Schöne Aussicht auf Nebel

Nach dem Regen kam der Nebel. Konnten wir gestern noch am Horizont vom Campingplatz ein bißchen was erkennen, war heute direkt nach der ersten Camper Reihe schluss mit der Sicht. Entsprechend Zeit ließen wir uns beim fertig machen und Frühstücken.
Der kurzbesuch im Dorfladen war sehr erheiternt und erweiterte unsere Frühstücksauswahl.
Wie hatten ein klein wenig die Hoffnung das es noch aufklaren könnte bzw das wir oben am Lünersee über den Wolken sind.
Der Campingplatzbetreiber hatte uns gestern bei der Anmeldung Besucherkarten ausgestellt mit denen wir kostenlos Bus fahren können und bei diversen anderen Sachen Vergünstigungen bekommen.
Da der Nebel immer noch recht dicht war entschieden Steffi und ich den Bus zur Seilbahnstation zu nehmen. Beim. Anblick mancher Straßenabschnitte war ich sehr dankbar über diese Entscheidung.
Die Seilbahnfahrt selbst war ganz ruhig und ging fix. Nur gesehen haben wir nichts.
Wir machten das beste daraus und starteten die Runde um den See. Tatsächlich klarte es ein wenig auf, die Sonne zeigte sich kämpferisch. Gewonnen hat sie leider nicht wir dafür  ein wenig Aussicht und unseren Spaß beim Fotografieren. Manch einer wartet ewig auf diese mystische Stimmung für Fotos. 😉

An der Alm stoppten wir für ein Glas Buttermilch und Kaffee. Bei dieser kurzen Pause beobachteten wir wie die nächste Wolkenwand über den See auf uns zu waberte.
Das machte die zweite Hälfte der Runde zusätzlich spannend. Jetzt ging es auf über 2. 000 m hoch und auf schmalen Pfaden kurvig den Bergsee entlang stetig nach oben. Mangels Fernblick konzentrierte ich mich auf die Kleinigkeiten am Wegesrand.

Auf dem letzten Kilometer vor der Staumauer, die wir erst im letzten Moment erkannten, ging es in engen Serpentinen steil bergab.
Unten angekommen führte der Weg über die Staumauer gefühlt ins Nichts… 😱

Zum Abschluss kehrten wir in der Douglasshütte ein, zum aufwärmen und um den heißersehnten Kaiserschmarrn zu genießen.



Die Talfahrt mit der Seilbahn brachte eine Überraschung mit sich, Berge und Aussicht! Die sind ganz plötzlich so aus dem Nebel aufgetaucht…. und der Bus dabei vor der Nase weggefahren 🙄

Macht nichts wir haben Zeit und wollen uns in Brand, dem nächsten Dorf etwas umschauen. Der nächste Bus kam pünktlich und brachte uns ins Dorf runter. Wir spazierten die Hauptstraße entlang und stöberten in dem ein oder anderen Laden. Ein Auge immer mal auf die Bushaltestellen und den Fahrplan gerichtet.
Wir erwischten einen fast leeren Bus um zurück zum Campingplatz zu fahren.
Dort lockte uns ein Wanderschild zur Bürser Schlucht. Nur 25 Minute durch den Wald und schon sind wir da…
Das es dazu Steil bergab ging beinhaltet schon der Name „Schlucht“ 👀
Für den Rückweg werden laut Schild 40 Minuten veranschlagt. Die haben wir deutlich unterboten. Zum Glück sind wir im Training mit den Aufstiegen. Das uns zusätzlich noch das Tageslicht ausgehen könnte hat uns den Berg in Rekordtempo hochfliegen lassen. 🤪
Zum Tagesende spielten wir ein paar  Runden Mensch – Ärger – Dich – Nicht ehe es Zeit war sich ins Bett zu verkrümeln.

Bad Urach der Wasserfall und Umleitungen zum verzweifeln

Unser Plan war es zeitig aufzubrechen um vor den großen Menschenmassen  am Wasserfallsteig zu sein. Der Plan ging sehr gut auf mit Frühstücken, fertig machen und losfahren. Etwa 4,5 km bis zum Wanderparkplatz sollte also alles passen. Tja, bis wir in der Umleitung von der Umleitung landeten. Die Verkehrsführung ist wegen einer Großbaustelle vor der Stadt geändert. Die der Landstraße Richtung Ulm allerdings auch. Kurz gesagt wir sind dermaßen um den Keks geleitet worden das wir immer wieder am Ausgangspunkt rausgekommen sind. Das Navi war schon schwer beleidigt, da ich es gezwungenermaßen ignorieren musste. Eine gute halbe Stunde und 20 km später hatten wir es geschafft und waren endlich an dem Parkplatz.
Der Parkplatz war noch recht leer und machte uns etwas Hoffnung. Menschen sind bereits einige auf dem Weg zu sehen. Der erste von zwei Wasserfällen auf der Rundwanderung, der Bad Uracher, ist sehr beeindruckend. Der trockene Sommer sorgt zwar für weniger Wasser, beeindruckend bleibt es trotzdem. Nach gefühlt 100 Bildern aus den unterschiedlichsten Positionen folgten wir dem Pfad weiter nach oben.
Die heutigen Höhenmeter haben wir in einem Rutsch steil nach oben erledigt. 🥵
Auf dem Zuweg hab ich noch den blöden Witz gerissen da oben bei den Felsen läuft unser Weg… doof nur das ich recht behalten habe 🥴 Es sollte nur ein Scherz sein.
Vor dem endgültigen Abstieg ins Tal gab es den zweiten Höhepunkt den Gütersteiner Wasserfall. Hier war schon wesentlich mehr los, was uns nicht davon abhielt diverse Fotos zu machen.
Jetzt wurde es richtig voll, so das wir uns beeilten die Runde zu beenden.



