Wenn es wo raufgeht muss es gleich ordentlich sein und das über Stock und Stein, wortwörtlich genommen. Das war das Motto der heutigen Etappe.
Beim Frühstück ließen wir uns etwas Zeit denn beim aufstehen konnten wir schon das rauschen des Regens hören. Bis wir startklar und gegen den Regen eingepackt waren, hörte es auf.
Auch gut und so ging es flotten Schrittes los. Auf den ersten Kilometer kamen wir durch einen Tunnel der mitten ins Schiefergebierge gebaut ist. Sehr spannend auf jeden Fall. Über uns tropfte und rauschte es im Blätterdach des Waldes. Dafür war der Waldboden noch erstaunlich trocken. Kurze Zeit später erblickten wir zum ersten mal die Schmidtburg. Im Laufe des Vormittags haben wir sie elegant einmal fast umrundet bis wir sie endlich erkunden konnten. Zum „Glück“ waren die Bergbaugrube und das nachgebildete Keltendorf Altburg geschlossen. Sonst wären wir zeitlich heute komplett verloren gewesen.











Nach der ausführlichen Erkundung der Burg ging es weiter. Wir spürten bereits die ersten Tropfen beim verlassen des Waldes und auf dem freien Feld entwickelten sich die paar Tropfen zu einem ausgewachsenen Schauer. Auf den Wegweisern ist die Teufelshütte bereits einige Zeit ausgeschildert und wir beschlossen dort eine Pause zu machen. Der Regen wurde immer stärker und unsere Stimmung ein wenig grummeliger. Die konfusen Kilometer bzw Meter angaben bis zur Hütte waren dabei nicht hilfreich. Der steile Anstieg tat sein übrigens. Ich hatte schon nicht mehr geglaubt das die Teufelshütte wirklich existierte als sie an der Weggabelung endlich im Regen auftauchte, unsere Rettung!
Um etwas abzutropfen war die Pause ganz gut aber da der Regen nicht nachlassen wollte gingen wir etwas weniger grummelnd weiter bis zum Teufelsfelsen. Die Aussicht war noch trübe aber es hörte auf zu regnen und klarte langsam etwas auf.






Die steilen felsigen Anstiege begleiteten uns den ganzen Nachmittag und waren atemberaubend und leeeeiiiicht schweißtreibend… Ja, die tolle Aussicht ist es ja immer wert, ich weiß und bin schon wieder still. Wir fühlten uns wirklich wie im Märchenwald. Moosbewachsene Steine, kaum sichtbare Pfade und das Steinmännchenfeld, wie in einem Traum.
Nur das man nicht so stark am keuchen ist im Traum wenn es wieder bergauf geht. 😂
Den letzten Anstieg und der Besuch auf der Burgruine Koppenstein haben wir uns für heute gespart und sind dem Abzweig nach Gemünden gefolgt. Die drei extra Kilometer bis zur Unterkunft nach der anstrengenden Etappe spüren wir beide in den Beinen. Das gibt morgen bestimmt leichte Anlaufschwierigkeiten. Mindestens einige gefluchte uuuhs und aaahs. 🤭

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n der Unterkunft angekommen warf ich direkt einen Blick auf die Speisekarte und war bei der Mischung etwas irritiert. Neben dem Jägerschnitzel gab es unter anderem noch Frühlingsrollen und gebratene Ente mit Gemüse. An der Rezeption klärte es sich ganz schnell auf. Das Haus und die Wirtschaft schaut recht traditionell aus, die Hausherrin ist eine Asiatin. Eine unerwartet coole Mischung.
Randnotiz des Tages: Heute war es wieder eine Eiche zum kuscheln.