem Strom in ihrem Wohnmobil nicht in Ordnung ist 🤷
    Wir sagten uns alle in allen Sprachen gute Nacht und es wurde wieder sehr ruhig in unserer Ecke.


  • Beim Blick aus dem Fenster erspähten wir „perfektes“ Wanderwetter. Der Himmel voll mit regendicken, dunklen Wolken und kein bisschen blauer Himmel in Sicht. Super, heute wollen wir am Kanal entlang zu Mont Saint Michel laufen. Vielleicht sieht die Welt nach dem Frühstück ja besser aus. Wacher waren wir definitiv nach dem Frühstück, der Kaffee war ein guter italienischer und hat jedes Haar einzeln aufgeweckt, holla die Waldfee. War aber sehr lecker zusammen mit Croissants frisch aus dem Ofen. 😋
    Wir sammelten im Hotel noch unsere sieben Sachen und stiefelten los. Wir kamen exakt quer durch das Städtchen an den Kanal als der Himmel meinte jetzt loslegen zu müssen. Mit einem Grummeln unsererseits, inklusive Augenrollen, packten wir unsere Regenponchos aus und liefen weiter. Der Kanal verlief nicht ganz so schnurgerade wie in Chartrês aber es ist dicht dran. Dafür konnten wir unser Ziel die meiste Zeit vor uns sehen. Ob das bei etwa 9-10km besser oder schlechter ist weiß ich nicht, jedenfalls war der Regen hartnäckig. Wir waren schon fast an der großen Parkplatzanlage als es endlich nachließ und schließlich ganz aufhörte zu tröpfeln. Das war gut, denn so langsam hatten wir unter den Ponchos unsere eigene kleine Sauna entwickelt. 🥵
    Auf Mont Saint Michel angekommen, suchten wir uns einen netten Picknickplatz auf den Terrassen, mit Aussicht und halbwegs sicher vor den hungrigen Möwen. 🙈 Die holen dir das Essen direkt aus der Hand weg. Wir fanden einen schönen Platz unter Bäumen. Kaum hatten wir uns gesetzt und angefangen unser Picknick auszupacken, waren wir von einem Rudel Spatzen umkreist, Möwe Karl-Gustav und diverse Tauben folgten direkt.
    Mit bösen Blicken in alle Richtungen verteidigten wir unser Essen. Tendenziell konnten wir dank unaufmerksamen Leuten um uns herum unbehelligt fertig essen.
    So gut gestärkt ging es wie gestern kreuz und quer durch die kleinen Gassen und wir fanden noch ein paar Souvenirs 😁.
    Wir trödelten noch ein wenig herum und erkundeten vorsichtig das Watt vor und um Mont Saint Michel herum. Den Blick immer nach unten gerichtet auf der Suche nach ein paar Muscheln (diesmal echte und keine Wegweiser). Ein Blick auf die Uhr sagte, dass wir noch fast zwei Stunden auf unseren Bus warten müssen… Nö, darauf haben wir keine Lust, also beschlossen Steffi und ich, dass wir zurück laufen. Das Wetter war jetzt super und so machten wir uns auf den Rückweg am fast schnurgeraden Kanal entlang. 🙈
    Zurück in Pontorson legten wir alles, was wir nicht brauchten im Hotel ab und sind mehr oder weniger um die Ecke in eine Crêperie zum Abendessen eingekehrt. 😋 Galettes nach nordischer Art mit Lachs, lecker! Ich brauche nicht weiter erwähnen, dass wir todmüde nach dieser Tour ins Bett gefallen sind. Die Schrittzähler zeigten am Ende des Tages über 25km an ….