Zurück am Auto riskierten wir es ein weiteres mal durch die Baustelle zu fahren. Wir wollten uns die Burgruine Hohen Neuffen anschauen, da sie mir unbedingt empfohlen wurde. Wie zu erwarten sind wir durch die Umleitungen wieder seeeehr weit um den Keks geschickt worden. Dafür war die Landschaft wunderschön und wir haben viel davon gesehen 🙄
Am Burgparkplatz waren Menschenmassen unterwegs und auf der Burg selbst war es nicht besser. Die Falken Flugshow hätte uns beide zwar gereizt anzuschauen aber wir hätten noch gut eine Stunde warten müssen.
Mit einem Eis in der Hand „flüchteten“ wir von der Burg.
Hohen Neuffen ist an sich sehr schön und die Aussicht über die Gegend ist Klasse! Der Abstecher hat sich gelohnt keine Frage, wir waren nach den einsamen Wandertagen nur gnadenlos überfordert mit so vielen Menschen auf einem Flecken.


Da wir noch ein paar Tage Zeit haben ist die Entscheidung, doch noch nach Österreich in den Vorarlberg zu fahren leicht gefallen.
Jetzt sind wir auf dem Campingplatz Heidi mit dem besonderen Bergblick und wollen hier für zwei Nächte bleiben.
Ich hoffe schon das wir morgen den Bergblick genießen können, aktuell sitzen wir in den Wolken und es ist, seit wir über die Grenze sind am Regnen. 😔
Wie gut das mein Auto regenfest ist und es sich dank Ausbau sehr bequem drin Schlafen lässt 😴

Rodalben – die Bärenhöhle und der Bruderfelsen

Heute morgen zog es uns nach dem Frühstück zurück auf den Felsenwanderweg. Eine kleine Runde hatten wir vor der weiterfahrt mit eingeplant. Steffi und ich wollten unbedingt noch die Bärenhöhle anschauen. Zum Einstieg nahmen wir den direkten Weg zur Höhle. Das war echt irre dort und einen Bären haben wir auch gesehen! Leider keinen echten. Unten vor der ersten Höhle war ein aus Stein gemeißelter Bär der erfolgreich einen Fisch im Bach gefangen hat.
Der Aufstieg in die erste Höhle war noch ok und zu bewältigen. Von der Höhlendecke tropfte stetig Wasser herunter und schaffte eine ganz eigene Atmosphäre. Den einen Tropfen hab ich kommen sehen, Treffer versenkt.
Um in die obere Höhle zu kommen mussten wir ein klein wenig kraxeln.
Diese war noch beeindruckender als die erste Höhle schon alleine durch die tiefe. Sie geht wohl bis zu 40 Meter in den Fels hinein. Nein, ganz soweit bin ich nicht reingeklettert dafür hatte ich nicht die richtigen Klamotten an und die Taschenlampe lag im Auto. 😇



Da die Wegführung nicht ganz so eindeutig ausgeschildert war sind wir auf einer alternativroute zurück Richtung Auto gelaufen. Natürlich mit entsprechenden Höhenmeter dafür sind wir doch noch am Bruderfelsen vorbei gekommen. Das Wahrzeichen von Rodalben. Genauso faszinierend wie die Bärenhöhle!
Zurück am Auto packten wir noch ein klein wenig unsere Sachen um. Von hier geht es weiter Südöstlich nach Bad Urach. Hier gibt es einen Wasserfallsteig der schon länger auf meiner möchte ich mal machen Wanderliste steht.
Die Fahrt dorthin fiel dank Stau etwas länger aus. Plus einer lustigen Einkaufstour in einem Dorf am Weg. Der gute Mann vor uns hat die komplette Schlange an der Kasse bespaßt, zum leidewesen seiner Frau. 🤣
Endlich angekommen suchten wir uns einen Campingplatz und drehten noch eine kurze Runde um die Gegend zu erkunden.
Für das Abendessen hab ich zum ersten mal meinen Campingkocher in einen „Backofen“ umgewandelt. Das Brot war echt lecker 😋

Von Burgruinen, Geister und bizarre rote Felsformationen


Die Nacht im Jägerhaus war schon ruhig nur absolut kein Vergleich zu der Stille auf der Burg. Trotzdem war es nicht unheimlich und ich habe echt gut im Zelt geschlafen. Es war weder kalt noch hatten sich vorlaute Stechmücken mit ins Zelt geschummelt. Das einzige was ich mir verkniffen habe ist vor Sonnenaufgang noch mal zur Toilette zu tiegern. 😅

Der Weg ist schon bei Licht abenteuerlich genug.
Über nacht haben sich tatsächlich noch zwei Geister übers Gelände geschlichen und für Zuwachs gesorgt. Nein, gar nicht gruselig sondern noch zwei Wanderer die anscheinend angekommen sind während Steffi und meinereiner im dunkeln am fotografieren waren.

