• Vogelsberg – Stausee-Tour Eschenrod

    Was ein krasser Temperaturunterschied zu meiner letzten Wanderung! Im Hunsrück, vor zwei Wochen bin ich noch in kurzen Hosen und T-Shirt am schwitzen gewesen und jetzt bin ich sehr froh das ich meine Jacke mitgenommen habe! Nur 17 Grad hat mir meine Thermometer im Auto angezeigt als ich am Parkplatz vom Niddastausee ausgestiegen bin, brrrr.

    Egal, Jacke anziehen, Hund und Rucksack aus dem Auto holen und los geht es. Wie beim Screenshot_20180825-192816letzten mal hab ich mich entschieden die Rundtour gegen den Uhrzeigersinn zu laufen. Meine heutige Wegmarkierung und die ersten Wegweiser zu den Mammutbäumen habe ich schnell entdeckt und so war es leicht auf dem richtigen Pfad zu bleiben.

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  • Ein freier Sonntag und super Wetter die perfekte Kombination um Wandern zu gehen. Vorab hatte ich in einer neuen Wanderapp (die ich unbedingt mal ausprobieren wollte) nach Rundtouren gestöbert und bin unter anderem auf diesen Klettersteig gestoßen. Schnell war dann die Entscheidung gefallen das ich den bei Gelegenheit machen möchte.

    An diesem sonnigen Sonntag war es dann soweit und ich packte meinen Rucksack und DSC_1821zog los. Im Hunsrück angekommen war das schwierigste den Einstieg in den Rundweg zu finden. Wegweiser gibt es ja ohne Ende in der Region aber den einen Richtigen zu finden ist die erste Herausforderung 😉 Eine große Hinweistafel mit allen Wanderwegen war bei dem finden sehr Hilfreich und ich konnte nun auch das erste mal das Symbol sehen welchem ich heute folgen wollte.

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  •  SONNE! Endlich Sonne, blauer Himmel satt und warm. Perfektes Wetter für den letzten Lauftag. Also für mich wenigstens ich das es einige gibt denen das gleich schon wieder zu warm ist aber ich genieße das. Beim frühen Start in Logoso war es noch etwas frisch aber die Jacke hab ich schon auf den ersten Kilometer an den Rucksack gehängt. An der Bar in Hospital, ein Ort weiter, hing ein Schild  hier die letzte Bar für 15 Kilometer ist. Da ich aber vor nicht ganz zwei Kilometer erst mein Frühstück hatte bin ich das Risiko eingegangen sie zu überspringen 😉 

    Das passte schon ich hatte noch Schokolade einstecken und Diverse andere Knabbereien. 

    Die Schoki musste etwa 20 Kilometer vor Finisterre dran glauben. Den da war der Punkt wo ich das Kap mit dem Leuchtturm das erste mal am Horizont sehen konnte. Eine verdiente Pause mit Aussicht!  Ab hier geht es meistens Bergab und  dem Ende entgegen. 

    Die nächsten fünf Kilometer bis Cee waren schnell Gelaufen und der Kaffee definitiv verdient. Ab hier führt der Camino mal mehr oder weniger dicht an der Küste lang bis direkt zum großen Strand von Finisterre. 


    Dort am Anfang vom Strand zu stehen und den Wellen zuzuschauen wie sie rein gerollt kommen ist toll! Endlich wieder am Meer, juhuu! 

    Von hier in die Stadt sind es nicht mehr ganz zwei Kilometer für die hab ich allerdings verhältnismäßig lang gebraucht, da ich schon gleich am Muscheln sammeln war. O:) 

    Für die Unterkunft hatte ich Glück und auf Anhieb ein Einzelzimmer für zwei Nächte bekommen.  Nach den ganzen Herbergen musste das sein. Ich habe keine fünf Minuten gebraucht und habe mit meinen wenigen Klamotten das totale Chaos im Zimmer ausbrechen lassen, ups. 

    Nach dem Duschen bin  ich auf einen kurzen Abstecher zum Hafen und nochmal an den Strand. Abends war ich dann am Leuchtturm mit dem Mädel aus Wien verabredet um dort den Sonnenuntergang anzuschauen und auf die letzten drei Tage und überhaupt anzustoßen. 
    Am Leuchtturm war gar nicht viel los und wir suchten uns einen gemütlichen Stein für unser Picknick aus. Kurz bevor die Sonne unterging kam eine Herde Ziege und bewegte sich total geschickt über die Felsen dort.  Fast wäre die Sonne unbemerkt untergegangen da ich total fasziniert den Ziegen zugeschaut hatte.  

