Verflixte Technik!

Ach ja, ich komme mir vor wie auf einen Freitag den 13. dabei ist der doch schon eine Weile her und ich glaube noch nicht mal daran.

Nach dem Wecker klingeln lief erst noch alles ganz normal bis ich mit meinem morgen Kaffee einen Blick auf mein Handy geworfen habe. Das Speicherkartensymbol leuchtete mich an und sagte mir, fast schon aggressiv, Speicherkartenfehler!! Mein erster Gedanke: Verdammt! Der zweite Gedanke: ganz ruhig bleiben und das Telefon neu starten.
Ein guter Gedanke nur hat er nichts gebracht … 😦 ganz im Gegenteil durch die fehlerhafte Karte wollten einige Apps nicht mehr richtig mitspielen. Ein Kartentausch ist nun unvermeidbar inklusive der Arbeit um wieder alles zum laufen zu bringen. Passt, hab ja momentan viel Zeit die ich eigentlich anders nutzen wollte. Mit einem tiefen seufzen hab ich das Werkzeug zum entfernen der Speicher und Simkarte raus gekramt und aus einer meiner Kameras die Micro-SD Karte. Da hab ich zum Glück noch ein paar Karten zur Verfügung. Während ich auf der Karte nachgeschaut habe was noch drauf ist und dem formatieren versuchte ich den Kartenslot am Telefon mit dem futzeligen Werkzeug zu öffnen. Erst weigerte die Klappe zu sich zu öffnen um dann mit einem plopp mir um die Ohren zu fliegen. In hohem Bogen schossen die Speicherkarte, die Simkarte und der Halter durch die Gegend. Den Halter hab ich als erstes gefunden und die Speicherkarte auch recht zügig nur die Simkarte war weg! Verfixte Sch****!

Nachdem ich mich, die Sitzecke in der Küche und den Schrank hinter mir verzweifelt abgesucht hatte fiel mein Blick auf die noch halbvolle Kaffeetasse… Bitte bitte sei nicht in den heißen Kaffee gefallen.
Nicht mehr so leise vor mich hinschimpfend schüttete ich den guten, den ersten Kaffee am frühen morgen, vorsichtig in die Spüle um die Karte im Zweifelsfall aufzufangen. Das Ergebnis? Nichts, niente, nothing! Die Simkarte hat sich in Luft aufgelöst. Verzweifelt das Handy zu schütteln hilft definitiv auch nichts, hab ich festgestellt. Die Karte ist im Bermudadreieck meiner Küche auf mysteriöser Weise verschollen.

Richtig gefrustet machte ich mir einen zweiten Kaffee und entdeckte aus dem Augenwinkel ein kleines Plastikteil unter der Heizung. Nein, keine Halluzination sondern wirklich die vermisste Karte, juchuuu!!

Supervorsichtig und mit leicht zittrigen Fingern, bloß nicht wieder fallen lassen, hab ich die neue SD-Karte und die Simkarte eingesetzt und mit einem tiefen Luftholen das Telefon neu gestartet.

Kurz vor dem asthmatischen Kollaps das erlösende aufleuchten des Displays. Es funktioniert!

Jetzt sitze ich hier und kopiere nach und nach meine noch zu rettenden Daten von der kaputten Speicherkarte zurück aufs Telefon. Meine Bilder konnte ich schon mal alle retten! Der Rest ist relativ egal 😉

Jetzt kann ich mit euch über das ganze herzhaft lachen und wünsche allen einen ruhigeren Start ins Wochenende als meinen und das die Technik weiter brav seinen Dienst tut.