Nach dem Frühstück im Campingstyle packten wir unsere sieben Sachen ein und gingen, bergauf, zurück zum Auto.
Diesmal ohne pinkem Zettel an der Fahrertür 🤭


Ein kurzer Zwischenspurt nach Kirn in den Supermarkt und dann zog es uns weiter in den Süden des Landes. Rodalben in der Pfalz ist unser nächster Punkt auf der Tourenliste.
Facebook und seine diversen Gruppen ist echt böse. Besonders wenn es Wandergruppen sind mit tausenden von Bildern von schönen Wanderungen. So bin ich auf den Felsenwanderweg aufmerksam geworden.
Der Rodalber Felsenwanderweg, der 1. zertifizierte Qualitätsweg Wanderbares Deutschland in der Pfalz… Bei dem Titel muss das doch einfach toll sein dort 😂
Bizarre rote Felsen verstreut im Wald auf guten 45km.In Rodalben sind wir zielstrebig zur Touristeninformation. Die machen pünktlich um 12:00 Uhr zu wie wir um 12:06 an der Tür stehend feststellen mussten. Ein frei zugängliches Regal neben der Tür mit allen wichtigen Prospekten half uns trotzdem weiter. Neben einer einfachen Übersichtskarte zu dem Felsenwanderweg gab es Unterkunftshefte und Flyer. Ausgeguckt hatte Steffi das Hirschberghaus direkt am Weg liegend.
Anrufen kann ja jeder und ist zu einfach 🤪 Wir sind direkt vor die Tür gefahren und haben freundlich gefragt ob noch ein Zimmer frei ist. Wie am ersten Tag hatten wir Glück und das letzte freie Zimmer bekommen.
Nach der erfolgreichen Chaos verbreitung innerhalb von Sekunden waren wir bereit für ein Teilstück des Felsenwanderweg.
Die Ausschilderung der Rundwege ist eher etwas fortgeschrittene und man muss aufpassen das man sich nicht auf der großen 45km Runde landet.
Beim einchecken haben wir spontan eine extra Wanderkarte für diesen Weg gekauft, das waren sehr gut investierte 3 Euro 😂

Mithilfe der Karte und dem GPS klappte das recht gut und nur kurzer Verwirrung.
Diese Felsformationen sind so faszinierend, daß wir beide Mühe hatten nicht ständig über die eigenen Füße zu fallen. Wir schwankten zwischen „ich seh lauter Gesichter und Figuren in den Felsen“ und „wir laufen unter der gleisenden Sonne durch die Canyons in Arizona“.
Der meiste Teil führte über schmale Waldpfade durch eben diesen. Natürlich machten wir ausreichend Höhenmeter wäre ja sonst langweilig.
Entfernungsangaben auf den Wegweiser fanden wir eher, selten dafür einen netten Kaninchenzuchtverein/ Stammtisch mit Kneipe. Dort machten wir typisch Mädchen einen Toilettestopp und versorgten uns mit Wassernachschub.
Die 12km Tour kam uns wesentlich länger vor. Das lag wahrscheinlich an den unendlich vielen kurven und die mangelden Kilometer Angaben. Davon abgesehen war der Weg klasse. Ich bin schon lange nicht mehr so viel gestolpert weil ich mich nicht entscheiden konnte wo ich zuerst hinschauen soll. 🙈😂
Morgen schauen wir uns noch einen zweiten Abschnitt an und fahren dann weiter.

Der Soonwaldsteig 5.Etappe – vom Jägerhaus bis Bingen


Die Nacht war seeeehr ruhig, kein Wunder da fast nichts um das Jägerhaus herum ist. Da wir etwas zu früh beim Frühstück aufschlugen, brachten wir die arme Frau, die alles am vorbereiten war, etwas aus dem Konzept.

