Florenz 07. März 2012 – Mittwoch 1.Tag

                                   


Mittwochmorgen, besser gesagt mitten in der Nacht ging es viel zu früh aus den Federn, denn endlich stand unser lange geplantes, verlängerte Florenz Wochenende an. Pünktlich um fünf Uhr wurden wir vier Mädels vor den Haustüren von unserem Fahrer eingesammelt und dann nix wie los zum Frankfurter Flughafen!
Super pünktlich am Flughafen angekommen, ging es Problemlos durch den Check-In und die Sicherheitskontrollen bis ans Gate. Dort war dann noch genügend Zeit für ein zweites oder auch erstes Frühstück je nachdem. Bei klarer Sicht und Sonnenschein verging der Flug wie im Fluge und Ruckzuck hatten wir den Flughafen von Florenz erreicht. Ok … ja …. die Landung war nicht unbedingt die ruhigste da wir noch einen „kleinen“ unfreiwilligen Hüpfer auf der Landebahn als Showeinlage geboten bekamen, für den sich der Pilot aber auch sofort Entschuldigte, don’t panic!

Nach ca. einer Viertelstunde Busfahrt, waren wir dann auch sofort mitten drin im Gewühl, besser gesagt an der Stazione FS Santa Maria Novella, der Hauptbahnhof von Florenz. Nach kurzer Orientierung und ein paar Minuten zu Fuß durch die kleinen Straßen standen wir schon vor unserer Unterkunft für die nächsten Tage. Es war klar das es für den Check-In noch viel zu früh war und so gab es dann nach einer ersten kurzen Runde durch den Mercato Centrale, der Markthalle, erstmal ein frühes Mittagessen, Piadine so was wie gefülltes Fladenbrot nur dünner, mjam lecker!
Gut gestärkt schlenderten wir vorbei an den ersten Marktständen um die Ecke, zu San Lorenzo. Diese sollte die erste von vielen, vielen Kirchen sein die auf unserem Touriprogramm stand. Mit einem Kombiticket besuchten wir zuerst die Biblioteca Medicea Laurenziana, da wir hier nur noch eine halbe Stunde Zeit hatten ehe sie geschlossen wurde. Das besondere an der Bibliothek ist, das der Eingangsbereich also die Treppe mit dem drumherum, die Lesepulte und die Decke von Michelangelo entworfen wurden. Nach diversen erfolglosen Versuchen meinerseits, ich stand immer vor verschlossener Tür, war das nun mein erster Besuch in der Bibliothek und als Bonus gab es dort noch eine mittelalterliche Medizinausstellung zu sehen. Schon ein bisschen gruselig teilweise. Nach einem Kurzbesuch in der Crypta, ging es zurück zur unscheinbaren Front von San Lorenzo und in die Kirche rein. Das innere der Kirche steht im krassen Gegensatz zur unfertigen Fassade, da sie reichlich geschmückt ist und viele Gemälde in den einzelnen Kapellen der Seitenschiffe zu bewundern sind.
Nach diesem ersten kleinen Vorgeschmack auf die viele Kunst und die Kunstgeschichte die uns noch die nächsten Tage erwarten sollte, konnten wir erst mal unser Zimmer im Hotel Regina beziehen. Ein hübsches großes Zimmer mit eigenem Bad, in Zentraler Lage zwischen der Markthalle und San Lorenzo, was will man mehr!
Nach dem kurzen Pit-Stop.. äh Badstop machten wir uns wieder auf die Socken mit Ziel Piazzale Michelangelo. Unterwegs machten wir noch einen Abstecher zum Kartenvorverkauf der Galeria degli Uffizi, um für den nächsten morgen die Karten zu holen, um der üblichen langen Warteschlange am Eingang zu entgehen. Nach etwas hin und her und geschacher um die Uhrzeit, wann wir dann unser Zeitfenster für den Einlass haben, packten wir unsere Tickets ein und spazierten gemütlich weiter zur Ponte Vecchio. Vorbei an den ganzen kleinen Schmuckläden über die Ponte Vecchio, weiter ein Stückchen am Arno entlang lag dann nur noch der „Aufstieg“ vor uns zum Piazzale. Was soll ich sagen die Aussicht (auf das erste Eis) zog uns recht fix den „Berg“ rauf ;). Oben angekommen bewunderten wir, zum verschnaufen, erstmal den Ausblick über die ganze Stadt und klar auf den Duomo, der groß und wuchtig mittendrin gar nicht zu übersehen ist. Noch waren wir nicht am höchsten Punkt angelangt, der ist auf dieser Seite San Minoato al Monte, aber erst war das versprochene Eis an der Reihe das schnell verputzt war. Die Finalen Treppenstufen überstanden, hatten wir die Basilika San Miniato erreicht und zusätzlich nochmal einen tollen Blick über die Stadt. In der Basilika schauten wir uns auf leisen Sohlen um, denn wir erwischten ausgerechnet bei unserem Besuch den Beginn der Hl. Messe. Wieder draußen beobachteten wir den Sonnenuntergang bis uns der Hunger daran erinnerte das wir uns langsam auf den Weg machen sollten. Auf dem Piazzale Santo Spirito wollten wir eigentlich zu einer Bar um dort zu essen die war leider noch geschlossen, auf dem Weg dorthin hatten wir eine Pizzeria gesehen die uns allen vier gefallen hatte, mh… verdammt, dort standen wir auch vor verschlossener Tür, aber ein kurzer Blick auf die Öffnungszeiten und die Uhr verrieten uns: die machen in zwei, drei Minuten auf, ja gut dann warten wir eben, verhungern tun wir soooo schnell dann auch nicht. Die Pizzeria entpuppte sich dann als Italienische Schnellrestaurantvariante mit Einweggeschirr, das tat der Pizza keinen Abbruch, die war trotz allem richtig lecker und der Wein auch erstaunlich gut. Satt und müde bewegten wir uns langsam zurück zum Hotel und fielen relativ früh todmüde ins Bett. Es war ein langer Tag und am nächsten Morgen ist auch nochmal zeitig aufstehen angesagt, da wir ein frühes Ticket für die Galeria degli Uffizi bekommen haben. Oh, das hatte ich ja noch fast vergessen ganz nach alter Tradition haben wir noch auf dem Rückweg am Strohmarkt dem Wildschweinchen, il Porcellino, über die feuchte Schnauze gestreichelt, für viel Glück und das man zurückkehrt nach Florenz!

3 Gedanken zu “Florenz 07. März 2012 – Mittwoch 1.Tag

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