Camino del Norte 16.Tag Etappe – Comillas über San Vicente de la Barquera bis Serdio

Heute den Tag kann ich ganz leicht und schnell zusammen fassen. Er bestand zum großen Teil aus Strandhopping. Von einem Traumstrand zum nächsten das Leben kann sooooooo schön sein. 😁 Von Comillas nach an den Strand von La Venta über den Berg bis Oyambre und kilometerweit am Strand entlang bis San Vicente. Ich weiß ich wiederhole mich aber die Aussicht war wieder wunderschön und hat die schmerzenden Füße ein wenig wtt gemacht. Vorne das Meer und im Hintergrund erst die sanften Grashügel und dann die Berge, der Parque Nacionale de Pico de Europa. Spätestens jetzt in San Vicente war das leckere Frühstück, Churros mit Kaffee bzw Kakao, abtrainiert und Platz für das Mittagessen. Nicht nur ich bin im Hobbit Modus und immer hungrig. 😅
Der restliche Weg bis Serdio führte gefühlt nur Bergauf an einer Stelle konnten wir uns für den langen offiziellen Weg entscheiden oder den kürzeren Camino forestale. Da wir keine Lust mehr hatten an der Straße lang zu gehen entschieden wir uns für den kürzeren Weg durch den Wald. Die Steigung war da schon zu sehen allerdings kein Wald. Ein paar Bäume aber definitiv kein Wald. Ganz oben angekommen war der kleine Ort schon zu sehen und wir machten eine Punktlandung an der öffentlichen Herberge. Ein paar Pilger wren schon da aber niemand zum Check – In. Das kam dann später am Tag noch.

Camino del Norte 13.Tag Etappe – Güemes über Santander bis Bezana

Für heute war schon klar das es der letzte Tag zu viert sein wird. Das Pärchen aus dem Ruhrpott kommt nur noch bis Santander mit und muss sich in zwei Tagen auf den Weg nach Hause machen. Frühstückszeit war passend zum Sonnenuntergang und war wunderschön zu beobachten da die Herberge oben auf einem Hügel ist. Gestern vor dem Abendessen wurden uns die drei Möglichkeiten nach Santander zu kommen erklärt. Schnell war klar wir gehen den schönen direkt an der Steilküste entlang, der mit 15km auch die längste Variante ist. Der Blick von einer Bucht in die nächste war klasse! Der schmale Weg wurde ganz oft auf der einen Seite von einem Maisfeld begrenzt. Auf der anderen Seite trennte nur eine kleine
Brombeerhecke den Weg vom Abhang. Augen auf beim geradeaus laufen, sag ich da nur.

Relativ zügig erreichten wir den Strand von Somo und klar, es ging barfuß bis fast zum Ende durch. Das ist Kneippkur, Peeling und gleichzeitig Entspannung für die Füße und gleicht den vielen Asphalt fast wieder aus. Von Somo aus geht es mit der Fähre nach Santander rüber. Von jetzt auf gleich sind wir mitten im Stadtgetümmel und irgendwie direkt überfordert. Den Caminoschilder folgend sind wir zusammen zur Pilgerherberge um dort einen Stempel für unsere Credenciale zu holen. Da die Kathedrale über Mittag geschlossen ist verabschiedeten wir uns nun voneinander. Das Paar aus dem Ruhrpott muss hier Schluss machen da der Urlaub fast zu Ende ist. Jetzt sind von den vier Musketiere zweie noch übrig die tapfer weiter laufen werden, vorerst.

Etwa 9 km nach Santander steuerten das Mädel aus der Hamburger Ecke und ich die Herberge in Bezana an. Wir waren uns erst nicht sicher ob wir überhaupt noch zwei Plätze bekommen da die Herberge offiziell nur mit 14 Betten ausgestattet ist. Es war noch genug Platz vorhanden und die Herberge einfach knuffig ganz zu schweigen von der Herbersmama. Es war wie den Abend zuvor ein wunderbarer gemeinsamer Abend. Komplett anders viel kleiner, kuscheliger und sehr familär. Superlustig war die Aktion vor dem Essen. Auf ansage mussten alle ihr Handy abgeben und sie wurden am Kopfende der Tafel gesammelt. Ich dachte schon ok das gibt einen „Handyfreien“ Tisch beim Essen. Weit gefehlt die Herbersmama machte in einer wahnsinnigen Geschwindigkeit mit jedem Handy ein Gruppenfoto von allen uns sorgte sogar dafür das alle zu sehen waren. Verstecken war zwecklos 😅
Dann hieß es auf die Teller fertig los. Der anschließende Abwasch ging Hand in Hand und war fix erledigt. Für die morgige Etappe gab es noch eine lange Erklärung wo wir wie am besten langgehen um nicht 40 sondern „nur“ etwa 23 km bis Santillana del Mar laufen müssen. Abkürzungen sind prima und eine Station mit dem Zug fahren zeugt von kreativer Wegfindung. 😂
Ich bin gespannt ob das morgen wirklich alles zu finden ist was da erklärt wurde.