Im Gegenzug waren wir mit der großen Auswahl dezent überfordert und fingen mit der Tasse Kaffee an. Kaffee ist immer eine gute Wahl. 😇

Gut gelaunt, mit einem ordentlichen Lunchpaket im Rucksack, machten wir uns auf, den letzten Tag in Angriff zu nehmen.
Der Soonwaldsteig folgte ein gutes Stück dem Verlauf des Morgenbachs. Weicher Waldboden unter den Füßen, das plätschern und rauschen vom Morgenbach unterstützt durch das zarte Vogelgezwitscher im Ohr, was will man mehr? So lief es sich richtig gut auf dem Steig, die Zivilisation holt uns noch früh genug wieder ein.
Beim Ausblick auf die erste Burg trafen wir auf ein ein junges Paar. Schnell kamen wir ins Gespräch, deuteten doch die großen Rucksäcke auf Langstrecken Wanderer. Wir lagen richtig, die beiden waren wie wir auf dem Soonwaldsteig unterwegs und sind von Trekkingcamp zu Trekkingcamp gelaufen, mit voller Ausrüstung. Sie haben aber verraten, dass sie vorher zwei Wochen in den Bergen gelaufen sind und entsprechend fit waren. Es war lustig zu hören, dass wir sehr ähnliche Erfahrungen unterwegs gemacht haben.


Von hier war es nicht mehr weit bis zur Burg Rheinstein. Eine Burgbesichtigung musste einfach sein. Im Schnelldurchlauf bis unter den Turm und Etage für Etage wieder nach unten. Irgendwie müssen wir unsere Höhenmeter ja zusammen bekommen. 🤣
Den Burgdrachen hab ich beim Blick in den Turm auch noch gefunden. 😇
Wir hatten es ja herausgefordert und so ging es auf den letzten Kilometern noch mal ordentlich Bergauf ehe es genauso steil an den Abstieg nach Bingen runter ging. Die Entfernungsangaben auf den Wegweiser machten „lustige“ Sprünge vor und zurück, bis wir fast entnervt aufgeben wollten. Das letzte Schild schien die Wahrheit zu sagen und der Bahnhofseingang war schnell in Sicht.
Da wir am Bahnhof kein offizielles Soonwaldsteig Schild gefunden hatten, sind wir auf dem Hildegard von Bingen Pilgerweg noch ein Stück weiter. Ein Abschluß an der Hildegard Gedächtnis Kirche war für uns ein guter Ersatz als Ankunftspunkt. Die Kirche war offen und wir hörten aus dem Inneren Musik. Leise tasten wir hinein und wurden überrascht mit einer Regenbogenbeleuchtung im Altarraum. Ich brauchte einen Augenblick bis ich begriffen hatte, dass das aktuell laufende Lied und die Beleuchtung zusammen gehörten. Irgendwann fiel mir noch der Mann mit der professionell wirkenden Videokamera auf. Wir sind in anscheinend in eine Aufnahme „reingeplatzt“, ups. Da niemand was sagte von den Anwesenden und alle noch freundlich nickten, brachten Steffi und ich die Besichtigungsrunde schnell zu Ende und verschwanden wieder.


Auf den „Umweg“ in die Altstadt hatten wir keine Lust und wir mussten auch ein wenig auf die Zeit achten. Zum Abschluss wollten wir auf der Schmidtburg eine Nacht zelten. Die Buchungsbestätigung stand zwar noch aus aber ein Anruf im Touristenbüro gab schnell die Gewissheit, dass es klappt.
Auf der anderen Seite vom Bahnhof fanden wir doch noch unser offizielles Schild vom Steig und machten schnell ein paar Erinnerungsfotos ehe wir in den Zug zurück nach Kirn hüpften.
In Gau Algesheim mussten wir umsteigen und etwas länger auf den Anschlusszug warten. Wir sind (noch) nicht in Zeitdruck und feixen ein wenig über die Bahn.
Die Zugfahrt selbst ging ereignislos und schnell rum. Ein bisschen frustrierend ist es schon wenn ich drüber nachdenke. Mit der Bahn legen wir den Weg von Bingen nach Kirn in weniger als anderthalb Stunden zurück und zu Fuß brauchen wir fünf Tage…
In Kirn am Auto machten wir gerade blöde Witze ob es noch steht oder eventuell ein Strafzettel dran klemmt für überschrittene Parkzeit, als ich wirklich einen neonpinken Zettel an der Fahrertür entdecke, verflixte Kiste. Puh, kein Strafzettel, sondern Werbung für Gott 😉

Glück gehabt und nichts wie weiter nach Schneppenbach. Dort am Wanderparkplatz ergänzten wir die Rucksäcke mit der Camping Ausrüstung und sind zu Fuß weiter zur Schmidtburg.
Dort bauten wir im Burgmannenhaus unser Zelt auf. Das wird klasse hier, kein Strom, nur kaltes Wasser aus dem Hahn unterhalb der Burgmauer und ein Trockenklo versteckt in den Rabbaten. 😂 Nicht zu vergessen null Handyempfang.
Zwischendurch kam der Bürgermeister (und Mädchen für alles laut seiner Aussage) um zu kontrollieren ob alle ordnungsgemäß angemeldet sind. Theoretisch sollten fünf Plätze belegt sein für die Nacht, bislang sind es nur zwei. Der Blick auf die Uhr sagte es bleibt nicht mehr viel Tageslicht übrig für die fehlenden Camper noch anzukommen.
Und dass es Zeit wird für das Abendessen. 😋 Selbstgekochte Pasta mit Tomatensauce, der Klassiker für den kleinen Gaskocher.

