Positiv am Morgen war definitiv das Frühstück. Gestern Abend wurde gemeinsam eine Uhrzeit zum aufstehen vereinbart und entsprechend dann die Frühstückszeit festgelegt. Wir wren uns schnell einig 6:30 Uhr aufstehen und ab 7:00 Uhr gibt es Frühstück.
So ein entspanntes und gemütliches miteinander hab ich noch auf keinem Camino erlebt. Fast alle saßen beim Frühstück zusammen tauschten sich aus und keiner verbreitete Hektik.
Vom sehr gemütlichen Frühstück abgesehen war der restliche Tag sehr ungemütlich.
Die gestern erklärten Abkürzungen haben wir alle gefunden was auch ganz gut war denn das Wetter war heute einfach furchtbar. Heftige Regenschauer, Gewitter und ordentliche Windböen haben uns ordentlich zugesetzt
Anfangs ging es noch halbwegs mit dem Regen bis Boo de Pielagos zur Bahnstation war es ein leichter stetiger Regen. Nach der Bahnfahrt, nur eine Station um eine gefährliche Brücke zu überqueren, hörte es kurz sogar auf zu tröpfeln. Das Glück hielt nicht lange an und es schüttete von jetzt auf gleich wie aus Kübeln und das nicht nur einmal an diesem Tag. Meine Schuhe, eigentlich echt gut bei Regen, liefen von oben durch den starken Regen einfach voll. Dafür hat die Regenjacke durchgehalten was mich positiv überrascht hat. Zum abtropfen und ein zweites Frühstück stolperte nach und nach die Pilgerschar in die erste offene Bar am Weg. Fast trocken ging es in einer kurzen Regenpause weiter um gleich in den nächsten Schauer zu kommen. Ich hatte das Gefühl das sobald meine Hose fast wieder trocken war es ein Signal gab und die Schleusen am Himmel sich öffneten. Völlig fertig kamen wir in Santillana del Mar an und stolperten die Tür ins Convent rein, dort gi t es Zweibettzimmer für die Pilger. Eine schöne abwechslung zu den großen Schlafsäalen der letzten Tage und ess hat die heiße Dusche gut getan.
Durch das Wetter hatten wir Santillana according del Mar in Rekordzeit erreicht und so am Nachmittag „Freizeit“. Was macht man als Pilger dann mit der Zeit? Klar die Beine etwas vertreten und einem Spaziergang zu den Sehenswürdigkeiten. 😇
Die Höhle von Altamira, eine Nachbildung, ist ein beliebtes Ausflugsziel. Nur zwei Kilometer den Berg rauf und später wieder runter ist doch ein Klacks. Zurück im Convent war bal Zeit zum Abendessen das war wieder sehr lustig und ging Kreuz und quer durch die Sprachen. Das hat den regnerischen Tag wieder etwas ausgeglichen. Wir konnten fast schon drüber lachen.