24.08.22 – Vindolanda, eine Schokoladenfabrik und zum Schlafen in die Kirche



Heute geht es zurück gen Süden, vorher wollten wir uns aber noch das römische Fort & Museum Vindolanda anschauen. Ein bisschen Kultur darf es sein und nach der etwas längeren Tour gestern darf es heute entspannter sein. Überpünktlich standen wir auf dem Parkplatz und mussten noch etwas Zeit vertrödeln. Das Museum macht erst um 10:00 Uhr auf, ja vorher nach den Öffnungszeiten zu schauen ist zu einfach, das kann ja jeder. 😛
Am Ticketschalter gab es den Hinweis, dass um 11 Uhr eine Free Guided Tour angeboten wird. Wir bedankten uns für die Info und erkundeten erst einmal das Gelände. Hier wird aktiv gegraben und gestern wurde ein römischer Schuh gefunden, wie die Dame uns freudestrahlend an der Kasse erzählte. Das dürfte dann Schuh Nummer 4.001 sein, da die weltgrößte römische Schuhsammlung hier in Vindolanda bislang 4.000 Stück zählte. 😉
Ich fand das sehr spannend den Freiwilligen und Archäologen beim Graben über die Schulter schauen zu können. Langsam wurde es Zeit zum Treffpunkt für die Tour zu gehen, die wir mitmachen wollten. Wie in der Honister Slate Mine war der Tourguide pfiffig und wortgewand und erzählte mit einer guten Portion Humor, wie hier im Fort und der Siedlung das Leben vor fast 2.000 Jahren war. Nach der Führung schlichen wir durchs Museum und gönnten uns im Anschluss noch Kaffee und Scones.
Wenn ich schon hier in der Ecke rumkrauche, muss ein Besuch in Orton in der Schokoladenfabrik sein. Die gute Nachricht ist, dass die Schokoladenfabrik noch existiert und wunderbar leckere Schokolade im Verkauf hat, aber …. die schlechte ist, dass das angeschlossene Café dauerhaft geschlossen ist. Ich hatte mich so auf das Mittagessen und die heiße Schokolade gefreut gehabt, leider leider keine Chance mehr. Bei der Schoki haben Steffi und ich trotzdem zugeschlagen und ich fürchte ein wenig, dass sie es nicht bis nach Hause schaffen wird. 😀
Bis Kirkby Stephens ist es jetzt nicht mehr weit und wir peilten dort die freie Jugendherberge an. Die ist in einer alten Kirche untergebracht und echt knuffig. Wir klopften, wie schon die ganze Zeit, an die Tür direkt an und siehe da, es gab noch ein Zimmer für uns. Ausgestattet mit einem Pincode für die Haupttür und unser Zimmer, ganz altmodisch per SMS, konnten wir uns häuslich einrichten. Die Besitzerin ist tiefenentspannt und kommt irgendwann zum Einchecken und Bezahlen. Auf dem Weg zum Abendessen begegnete sie uns und schickte uns direkt in ihr Lieblingspub. Das Essen war sehr lecker und das Bier gab uns die entsprechende Bettschwere mit. 😉
Morgen wollen wir rauf auf den Nine Standard Rigg, natürlich wieder einmal der höchste Punkt der Gegend.

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