In der Dämmerung trudelten noch drei Wanderer ein und wir machten uns fertig für eine kleine Foto-Spaß-Runde.
Ja mit unseren Taschenlampenspielereien gehen wir definitiv als Burggeister durch. 😇

Müde verkrümelten wir uns nach der Gespenstertour in die Schlafsäcke und träumten von Burgen, Geistern und Prinzen. 😂

Anmerkung des Tages:

In dem Moment als ich in Kirn aus dem Zug ausgestiegen bin ist mir aufgefallen das ich absolut keine Ahnung habe wo die Hosenbeine von meiner Zipp Hose sind. Ich war mir relativ sicher das morgens nichts mehr im Zimmer gelegen hat. Konnte mich aber zusätzlich null daran erinnern wann ich sie zuletzt überhaupt in der Hand hatte 🙈

Abends auf der Burg fand ich sie im Bermuda Dreieck meines Rucksacks. Zum Glück! Das wäre sonst bereits das zweite Paar Hosenbeine das ich verloren hätte. 🤣

Der Soonwaldsteig 4.Etappe – vom Wanderparkplatz Schanzerkopf bis zum Jägerhaus

Pünktlich sammelte uns das Taxi von gestern vor dem Bergschlösschen ein und setzte uns am Wanderparkplatz Schanzerkopf ab. Etwa 800 m Bergauf und wir sind halbwegs warmgelaufen um direkt wieder zu stoppen und die Aussicht zu genießen. Bevor die Muskeln erneut protestieren konnten ging es auf idyllischen Waldpfaden weiter.
Die heutige Etappe führt durch mehr Zivilisation als Gestern. Wir begegnen weiterhin kaum anderen Menschen außerhalb der Unterkünfte dafür gibt es heute unzählige Windräder, Straßen und viel Aussicht von wackeligen Aussichtstürmen. Der erste Turm auf dem Hochsteinchen ist aus Metall. Er  führt einen auf seiner Wendeltreppe rauf in luftige Höhen und wackelt ohne Ende unter den Füßen.

Nach dem Abstieg  brauchte ich eine Pause. Nach der Schokoladenpause hatten Steffi und ich unsere Knie soweit wieder unter Kontrolle das wir weiter Richtung Jägerhaus gehen konnten. Bei  Rheinböllen landeten wir in der vollen Zivilisation, in Form von Bundesstraße, unterquerung der Autobahn und den Bauarbeitern in der Baustelle denen wir im weg herumsprangen bis wir unseren Wegweiser gefunden hatten.

Die idyllischen kleinen Waldpfade haben wir unterwegs irgendwie verloren und gegen breite geschotterte Waldwege ausgetauscht. Fast wären wir am zweiten Aussichtsturm am Salzkopf vorbei gelaufen. Auf einer Lichtung umgeben von hohen Bäumen war der Blick nach oben auf die Holzkonstruktion etwas vertrauenserweckender. Beim Aufstieg merkte ich aber das der Turm nicht besser war als der erste. Schmale, hohe Stufen durch die man bis zum Horizont bzw. zum Boden durchschauen kann, klasse. Die wackeligen Knie muss ich nicht mehr erwähnen. Das „schlimme“ ist, die Aussicht ist es ja immer Wert! 🙈
Unfallfrei unten angekommen, fester Boden unter den Füßen ist toll, zogen wir weiter. Jetzt führt der Soonwaldsteig stetig bergab auf den breiten Schotterwegen. Aua, so langsam merke ich heute meine Füße.

Eine tolle Ablenkung war die Jakobsmuschel, die mich von einer Hütte aus anlachte. Kurz drauf begegnete uns eine Wanderin mit der wir ins Gespräch kamen. Es stellte sich heraus das sie auf dem Jakobsweg von Mainz nach Trier unterwegs ist. Ihr ist es wie uns bisher ergangen, das ihr so gut wie keine anderen Wanderer/Pilger bisher begegnet sind.


Endspurt! In einer Rekordzeit erreichten wir das Jägerhaus unsere heutige Unterkunft. Beim einchecken wurden wir informiert das die Küche um 19:00 Uhr schließt. Ein Blick auf die Uhr sagte die Dusche kann noch etwas warten und es gibt erst ein wahlweise sehr spätes Mittagessen oder sehr frühes Abendessen. Der Flammkuchen ist zu empfehlen, der war sehr lecker 😋


Da wir hier mitten im Nirgendwo sind verkrümeln wir uns nach einem Mini Verdauungsspaziergang auf unser Zimmer. Das sehr liebevoll und mit unendlich vielen Details gestaltet ist.
Morgen ist der letzte Tag auf dem Soonwaldsteig und wir erreichen mit Bingen unser Ziel.