    Den letzten Sonnenschein hab ich nicht verpasst 😉 

    Müde sind wir die drei Kilometer wieder zurück in den Ort und haben so in den letzten drei Tagen etwa 93 Kilometer zurück gelegt. Die Blase an meinem Fuß hatte somit ihre Daseinsberechtigung gehabt. Zum Glück die einzige 😉 

    Ich werde jetzt noch die nächsten Tage in Finisterre und Santiago genießen bevor mein Flieger nach Hause startet. 

  • Der zweite Tag ohne Regen, yipieh! Bislang schaut es eigentlich ganz gut aus das ich die Strecke bis Finisterre in drei Tagen schaffe. Morgen sind es nochmal etwa 31 Kilometer wenn die Angaben auf den Wegmarkierungen halbwegs stimmen. Die Landschaft hat sich heute über den Tag einige mal geändert und dadurch war es wieder sehr schön und spannend zu laufen. Einige ordentliche Anstiege gehören einfach dazu wie zum Beispiel der Monte de Aro. Der seinem Namen jetzt wirklich alle Ehre macht, denn hier ist die Wegführung geändert worden und zwar weg von der  Straße über den Berg drüber. Die Aussicht war Super von dort oben und der Wolkenflug spannend zu beobachten. Auf den Gegenwind beim „Aufstieg“ hätte ich zwar gern verzichtet aber das wären ja schon wieder zu viele Wünsche auf einmal. Das geht nun wirklich nicht. 😉 

    Oh und in zwei Bars gab es kleine Einkaufsmöglichkeiten was ganz gut war so konnte ich meinen ersten Verlust der Strecke ausgleichen …  Ich Trottel hab mein Shampoo und Seife in der Herberge in Santiago stehen lassen. Zur „Strafe“ muss ich jetzt eine große Flasche durch die Gegend tragen. Zum Glück nur noch bis morgen, das sollte ich schaffen 😉 Und für alle Unken zu Hause als Info: meine Kamera lebt noch! Sie ist im Regen nicht ertrunken und ich habe sie nicht verloren!!!

    Von Olveiroa bis Logoso hatte ich die letzten beiden Anstiege eigentlich viel schlimmer in Erinnerung als sie letztendlich waren. In Logoso angekommen ist die Bar und Herberge absolut nicht zu übersehen da sie direkt am Weg liegt.  Feierabend für heute mit laufen. Jetzt nur noch was zu Essen organisieren und dann ist dieser Tag auch schon wieder vorbei. 

  • Juhuu mein erster Tag ohne Regen! Es braucht so wenig um einen guten Tag zu haben 🙂 Ok die Tage vorher waren auch schön keine Frage aber so definitiv noch mal viel angenehmer. Aus Santiago raus hab ich ein Mädel aus Wien getroffen und wir sind den Tag über zusammen gelaufen. Es ist schon spannend wie auf einmal komplett neue Gesichter auf dem Camino Finisterre unterwegs sind. Der erste Tag nach Santiago und alles ist anders. Jetzt sind viel mehr Pilger unterwegs und auch die Wege haben sich geändert die Landschaft ist Hügeliger, die Häuser gepflegter und der Camino geht viel, viel weniger an der Straße lang. 

    In Ponte Maceira machten wir in einem Café direkt an einer alten Brücke eine länger Mittagspause. Dort ist es immer wieder total schön. Von dort ist es nur noch ein kurzes Stück bis Negreira. Hier hab ich sonst den ersten Tag beendet aber heute wollte ich noch ein Stück weiter. Eigentlich würde ich diesmal gerne den Weg bis Finisterre in drei vier Tagen laufen. Wenn es die nächsten Tage so gut läuft wie heute ist das auch kein Problem, meine Fitness ist doch nicht so schlecht wie ich vor der Tour befürchtet hatte O:). 

    In Negreira machten wir noch ein kurze Kaffeepause in der Sonne bevor wir uns auf die letzten nicht ganz „fünf“ Kilometer machten. Naja eigentlich waren es knapp über sieben Kilometer, da ich ein paar Kilometer unterschlagen hatte die ich auf der Karte übersehen hatte, ups. 

    Passt schon wir sind trotzdem in einer guten Zeit an der neuen Herberge angekommen und haben gleich das Pilgermenü beim Einchecken mitbestellt.  Nach und nach trudelten mehr Pilger ein und die Herberge füllte sich.  Das Abendessen war super lustig und das lag nicht nur an dem Wein! Unter anderem waren in der Gruppe zwei Italiener die locker als Comedy Duo auftreten könnten. 

    Was ein Glück muss ich morgen die Herberge nicht so früh verlassen denn es wurde doch einen ticken später als üblich O:)