Camino del Norte 12.Tag Etappe – Santona bis Güemes

Die kurze Nacht steckte allen in den Knochen als wir am frühen Morgen aufbrachen. Zu allem überfluss fing es auch noch an zu regnen. Das tat der guten Stimmung keinen Abbruch. Am Strand teilten wir uns auf zweie sind an der Straße entlang ich hatte mich entschieden über den Berg zum anderen Strand Richtung Noja zu gehen. In begleitung von einem Mädel aus der Hamburger Ecke flogen wir fast den „Berg“ rauf. Die Aussicht war wie immer genial. Ein sehr schmaler, sandiger und steiniger Pfad führte relativ nah am Rand über die Kuppe. Der Farn war stellenweise Schulterhoch und mit Brombeersträuchen durchzogen. Ein paar Kratzer hatte ich mir den Vortag schon geholt und ich war der Überzeugung das es nun noch ein paar mehr sind. Wieder heil unten angekommen zeigte ein kurzer Blick auf die Beine, alles gut. Das Lambadatanzen um den Dornen, Brennnesseln und sonstigem kratzigen Zeugs auszuweichen sah zwar etwas etwas seltsam aus war dafür erfolgreich. Barfuß im weichen Sand am frühen Sonntag morgen… saukalt an den Füßen aber schööön!

Ab Noja ging es wieder viel an der Straße entlang. Die Landschaft um uns herum war abwechslungsreich genug das um uns abzulenken. In Güemes angekommen suchten wir die anderen an der Herberge. Die waren bereits in der anderen im Ort angekommen was für uns beudeute noch etwa anderthalb km weiter zu gehen. Dort angekommen gab es direkt ein gemeinsames Mittagessen widerstand war zwecklos. 😅
Bis zum gemeinsamen Abendessen war jetzt viel Zeit und die verbrachten wir mit quatschen, ausruhen Wäsche waschen. In der Herberge waren für diese Nacht 85 Pilger aus 22 Ländern zusammen gekommen. Einfach nur Irre!

Camino del Norte 10.Tag Etappe – Onton bis Islares

So wie der gestrige Lauftage aufhörte fing er heute gleich wieder an. Zurück auf die Asphaltpiste. Neben und unter der Autobahn entlang und das am frühen Morgen. Frisch war es auch noch und ein leichter Regen zog über die Pilgerschar hinweg. Die Stimmung unter uns war trotzdem ausgelassen vielleicht schon leicht ins alberne gehend… es könnte auch Galgenhumor sein. Da die Straße kein schnelles Ende nehmen sollte. Endlich in Castro Urdiales angekommen machten wir eine Frühstückspause mit Blick auf den Hafen und das Meer. Immer weiter führte der Weg an der Küste entlang. Die Aussicht war sehr schön aber immer noch zu viel Asphalt. Als der Weg auf einen steinigen unebenen Trampelpfad abbog atmete fünf Pilger und ihre Füße zeitgleich auf. Das Stück war für meinen Geschmack viel zu kurz brachte uns aber fast bis vor die Tür zum Campingplatz in Islares. Passend zur Mittagszeit. Während dem Essen schauten wir welche Möglichkeiten wir es für den Tag an Herbergen und weiteren Unterkünften haben. Diese sind sehr sehr eingeschränkt. Eine kleine Herberge noch einen Ort weiter und theoretisch hier ein Hotel das nicht erreichbar ist. Ein Blick in den Pilgerführer zeigte das der Campingplatz zelte für Pilger für die Nacht anbietet. Auf Nachfrage zeigte sich es ist Platz und wir bezogen kurz darauf einen kleinen Palast. Ein großes festes Zelt mit zwei Schlafkabinen und festen Betten. Der Vorraum war ausgestattet mit Kühlschrank, Mikrowelle, einem Tisch und ausreichend Stühlen. War das toll einmal den Rucksack komplett auszuräumen und den Inhalt queerbeet zu verteilen 😁
In Ruhe Duschen, Wäsche waschen und dann noch ein wenig den Strand genießen was will das Pilgerherz noch mehr.
Gegen 22:00 Uhr war es fast komplett ruhig auf dem Platz und wir sagten uns bald gute Nacht.