Der Soonwaldsteig 3.Etappe von Gemünden bis Wanderparkplatz Schanzerkopf


Dank der hellhörigkeit in dem Hotel war das Weckerklingeln nur noch Formsache. Nach den ersten vorsichtigen Dehn und Streckbewegungen stellte ich erfreut fest, daß die Muskeln nur zaghaft protestierten und meine Schulter von gestern nicht mehr weh tat. Nein nicht vom Rucksack tragen, sondern von meinem eleganten nicht über einen Baum kommen. 🙈
Auf unserem Pfad lag ein schöner, großer, verästelter Baum im Weg. Wahrscheinlich durch einen Sturm umgefegt. Drumherum laufen war an dieser Stelle keine Alternative und so kletterte ich flink durch die ersten beiden Äste hindurch. Beim dritten dachte ich es ist kein Problem elegant das Bein drüber zu schwingen und dann über den Hosenboden auf die andere Seite zu rutschen. Was auch immer ich in dem Moment gemacht habe, es resultierte darin das ich lachend, rückwärts auf dem Hosenboden zwischen den Ästen landete. Ich hab einen kleinen Augenblick gebraucht um da wieder rauszukommen. Mit dem Rucksack hatte das was von einem zappeldem Marienkäfer auf dem Rücken.
Es gab zum Glück keine bleibenden Schäden oder blaue Flecken und mein aufgeschürftes Knie von vorgestern ist gut am verheilen. 😂

Mit dem ersten Schritt aus dem Bett meldeten sich doch ein paar Muskeln und meinten das ich es gestern dezent übertrieben habe mit dem Bergauf laufen. Da muss ich ihnen irgendwie recht geben aber ich wollte ja irgendwann am Ziel ankommen.🙄
Nach dem Frühstück nutzen wir den Shuttleservice bis zum Wanderparkplatz Koppenstein. Da wir die Burgruine gestern ausgelassen hatten holten wir den Besuch heute morgen nach. Die Aussicht ist super, oben vom Turm. Ein weiterer Rapunzelturm folgte recht bald auf dem Soonwaldsteig in Form der Alteburg. Ja die Namensgleichheit zum Keltendorf hat uns auch verwirrt.



Im glauben heute einen kürzeren Wandertag als gestern zu haben schlenderten wir schon fast weiter über die verschlungenen Waldpfade. Den Kerzengerade parallellaufenden breiten Waldweg, den Rennweg, ignorierten wir einfach. Wenn dann die idyllische Variante über Stock und Stein, das es genug Möglichkeiten gibt zum stolpern, ausrutschen und umknicken. Bisher klappte das sehr gut und unfallfrei und so soll es bleiben.

Am Wanderparkplatz Ellerspring angekommen freuten wir uns bereits bis ein Blick auf den Taxigutschein die Ernüchterung brachte. Es ist der falsche Parkplatz. Unser abholort lag noch etwa 8,4 weitere Kilometer entfernt …
Theoretisch wussten wir das die Tagesetappen für uns durch die gebuchten Unterkünfte etwas anders ausfallen, praktisch hatten wir es einfach verdrängt.
Nach dem verputzten Brötchen und Schokolade ging es weiter auf traumhaften Pfaden dem nächsten Tagesziel entgegen. Der Wanderparkplatz Schanzerkopf.
In einer sehr guten Zeit erreichten wir diesen und freuten uns ein zweites Mal das Tagesziel erreicht zu haben.
Der Anruf beim Taxiunternehmen war sehr lustig. Ich bin gerade so dazu gekommen mich vernünftig mit Namen zu melden und zu sagen wir sind am Parkplatz angekommen, kam prompt die Antwort ich weiß bescheid und bin in 5 bis 10 Minuten bei ihnen. Ich schob noch schnell hinterher das wir an den Figuren an der Einfahrt stehen, da war das Gespräch beendet.

Die Fahrt bis Simmern ins Waldschlösschen war sehr kurzweilig. Der Taxifahrer erzählte das viele Wanderer unterwegs sind (davon haben wir noch nichts gemerkt) und das er unter anderem auch den Wanderparkplatz Ellerspring anfährt. Unsere Reaktion war ein kurzes gemurmeltes “ verdammt“ um dann los zu lachen.
Es war eine tolle Tour und auf dem letzten Abschnitt kam noch richtig die Sonne heraus.
Morgen früh werden wir vom gleichen Fahrer abgeholt und zurück zum Schanzerkopf gebracht.
Im Hotel legten wir eine schnelle Klamottenwaschrunde ein um dann den Tag ruhig ausklingen zu lassen.

P. S. Mein Kuschelbaum des Tages war eine kleine Birke 😁

Der Soonwaldsteig 2.Etappe vom Forellenhof bis Gemünden

Wenn es wo raufgeht muss es gleich ordentlich sein und das über Stock und Stein, wortwörtlich genommen. Das war das Motto der heutigen Etappe.


