22.08.22 Hadrians Wall bei Haltwhistle – 1. Tag


Heute Morgen weckten mich freudestrahlend diverse Muskeln in meinem Körper, die ich offensichtlich laaaaaange nicht benutzt hatte. Das Nächste, das mir im halbwachen Zustand durch den Kopf schoss, „Was zum Henker hab ich da gestern getan???“, in Deutschland wäre dieser Weg über Striding Edge, so wie wir ihn gegangen sind, undenkbar. Nicht ohne volle Kletterausrüstung und entsprechender Einweisung, nicht zu vergessen hunderte Wegweiser, damit man ja nicht vom Pfad abkommt.
Es war ein Wahnsinns Abenteuer und ich bin tatsächlich stolz auf Steffi und mich, dass wir das so gut gemeistert haben. Wir sind uns aber auch einig, DEN Aufstieg machen wir nicht mehr 😀

Nach dem Frühstück eierten wir zum Auto, um weiter nach Norden zu fahren. Die nächsten zwei Tage möchten wir am Hadrians Wall verbringen. Nach kurzer Suche im Internet fanden wir in etwa die Stelle, die uns gestern von Einheimischen empfohlen worden war und gleich einen passenden Campingplatz – Hadrians Wall Camping. Nach etwa einer Stunde Fahrt hielten wir kurz vor dem Ziel an einem Infocenter an. Dort holten wir uns eine Wanderkarte für die Gegend, in der ein paar Rundwege eingezeichnet sind, das langt. Wieder ist unsere Taktik aufgegangen einfach am Campingplatz direkt nach einem Stellplatz zu fragen. Wir haben einen schönen Rasenplatz bekommen auf dem wir uns ausbreiten können.
Geübt haben wir alles aufgebaut und sind dann losgezogen um ein weiteres Infocenter aufzusuchen, das uns vom Campingplatzbesitzer ausgedeutet wurde. Da uns das als zu wenig Bewegung für einen Wanderurlaub vorkam, machten wir direkt eine Rundtour daraus und nahmen natürlich auf dem Rückweg den höchsten und den Mittelpunkt vom Hadrian’s Wall mit. 😀
Zufrieden machten wir uns Abendessen und tüddelten noch ein wenig mit unseren Bildern, die wir den Tag über gemacht hatten, herum.

Anmerkungen des Tages:

Technik im englischen Regen ertränken – Check (Mein Telefon erholt sich so langsam, mag aber noch nicht aufladen.)

Kuhnahtoderfahrung auf der Weide – Check (da gehen wir nicht mehr lang)

Völlig sicherungsfreies Bouldern am Berg auf etwa 900 Höhenmetern – Check (einmal Striding Edge im Leben langt)

Komplett durchnässt auf Wanderwegen unterwegs sein – Check (ich fürchte allerdings, das wiederholt sich)

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