Camino del Norte 3. Tag Etappe – Ulia bis Orio

Es war sehr ruhig in der Nacht und so kam das Weckerklingen etwas plötzlich. Die Dämmerung hatte noch nicht begonnen und ich wunderte mich das gefühlt noch keiner auf den Beinen ist. Fast 40 Leute waren in der Nacht in der Herberge und in Zelten untergebracht da musste doch schon jemand wach sein. Ganz und gar wenn Frühstücken bereits seit einer halben Stunden möglich ist. Nachdem ich mich aus Zelt und Schlafsack rausgeschält hatte und auf die Herberge zugelaufen bin war da ordentlich was los.

Nach einer kurzen Badrunde gesellte ich mich zu den anderen am Frühstückstisch. Halbwegs wach puzzelte ich wieder alles in meinen Rucksack zurück und war bereit los zu gehen. Vor der Herberge waren schon fast alle von der gestrigen Gruppe wieder versammelt. Zusammen sollte es nach Donastia San Sebastiàn gehen. Da wir gestern schon ein gutes Stück weiter als angedacht gelaufen sind war es jetzt quasi ein Katzensprung am frühen Morgen. Immer den Berg runter gab es bald eine Stelle von der wir einen Blick auf die Stadt werfen konnten. Mein erster Gedanke oh wie groß, direkt abgelöst von oh wie schön!. Von drei Seiten eingebettet von Hügeln und zwei Strände so weit das Auge reicht und das endlose Meer. Der Strandspaziergang musste noch etwas auf sich warten lassen den erst wurde ein Schuster gebraucht um eine Sohle am Wanderschuh zu reparieren. Praktisch das nebenan direkt ein Café ist. Mit dem zweiten Frühstück war das Energielevel aufgeladen und Zeit für den Strand.

Auf der Promenade zog ein Teil der Gruppe die Schuhe aus und über den weichen Sand ging es direkt zum Meer. War das kalt im ersten Moment! Ich hab mich schnell an die Temperaturen gewöhnt und dann ging es schwatzend und mit einem Auge nach unten gerichtet (man könnte ja was schönes finden) an der Wasserlinie bis zum Ende der langen Bucht. Nach einer ausgedehnten Pause und einer Kleinigkeit zum Mittagessen ging an den ersten Aufstieg und raus aus der Stadt. Vielleicht ist nicht unbedingt schlau zur größten Tageshitze zu starten, da der Weg zuerst durch ein Waldgebiet führte war es ok. Beim weiteren Aufstieg kamen wir durch ein kleines Örtchen dort entdeckten wir eine aufgebaute Stempelstelle. Mit Stuhl und Wasser für die Pilger um kurz durchzuschnaufen.