Beim Frühstück ließen wir uns etwas Zeit denn beim aufstehen konnten wir schon das rauschen des Regens hören. Bis wir startklar und gegen den Regen eingepackt waren, hörte es auf.
Auch gut und so ging es flotten Schrittes los. Auf den ersten Kilometer kamen wir durch einen Tunnel der mitten ins Schiefergebierge gebaut ist. Sehr spannend auf jeden Fall. Über uns tropfte und rauschte es im Blätterdach des Waldes. Dafür war der Waldboden noch erstaunlich trocken. Kurze Zeit später erblickten wir zum ersten mal die Schmidtburg. Im Laufe des Vormittags haben wir sie elegant einmal fast umrundet bis wir sie endlich erkunden konnten. Zum „Glück“ waren die Bergbaugrube und das nachgebildete Keltendorf Altburg geschlossen. Sonst wären wir zeitlich heute komplett verloren gewesen.

Nach der ausführlichen Erkundung der Burg ging es weiter. Wir spürten bereits die ersten Tropfen beim verlassen des Waldes und auf dem freien Feld entwickelten sich die paar Tropfen zu einem ausgewachsenen Schauer. Auf den Wegweisern ist die Teufelshütte bereits einige Zeit ausgeschildert und wir beschlossen dort eine Pause zu machen. Der Regen wurde immer stärker und unsere Stimmung ein wenig grummeliger. Die konfusen Kilometer bzw Meter angaben bis zur Hütte waren dabei nicht hilfreich. Der steile Anstieg tat sein übrigens. Ich hatte schon nicht mehr geglaubt das die Teufelshütte wirklich existierte als sie an der Weggabelung endlich im Regen  auftauchte, unsere Rettung!
Um etwas abzutropfen war die Pause ganz gut aber da der Regen nicht nachlassen wollte gingen wir etwas weniger grummelnd weiter bis zum Teufelsfelsen. Die Aussicht war noch trübe aber es hörte auf zu regnen und klarte langsam etwas auf.

Die steilen felsigen Anstiege begleiteten uns den ganzen Nachmittag und waren atemberaubend und leeeeiiiicht schweißtreibend… Ja, die tolle Aussicht ist es ja immer wert, ich weiß und bin schon wieder still. Wir fühlten uns wirklich wie im Märchenwald. Moosbewachsene Steine, kaum sichtbare Pfade und das Steinmännchenfeld, wie in einem Traum.
Nur das man nicht so stark am keuchen ist im Traum wenn es wieder bergauf geht. 😂
Den letzten Anstieg und der Besuch auf der Burgruine Koppenstein haben wir uns für heute gespart und sind dem Abzweig nach Gemünden gefolgt. Die drei extra Kilometer bis zur Unterkunft nach der anstrengenden Etappe spüren wir beide in den Beinen. Das gibt morgen bestimmt leichte Anlaufschwierigkeiten. Mindestens einige gefluchte uuuhs und aaahs. 🤭

An der Unterkunft angekommen warf ich direkt einen Blick auf die Speisekarte und war bei der Mischung etwas irritiert. Neben dem Jägerschnitzel gab es unter anderem noch Frühlingsrollen und gebratene Ente mit Gemüse. An der Rezeption klärte es sich ganz schnell auf. Das Haus und die Wirtschaft schaut recht traditionell aus, die Hausherrin ist eine Asiatin. Eine unerwartet coole Mischung.

Randnotiz des Tages: Heute war es wieder eine Eiche zum kuscheln.

Der Soonwaldsteig 1.Etappe – Kirn bis Forellenhof Reinhartsmühle

Heute fällt der Startschuss für den Soonwaldsteig. Geplant ist die erste Etappe von Kirn bis zum Forellenhof Reinhartsmühle. Etwa 13 km laut der Beschreibung. Das Auto stellten wir an einem empfohlenen Parkplatz ab und suchten nach dem Einstieg zum Soonwaldsteig. Der war direkt um die Ecke und ging ganz klassisch, bergauf.
Was auch sonst an einem Wandermorgen, so will es Murphys Gesetz des Wanderns. 😉
Das dieses erste Bergauf nicht das letzte sein wird, war uns klar. Das es aber mit das leichteste sein sollte am ende des Tages nicht.

Die Landschaft und die Wege sind sehr abwechslungsreich. Zuerst ging es in einen Eichenwald der sofort als verwunschener Märchenwald  durchgeht. Hänsel und Gretel sind uns dort nicht über den Weg gelaufen und zum Glück auch nicht die Hexe. Dafür gab es tolle Aussichten und viele süße Kleinigkeiten am Wegesrand zu entdecken.

Vorbei am Kallenfels bis  zum Schloss Wartenstein ging es ratz fatz. Dort schlichen wir um die Burg herum und genossen die Aussicht.
Weiter ging es bergauf um gleich wieder  bergab zu gehen, immer den zahlreichen Schildern und Pfeilen folgend. Das es immer noch Leute gibt die sich bei der Ausschilderung verlaufen will ich gar nicht glauben. 🙈
Zwischendurch beschlich uns das Gefühl das wir die Gesamthöhenmeter deutlich überschreiten und mindestens die Hälfte schon auf dem ersten Tag ablaufen. Der Blick auf das GPS war deprimierend. Es sind definitiv viel weniger Höhenmeter aufgezeichnet wie unser keuchen und die müden Beine behaupten.

