​Miño über Betanzos bis Presedo – 3. Etappe Camino Inglese 

Wirklich schön war die heutige Strecke nur bedingt. Das lag zum einen daran das es fast ausschließlich an mehr oder weniger befahrenen Straßen oder festen Wegen durch den Wald lang ging. Meine armen Füße! Nicht unbedingt förderlich war noch der leichte Regen der kontinuierlich vom Himmel fiel. Immerhin nur ein leichter Regen. Kein Vergleich zu dem Schutt der mich noch vor dem Wecker am frühen Morgen durch das prasseln auf dem Dach der Herberge hochschrecken ließ. Es hilft ja nichts, ich will ja irgendwann in Santiago ankommen und bis ich soweit war um die Herberge zu verlassen, war es nur noch ein leichte Tröpfeln. Trotzdem, zu zweit durch den Regen zu laufen ist schon nicht so spaßig aber alleine ist einfach nur langweilig.

So war ich froh Betanzos schon früh zu sehen. Gegen 11:00 Uhr war ich dann auch in der Innenstadt und hatte ein nettes Café gefunden um mich halbwegs trocken zu legen. 

Nach dem späten zweiten Frühstück schlenderte ich ein wenig durch die Stadt um die Entscheidung, weiter zu gehen oder nicht, noch etwas heraus zu zögern. An der Pilgerherberge war die Entscheidung gefallen, ich suchte mir noch eine Bar für ein Mittagessen um dann weiter zu gehen. Nach gestern schlauer geworden bestellte ich mir nur eine kleine Portion um diesmal besser den nächsten Berg hochzukommen.  😉 

Hat auch fast funktioniert, das schnaufen war schon etwas weniger. Dafür schauten mich alle die mir begegnet sind mit einem Grinsen im Gesicht an. Es kommt anscheinend nicht so häufig vor das ein blauer Schlumpf mit kurzen Beinen die Straßen im Regen lang stolpert.  Ja, zugegeben, ich sah auch etwas seltsam aus in meinem blauen Regenponcho! Eigentlich mag ich Ponchos nicht so wirklich aber da kaum Wind war dachte ich, ich gebe dem Ding eine Chance. Es hat halt den Vorteil der Rucksack passt mit drunter und der Regen läuft nicht zwischen Rücken und Rucksack herunter. Der große Nachteil : ich habe unwahrscheinlich viel drunter geschwitzt, mehr wie in der Regenjacke! Er hat seinen Dienst getan und als es endlich am Nachmittag trocken wurde hab ich ihn ganz schnell  wieder weg gepackt. Der Schlumpf ist nun wieder normal unterwegs 😉 

In Presedo angekommen war die Herberge nicht zu übersehen und hey ich bin heute nicht alleine. Zwei weitere Pilger sind hier zum übernachten. 

Nach einem kurzen Plausch war die heißersehne warme Dusche ein Segen!  Obwohl hier nur fünf Häuser in etwa sind gibt es eine Bar, das Abendessen ist gesichert 🙂 

Einen klitzekleinen Pluspunkt hat sich das heutige Wetter verdient. Meine Hosenbeine sind fast wieder sauber. Ich muss sie vorerst doch nicht waschen 😀 

2 Gedanken zu “​Miño über Betanzos bis Presedo – 3. Etappe Camino Inglese 

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