Wortspielereien

Nach meiner „Zeitlos“ Reihe wäre theoretisch das Wortspiel „Wortlos“ an der Reihe. Schmuck machen braucht schon Ideen und kreative Phasen aber „Wortlos“, … nein dazu fällt mir (noch) nicht so wirklich was ein. Viel spannender finde ich es derzeit wie beim Scrabble mit den Wörtern zu spielen. 🙂 Ich hatte für einen Anhänger nach langer Zeit meine Buchstabenpunzen aus den untiefen meiner Schublade gekramt und gleich losgelegt. Der Anhänger war auch schnell fertig und ich damit zufrieden.

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Stargazing 

Den klaren Sternenhimmel in den letzten Tagen konnte ich nicht ungenutzt lassen. Weiter wie bis in den Garten bin ich zwar nicht gekommen aber die Experimente mit der kleinen Action Cam von Rollei können sich sehen lassen.  😊 

Wer ganz genau hinschaut kann auf den folgenden Bildern sogar den großen Wagen erkennen.

Viel Erfolg beim suchen 😀 

​Logoso bis Finisterre – 3 Etappe Camino Finisterre

 SONNE! Endlich Sonne, blauer Himmel satt und warm. Perfektes Wetter für den letzten Lauftag. Also für mich wenigstens ich das es einige gibt denen das gleich schon wieder zu warm ist aber ich genieße das. Beim frühen Start in Logoso war es noch etwas frisch aber die Jacke hab ich schon auf den ersten Kilometer an den Rucksack gehängt. An der Bar in Hospital, ein Ort weiter, hing ein Schild  hier die letzte Bar für 15 Kilometer ist. Da ich aber vor nicht ganz zwei Kilometer erst mein Frühstück hatte bin ich das Risiko eingegangen sie zu überspringen 😉 

Das passte schon ich hatte noch Schokolade einstecken und Diverse andere Knabbereien. 

Die Schoki musste etwa 20 Kilometer vor Finisterre dran glauben. Den da war der Punkt wo ich das Kap mit dem Leuchtturm das erste mal am Horizont sehen konnte. Eine verdiente Pause mit Aussicht!  Ab hier geht es meistens Bergab und  dem Ende entgegen. 

Die nächsten fünf Kilometer bis Cee waren schnell Gelaufen und der Kaffee definitiv verdient. Ab hier führt der Camino mal mehr oder weniger dicht an der Küste lang bis direkt zum großen Strand von Finisterre. 


Dort am Anfang vom Strand zu stehen und den Wellen zuzuschauen wie sie rein gerollt kommen ist toll! Endlich wieder am Meer, juhuu! 

Von hier in die Stadt sind es nicht mehr ganz zwei Kilometer für die hab ich allerdings verhältnismäßig lang gebraucht, da ich schon gleich am Muscheln sammeln war. O:) 

Für die Unterkunft hatte ich Glück und auf Anhieb ein Einzelzimmer für zwei Nächte bekommen.  Nach den ganzen Herbergen musste das sein. Ich habe keine fünf Minuten gebraucht und habe mit meinen wenigen Klamotten das totale Chaos im Zimmer ausbrechen lassen, ups. 

Nach dem Duschen bin  ich auf einen kurzen Abstecher zum Hafen und nochmal an den Strand. Abends war ich dann am Leuchtturm mit dem Mädel aus Wien verabredet um dort den Sonnenuntergang anzuschauen und auf die letzten drei Tage und überhaupt anzustoßen. 
Am Leuchtturm war gar nicht viel los und wir suchten uns einen gemütlichen Stein für unser Picknick aus. Kurz bevor die Sonne unterging kam eine Herde Ziege und bewegte sich total geschickt über die Felsen dort.  Fast wäre die Sonne unbemerkt untergegangen da ich total fasziniert den Ziegen zugeschaut hatte.  

Den letzten Sonnenschein hab ich nicht verpasst 😉 

Müde sind wir die drei Kilometer wieder zurück in den Ort und haben so in den letzten drei Tagen etwa 93 Kilometer zurück gelegt. Die Blase an meinem Fuß hatte somit ihre Daseinsberechtigung gehabt. Zum Glück die einzige 😉 

Ich werde jetzt noch die nächsten Tage in Finisterre und Santiago genießen bevor mein Flieger nach Hause startet. 