Der weitere Weg führte recht konstant oben über die Hügel entlang abwechselnd von Farn, Sträuchern oder Obstbäumen gesäumt. Weiter führte ein Richtung Orio, Dank Werbung geschädigt musste ich ständig an die Kekse bei dem. Namen Denken. Das Hohenprofil zeigte theoretisch noch eine ganz böse Steigung aan und dann einen sehr steilen Abstieg in den Ort rein. Da wir uns bereits relativ hoch befanden fragte ich mich immer wieder wo soll denn noch die Steigung kommen bis… naja bis wir an den Punkt gekommen sind wo wir auf einer alten Kopsteinplaster Straße und endgültig Bergab bewegten. Von Stein zu Stein ging es locker für mich den Weg nach unten. An dem Konvent St. Martin holten wir uns noch einen Stempel für die Pilgerausweise ab um dann in Orio in einer privaten Unterkunft zu übernachten. Es dauerte keine 10 Sekunden und ich hatte meinen Rucksack Inhalt einmal im mich herum verstreut in der Bude. Gut das ich nicht so viel dabei habe. Nach dem alle einmal durchs Bad durch waren „trauten“ wir uns unter die Bevölkerung um zu Abend zu essen und mit vollen Bäuchen müde ins Bett zu fallen.

Camino del Norte – 2. Etappe Irun bis in etwa Ulia

Der Start in den ersten richtigen Tag auf dem Camino hab ich langsam anlaufen lassen. Kurz nach acht hab ich die Unterkunft verlassen um über die Straße in die erste Bar fürs Frühstück zu fallen. Wach und gestärkt machte ich mich auf in die Altstadt von Hondarribia. Seeehr schön und den kurzen Abstecher und die extra Kilometer absolut wert. Am Marktplatz hab ich einen Radpilger getroffen der Rückwärts auf dem Norte unterwegs ist. Quasi auf dem Nachhauseweg. Nach dem kurzen Plausch suchte ich mir noch mal eine Bar für ein zweites Frühstück und kurz um die Ecke zu flitzen, ja Mädchen halt 😏


Jetzt war ich bereit für den ersten steilen Aufstieg des Tages. An der Erimita de Guadeloupe machte ich eine erste Pause und weihte meinen noch jungfräulichen Zeichenblock ein.

Von da führte der Weg weiter und weiter Bergauf. Aber wo es hoch geht, geht es irgendwann noch weiter nach oben und vielleicht irgendwann abwärts. Die Höhenroute hatte es ganz schön in sich und ich war ganz gut am pusten und schwitzen. Schatten war Mangelware oben auf dem Grat dafür gab es einen laues Lüftchen.


Kurz vor dem höchsten Punkt, Jaizkibel, mit grandioser Aussicht sah die eigentliche Spitze nicht so einladend aus, mit den riesen Funkantennen. Dafür ging es jetzt auf den abwärts Part über Stock und Stein begleitet gelegentlich von einer Echse. Eine ist tatsächlich ein paar Meter vor mir her und schaute immer wieder frech über die Schultet zu mir nach dem Motto, komm doch, komm doch.

Der strahlend blaue Himmel bedeutete auch ordentlich Sonne und so atmete ich auf als es in den Wald ging. Schatten endlich etwas Schatten dafür ist das laue Lüftchen weg. Alles auf einmal geht halt nicht. Im Wald traf ich an einem Abzweig auf eine Gruppe die ich heute in aller Früh schon mal gesehen hatte. Es stellte sehr schnell sich raus das alle aus Deutschland kommen. Nach dem wir feststellten das wir alle die gleiche Herberge ansteuern wollten ging es gemeinsam weiter. An der Herbege angekommen mussten wir noch etwa eine dreiviertel Stunde warten bis zur Öffnung. Die Hospitalera kam pünktlich um die Ecke und zählte erst mal durch. 14 Plätze gibt es und vor der Tür warteten 14 Leute passt eigentlich. Dann hatte sie erklärt das sie jungen Leute bittet noch eine Herberge die ca 3,5 km entfernt ist weiter zu gehen. Es ging ihr darum das sie für die späten und älteren Pilger noch einen Platz übrig hat.