Die Rast an einem Aussichtspunkt mit Bank gab einen guten Schub vorwärts. Dank auch des „wunderbaren Wander Wassers“ das wir mit unserem Lunchpaket bekommen haben. Das steht wirklich so auf der Flasche drauf! Ein Zaubertrank wie bei den Galliern 😁 so das man den Weg leichtfüßig und quasi schwebend zurück legt. Spätestens bei der letzten Steigung auf dem LETZTEN Kilometer war mir klar, das der Zaubertrank nicht wirkt! Himmelhilf das war bislang der heftigste Anstieg seit langem. Keuchend oben angekommen zeigte der Wegweiser direkt wieder nach unten, na danke 🥵.

Die Kilometerangaben auf den Wegweisern sind sich auch noch uneinig was die Entfernung zum Tagesziel angeht. Auf dem Soonwaldsteig sind es laut Schild noch 0,2 Km und auf dem Saar-Hunsrück Steig sind es zum gleichen Ziel nur noch 0, 1km…
Ich entscheide mich für letzteren und nach der Kurve stolpern wir schon fast die Tür zum Forellenhof rein. Wie kurz 200 Meter auf einmal sind 😅
Mitten im Nirgendwo nehmen wir das Angebot an, einen Tisch fürs Abendessen zu reservieren und sorgten mit unseren 5 Sachen direkt mal wieder für Chaos im Zimmer.

Kleine Notiz am Rande: Mein Kuschelbaum war heute eine Kastanie.

Traumschleife Kirschweiler Festung- von Felsen und Gnomen

Tag zwei und die Entscheidung ist, noch vor dem Frühstück, auf einen weiteren Zertifizierten Premium Rundwanderweg gefallen. Ja ich habe an diesem Titel gerade einen Narren gefressen und ich gehe ganz stark davon aus das mich das durch den ganzen Urlaub begleitet. 😂

Für das Frühstück war mehr als ausreichend aufgetischt worden, so das wir auf freundliche Nachfrage uns noch eine Brotzeit machen durften. Viel zu vollgefuttert (schon wieder) machten wir uns auf die Socken nach Kirschweiler. Die Straßen sind abenteuerlich kurvig und die kleinen Ortschaften haben für uns schon leicht komische Namen und sorgten für den ein oder anderen Lacher.
Der Wanderparkplatz am „Golfplatz
Edelstein“ war so gut wie leer und wirklich direkt am Startpunkt im Wald. Das „Betreten auf eigene Gefahr“ Schild ignorierten wir einfach und tauchten ein in eine fast geheimnisvolle Atmosphäre.
Feen und andere Zaubergestalten hab ich nicht gesehen aber einen kleinen Waldgnom adoptiert. Der wird mich weiter begleiten und sehr wahrscheinlich zu einigem Unfug anstiften. 😇
Nicht das ich das auch ohne Gnom schaffe…
Der Weg heute war Super! Eine leicht höhere Herausforderung bei der Ausschilderung war vorhanden genauso wie beim erkennen der schmalen Pfade quer Beet durch die verschiedener Wälder und Felsformationen. Viele Aussichten auf die Landschaft rundherum gab es zwar nicht, langweilig wurde es trotzdem nicht so verschlungen wie die Pfade sind.

Die Highlights folgten diesmal auch recht kurz hintereinander mit dem Ringkopf, eine alte keltische Ringwall Anlage und Kirschweiler Festung. Beide mit schönen Aussichten und Möglichkeiten über diverse Stein und Felsformationen zu klettern. Die Festung ist keine wirkliche Festung sondern eine natürliche Quarzit Felsformationen. Mist, schon wieder keine Chance auf den Traumprinzen mit seinem Schimmel… 🤷 Als Alternative hab ich beschlossen jeden Tag mit einem Baum zu kuscheln. Memo an mich selbst: bei dieser Aktion darauf achten das keine Waldameisen sich den selben Baum ausgesucht haben als Ort zum verweilen.
Der Abstieg führte an vielen Steinfeldern vorbei über Stock und Stein und gelegentlich im weg rumliegenden Bäumen. Das „Betreten auf eigene Gefahr“ Schild am Anfang hängt nicht ohne Grund dort. 🙈


Kurz vor dem Finale begegnete uns zum zweiten Mal eine Frau und wir kamen ins Gespräch und bekamen die Empfehlung auf jeden Fall noch zum Erbeskopf zu fahren. Dort holten wir die fehlenden Aussichten des Tages in einem Rutsch nach. Der Tipp war super und definitiv den Abstecher wert. Jetzt wurde es langsam Zeit nach Kirn zu fahren um in unserer Unterkunft einzuchecken. Morgen geht es auf dem Soonwaldsteig los, 85 km aufgeteilt in 5 Etappen und insgesamt 2.650 Höhenmeter… das wird sooooo klasse! 😁
Die Unterkunft war leicht zu finden, ich hoffe das ist die nächsten Tage genauso einfach.
Ein kurzer Abstecher in die Innenstadt für ein Eis war noch drin und jetzt lassen wir den Abend gemütlich ausklingen.