​Piaxe A Pena bis Logoso – 2. Etappe Camino Finisterre 

Der zweite Tag ohne Regen, yipieh! Bislang schaut es eigentlich ganz gut aus das ich die Strecke bis Finisterre in drei Tagen schaffe. Morgen sind es nochmal etwa 31 Kilometer wenn die Angaben auf den Wegmarkierungen halbwegs stimmen. Die Landschaft hat sich heute über den Tag einige mal geändert und dadurch war es wieder sehr schön und spannend zu laufen. Einige ordentliche Anstiege gehören einfach dazu wie zum Beispiel der Monte de Aro. Der seinem Namen jetzt wirklich alle Ehre macht, denn hier ist die Wegführung geändert worden und zwar weg von der  Straße über den Berg drüber. Die Aussicht war Super von dort oben und der Wolkenflug spannend zu beobachten. Auf den Gegenwind beim „Aufstieg“ hätte ich zwar gern verzichtet aber das wären ja schon wieder zu viele Wünsche auf einmal. Das geht nun wirklich nicht. 😉 

Oh und in zwei Bars gab es kleine Einkaufsmöglichkeiten was ganz gut war so konnte ich meinen ersten Verlust der Strecke ausgleichen …  Ich Trottel hab mein Shampoo und Seife in der Herberge in Santiago stehen lassen. Zur „Strafe“ muss ich jetzt eine große Flasche durch die Gegend tragen. Zum Glück nur noch bis morgen, das sollte ich schaffen 😉 Und für alle Unken zu Hause als Info: meine Kamera lebt noch! Sie ist im Regen nicht ertrunken und ich habe sie nicht verloren!!!

Von Olveiroa bis Logoso hatte ich die letzten beiden Anstiege eigentlich viel schlimmer in Erinnerung als sie letztendlich waren. In Logoso angekommen ist die Bar und Herberge absolut nicht zu übersehen da sie direkt am Weg liegt.  Feierabend für heute mit laufen. Jetzt nur noch was zu Essen organisieren und dann ist dieser Tag auch schon wieder vorbei. 

​Santiago bis Piaxe A Pena – 1. Etappe Camino Finisterre 

Juhuu mein erster Tag ohne Regen! Es braucht so wenig um einen guten Tag zu haben 🙂 Ok die Tage vorher waren auch schön keine Frage aber so definitiv noch mal viel angenehmer. Aus Santiago raus hab ich ein Mädel aus Wien getroffen und wir sind den Tag über zusammen gelaufen. Es ist schon spannend wie auf einmal komplett neue Gesichter auf dem Camino Finisterre unterwegs sind. Der erste Tag nach Santiago und alles ist anders. Jetzt sind viel mehr Pilger unterwegs und auch die Wege haben sich geändert die Landschaft ist Hügeliger, die Häuser gepflegter und der Camino geht viel, viel weniger an der Straße lang. 

In Ponte Maceira machten wir in einem Café direkt an einer alten Brücke eine länger Mittagspause. Dort ist es immer wieder total schön. Von dort ist es nur noch ein kurzes Stück bis Negreira. Hier hab ich sonst den ersten Tag beendet aber heute wollte ich noch ein Stück weiter. Eigentlich würde ich diesmal gerne den Weg bis Finisterre in drei vier Tagen laufen. Wenn es die nächsten Tage so gut läuft wie heute ist das auch kein Problem, meine Fitness ist doch nicht so schlecht wie ich vor der Tour befürchtet hatte O:). 

In Negreira machten wir noch ein kurze Kaffeepause in der Sonne bevor wir uns auf die letzten nicht ganz „fünf“ Kilometer machten. Naja eigentlich waren es knapp über sieben Kilometer, da ich ein paar Kilometer unterschlagen hatte die ich auf der Karte übersehen hatte, ups. 

Passt schon wir sind trotzdem in einer guten Zeit an der neuen Herberge angekommen und haben gleich das Pilgermenü beim Einchecken mitbestellt.  Nach und nach trudelten mehr Pilger ein und die Herberge füllte sich.  Das Abendessen war super lustig und das lag nicht nur an dem Wein! Unter anderem waren in der Gruppe zwei Italiener die locker als Comedy Duo auftreten könnten. 