Die ganze Gruppe mit der ich unterwegs entschied sich weiter zu gehen. Nach weiteren steilen Anstiegen und unendlich vielen Treppenstufen am Berg. Die letzten drei kurven zogen sich unendlich bis das erlösende Herbergsschild endlich auftauchte. Dort wurden wir super nett empfangen und gleich geschaut wie wir unterkommen können. Einige Extra Zelte wurden auf dem schön angelegten Gelände aufgebaut. Einen kühlen Willkommensdrink gab es noch obendrein. Nach dem die Schlafplätze eingeteilt waren wurde es schon Zeit zum Abendessen zusammen zu kommen. Die heißersehnte warme Dusche musste zu gunsten dem knurrenden Magen noch warten. Da wir alle ungeduscht am Tisch waren fiel das gar nicht auf. Das holten wir nach und nach beim gemütlichen zusammen sitzen nach. Ein entspannter Abend in guter Gesellschaft.

Fields of gold

Gestern bin ich etwas später als üblich zur Hunderunde gestartet und hatte die „große“ Kamera spontan noch über die Schulter geworfen. Die Kornfelder haben sich golden gefärbt und werden zum Teil schon abgeerntet. Zusammen mit dem schönen weichen Abendlicht ergibt das eine tolle Stimmung auf Landschaftsbildern. Klar die ein oder andere Spielerei in der Nachbearbeitung konnte ich mir nicht verkneifen ich bin halt ein Spielkind in dieser Richtung und habe Spaß dabei. 😇😁

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​Hospital de Bruma bis Sigüeiro – 5. Etappe Camino Inglese 

Seit heute sind es definitiv mehr Pilger die auf dem Camino Inglese unterwegs sind. Der Start in den Tag war langsam und gemächlich. Es ist noch früh im Jahr und es ist wenig los in den Herbergen, so war es bisher meistens der Fall das ich statt 8:00 Uhr bis 9:00 Uhr Zeit hatte die Herberge zu verlassen. Ein Blick aus dem Fenster zeigte mir es regnet nicht, juhuu!  Dafür ist total neblig…  Ok es ist weniger nass von oben und daher definitiv eine Verbesserung. 

Beim ersten Kaffeestop und zweiten Frühstück kamen fast alle Pilger aus der Herberge wieder zusammen und es dauerte nicht lange bis noch eine Gruppe dazu kam.  Langsam wird es voll 😉 
In wechselnden Gruppen gingen so recht schnell und kurzweilig die etwa 25 km bis Sigüeiro vorbei.  Inklusive diverser Stops in Bars und Cafés am Weg natürlich, daß gehört einfach dazu.

Nachdem der Nebel sich langsam verzogen hatte war es heute richtig schön zu laufen. Im Gegensatz zu den Tagen vorher recht wenig an der Straße lang sondern viel über kleinere Pfade durch Wälder oder auch Hohlwege.  Das war richtig schön und irgendwann kam auch die Sonne raus, so darf es weitergehen!

In Sigüeiro angekommen mit drei weiteren Pilgern blieb ich spontan in einer anderen Herberge als ursprünglich angedacht. Eine süße Familiär Herberge  die sogar Frühstück mit anbietet. Das erste mal! Nach der Dusche hatte ich mich mit den anderen Verabredet auf Bier und ein gemeinsames Abendessen. Das Bier hatten wir auch schnell nur das Abendessen war erstmal eine kleine Odyssee. Das erste mal auf dieser Tour bin ich an der typischen spanischen Zeit gescheitert.  Egal wo wir gefragt hatten Essen gibt es erst ab 20:30!? Verdammt es ist noch nicht mal 19:00 Uhr und wir haben Hunger! Es half nichts und so machten wir einen kleinen Rundgang durch die Stadt und kehrten zurück in die erste Bar und vertrieben uns dort die Zeit bis wir Essen bestellen konnten.  Auch hier wieder super lecker und es absolut wert zu warten. Satt und müde zurück in der Herberge ist jetzt Schlafen gehen angesagt 😉