Was ein Glück muss ich morgen die Herberge nicht so früh verlassen denn es wurde doch einen ticken später als üblich O:) 

​Sigüeiro bis Santiago – 6 Etappe Camino Inglese 

Gestern Abend kam in der Gruppe die Frage auf ob wir auch zusammmen das letzte Stück gehen möchten. Wir waren uns schnell einige ja das machen wir da wir uns alle auf Anhieb gut verstanden haben. So war es ein schöner und theoretisch kurzer Lauftag. Da wir aber in fast jede Bar auf dem Weg nach Santiago eingefallen sind zogen sich die letzten 16 km doch etwas länger. O:) 
Die Erste Bar die wir ansteuerten lag etwas abseits vom Weg aber da ein ordentlicher Regenschauer über uns zog machten wir diesen kurzen Abstecher.  Die Idee hatten neben uns aber auch noch mindestens 30 andere. So sind wir in einer Flut von Leutenmit in das Café gespült worden. Ein Blick auf die ließ uns vermuten das wohl der Gottesdienst vorbei ist und nun alle zum zweiten Frühstück dort waren. Beim verlassen war die Sonne am scheinen und wir halbwegs wieder trocken. 

Das passte schon irgendwie den der Weg war genauso Abwechslungsreich wie das Wetter 😉 

Bei jedem Aufstieg kam die Frage ob jetzt bald Santiago zu sehen ist, leider nein da es doch zu versteckt liegt.
Die Kilometerzahlen auf den Wegmarkierungen wurden schnell einstellig und ich sah endlich meine Chance den fünf Kilometer Stein zu umarmen. Den gibt es ja leider nicht mehr auf dem Camino Frances. Beim fünf Kilometer Stein hatte sich der Regen auch wieder mal verzogen und so war das Foto kein Problem, yeah!

Auf den letzten drei Kilometer in Santiago selbst schafften wir es tatsächlich uns noch zweimal zu verlaufen, Unglaublich!  Das Mädel in Ferrol in der Touristen Information hatte mich ja gewarnt das es auf dem letzten Stück etwas dürftig ist mit der Beschilderung aber da es dahin so gut war hatte ich mir keine Gedanken mehr darüber gemacht. Nicht hilfreich war es das genau in dem Moment ein ordentlicher Schauer wieder durchzog. In der Altstadt angekommen, ca noch 100 bis 150 bis zur Kathedrale war der Hunger doch so groß das wir erst in eine Bar sind um eine Kleinigkeit zu Essen und schon mal anzustoßen O:). 
Beim verlassen war der Regen wieder vorbei und wir haben es nochmal geschafft falsch zu laufen. 

Lachend auf dem Plaza do Obradoiro angekommen fielen wir uns erst in die Arme und machten dann die Erinnerungsfotos. Nach einem kurzen Abstecher in das neue Pilgerbüro um die Compostela abzuholen trennten wir uns erstmal und jeder ging in seine Herberge. Wir hatten uns für später im Gottesdienst verabredet. Nach der Messe saßen wir noch eine Weile zusammen um uns dann voneinander zu verabschieden. Ich starte Morgen meinen zweiten Teil der Reise nach Finisterre. 

​Hospital de Bruma bis Sigüeiro – 5. Etappe Camino Inglese 

Seit heute sind es definitiv mehr Pilger die auf dem Camino Inglese unterwegs sind. Der Start in den Tag war langsam und gemächlich. Es ist noch früh im Jahr und es ist wenig los in den Herbergen, so war es bisher meistens der Fall das ich statt 8:00 Uhr bis 9:00 Uhr Zeit hatte die Herberge zu verlassen. Ein Blick aus dem Fenster zeigte mir es regnet nicht, juhuu!  Dafür ist total neblig…  Ok es ist weniger nass von oben und daher definitiv eine Verbesserung. 

Beim ersten Kaffeestop und zweiten Frühstück kamen fast alle Pilger aus der Herberge wieder zusammen und es dauerte nicht lange bis noch eine Gruppe dazu kam.  Langsam wird es voll 😉 
In wechselnden Gruppen gingen so recht schnell und kurzweilig die etwa 25 km bis Sigüeiro vorbei.  Inklusive diverser Stops in Bars und Cafés am Weg natürlich, daß gehört einfach dazu.

Nachdem der Nebel sich langsam verzogen hatte war es heute richtig schön zu laufen. Im Gegensatz zu den Tagen vorher recht wenig an der Straße lang sondern viel über kleinere Pfade durch Wälder oder auch Hohlwege.  Das war richtig schön und irgendwann kam auch die Sonne raus, so darf es weitergehen!

In Sigüeiro angekommen mit drei weiteren Pilgern blieb ich spontan in einer anderen Herberge als ursprünglich angedacht. Eine süße Familiär Herberge  die sogar Frühstück mit anbietet. Das erste mal! Nach der Dusche hatte ich mich mit den anderen Verabredet auf Bier und ein gemeinsames Abendessen. Das Bier hatten wir auch schnell nur das Abendessen war erstmal eine kleine Odyssee. Das erste mal auf dieser Tour bin ich an der typischen spanischen Zeit gescheitert.  Egal wo wir gefragt hatten Essen gibt es erst ab 20:30!? Verdammt es ist noch nicht mal 19:00 Uhr und wir haben Hunger! Es half nichts und so machten wir einen kleinen Rundgang durch die Stadt und kehrten zurück in die erste Bar und vertrieben uns dort die Zeit bis wir Essen bestellen konnten.  Auch hier wieder super lecker und es absolut wert zu warten. Satt und müde zurück in der Herberge ist jetzt Schlafen gehen angesagt 😉  

​Miño über Betanzos bis Presedo – 3. Etappe Camino Inglese 

Wirklich schön war die heutige Strecke nur bedingt. Das lag zum einen daran das es fast ausschließlich an mehr oder weniger befahrenen Straßen oder festen Wegen durch den Wald lang ging. Meine armen Füße! Nicht unbedingt förderlich war noch der leichte Regen der kontinuierlich vom Himmel fiel. Immerhin nur ein leichter Regen. Kein Vergleich zu dem Schutt der mich noch vor dem Wecker am frühen Morgen durch das prasseln auf dem Dach der Herberge hochschrecken ließ. Es hilft ja nichts, ich will ja irgendwann in Santiago ankommen und bis ich soweit war um die Herberge zu verlassen, war es nur noch ein leichte Tröpfeln. Trotzdem, zu zweit durch den Regen zu laufen ist schon nicht so spaßig aber alleine ist einfach nur langweilig.

So war ich froh Betanzos schon früh zu sehen. Gegen 11:00 Uhr war ich dann auch in der Innenstadt und hatte ein nettes Café gefunden um mich halbwegs trocken zu legen. 

Nach dem späten zweiten Frühstück schlenderte ich ein wenig durch die Stadt um die Entscheidung, weiter zu gehen oder nicht, noch etwas heraus zu zögern. An der Pilgerherberge war die Entscheidung gefallen, ich suchte mir noch eine Bar für ein Mittagessen um dann weiter zu gehen. Nach gestern schlauer geworden bestellte ich mir nur eine kleine Portion um diesmal besser den nächsten Berg hochzukommen.  😉 

Hat auch fast funktioniert, das schnaufen war schon etwas weniger. Dafür schauten mich alle die mir begegnet sind mit einem Grinsen im Gesicht an. Es kommt anscheinend nicht so häufig vor das ein blauer Schlumpf mit kurzen Beinen die Straßen im Regen lang stolpert.  Ja, zugegeben, ich sah auch etwas seltsam aus in meinem blauen Regenponcho! Eigentlich mag ich Ponchos nicht so wirklich aber da kaum Wind war dachte ich, ich gebe dem Ding eine Chance. Es hat halt den Vorteil der Rucksack passt mit drunter und der Regen läuft nicht zwischen Rücken und Rucksack herunter. Der große Nachteil : ich habe unwahrscheinlich viel drunter geschwitzt, mehr wie in der Regenjacke! Er hat seinen Dienst getan und als es endlich am Nachmittag trocken wurde hab ich ihn ganz schnell  wieder weg gepackt. Der Schlumpf ist nun wieder normal unterwegs 😉 

In Presedo angekommen war die Herberge nicht zu übersehen und hey ich bin heute nicht alleine. Zwei weitere Pilger sind hier zum übernachten. 

Nach einem kurzen Plausch war die heißersehne warme Dusche ein Segen!  Obwohl hier nur fünf Häuser in etwa sind gibt es eine Bar, das Abendessen ist gesichert 🙂 

Einen klitzekleinen Pluspunkt hat sich das heutige Wetter verdient. Meine Hosenbeine sind fast wieder sauber. Ich muss sie vorerst doch nicht waschen 😀 

​Concello de Neda über Pontedeum bis Miño – 2. Etappe Camino Inglese 

Ich bin kaum auf dem Camino und schon raus aus dem typischen Rhythmus wie die meisten Pilger ihre Tageseinteilung machen. Dazu kommt noch das ich gestern mit Blick in die Unterkunftsliste festgestellt habe, das ich eine Herberge früher als gedacht gestoppt hatte. Macht nichts so hatte ich den Luxus einer Herberge komplett für mich 😀 Das war diesmal auch gar nicht gruselig.  
Kurz vor acht geht in etwa die Sonne auf und um den dreh bin ich auch gestartet. Den ersten Kaffeestop legte ich schon eine halbe Stunde später ein, in der ersten Bar auf dem Camino.  Mit noch einem zusätzlichen Keks, ich hatte bereits welche zum Kaffee, wurde ich von der Betreiberin der Bar mit einem Buen Camino verabschiedet. 

Es ist noch etwas frisch so früh am Morgen aber die Sonne scheint und ein bisschen blauer Himmel ist auch zu sehen. Die dunklen Wolken hinter mir ignoriere ich einfach. 

Die Wegweiser sind meistens schon auf einige Entfernung zu erkennen und so ist es nicht schwer den Weg zu finden. Lustig ist es wenn ich doch in eine Straße oder Weg einbiege um ein Foto zu machen. Garantiert ist dann jemand hinter mir der wild gestikulierend versucht mich daran zu hindern „falsch “ zu laufen. Das ich den Wegweiser gesehen habe geht dabei unter und ich werde schon fast an die Hand genommen um an der richtigen Stelle abzubiegen… Ich bin brav mitgegangen und habe Si si gesagt und artig einen schönen Tag gewünscht. 

Pilgerschnecken!

So viele Menschen mir gestern noch begegnet sind umso leerer ist der Pfad heute. Ok, bislang hatte ich auch nur aus Ferrol raus einen Pilger getroffen der den Camino Inglese geht mehr sind mir noch nicht begegnet. Dafür war der Weg heute sehr abwechslungsreich durch die ersten kleinen Eucalyptuswälder und andere Waldabschnitte immer rauf und gleich wieder runter. 
Kurz vor Pontedeum kam ich von einem matschigen Waldpfad auf eine große breite frisch asphaltierte Straße.  Also wirklich frisch, die Walze kam gerade rückwärts piepend an mir vorbei getuckert.  Ein Blick um die Ecke zeigte mir aber das ich hier runter muss. Der eine Bauarbeiter gab mir ein Wink das ich da runter gehen kann. Ganz brav bin ich dann im Graben neben der Asphaltstraße gelaufen. Bei einem Blick zurück sah ich das der Bauarbeiter mir nochmal zuwinkte das ich AUF der Straße laufen soll. Vorsichtig setze ich einen Fuß nach dem anderen auf die warme Asphaltdecke.  Puh die Wärme hab ich bis in die Hosenbeine hoch gespürt!

Nach diesem Abenteuer ging es nur noch Bergab bis Pontedeum. Kurz vor der Brücke fing es leicht an zu Regnen machte aber nichts ich wollte hier eine längere Mittagspause machen und suchte eine Bar wo es was zu Essen gab. Lecker, lecker!  Nach dem Essen schaute ich kurz in meinen Reiseführer und las mit erschrecken, das die ersten eineinhalb Kilometer auf der Etappe die steilsten des Tages sind. Super, ich probiere dann mit dem vollen Bauch mal  aus, locker den Berg hochzurollen! Schnaufend oben angekommen, ja ich kann das auch, war die Aussicht auf das Tal einfach nur schön. Der Rest des Weges bis Miño lief fast konstant nur noch abwärts durch Wälder und kleine Ortschaften. 

In der Herberge angekommen belegte ich eins der vielen freien Betten und machte mich ohne Rucksack gleich wieder auf die Socken. Auf der Karte hatte ich gesehen das direkt hinter der Herberge ein kleiner Pfad zum Strand führt.  

War das schön dort!  Nach einer Weile auf einer Bank bin ich einmal den ganzen Strand lang und wieder zurück, immer ausschau haltend was ich wohl so vor meinen Füßen finde.  Klar wieder viel zu viele Muscheln O:) 

Ich hab es aber geschafft sie auf fünf wieder zu reduzieren. Der Rest wurde zu einem Bild im Sand verwendet. 

Vom Wind einmal durchgepustet bin ich zurück zur Herberge um den Abend langsam ausklingen zu lassen.