Camino del Norte 3. Tag Etappe – Ulia bis Orio

Es war sehr ruhig in der Nacht und so kam das Weckerklingen etwas plötzlich. Die Dämmerung hatte noch nicht begonnen und ich wunderte mich das gefühlt noch keiner auf den Beinen ist. Fast 40 Leute waren in der Nacht in der Herberge und in Zelten untergebracht da musste doch schon jemand wach sein. Ganz und gar wenn Frühstücken bereits seit einer halben Stunden möglich ist. Nachdem ich mich aus Zelt und Schlafsack rausgeschält hatte und auf die Herberge zugelaufen bin war da ordentlich was los.

Nach einer kurzen Badrunde gesellte ich mich zu den anderen am Frühstückstisch. Halbwegs wach puzzelte ich wieder alles in meinen Rucksack zurück und war bereit los zu gehen. Vor der Herberge waren schon fast alle von der gestrigen Gruppe wieder versammelt. Zusammen sollte es nach Donastia San Sebastiàn gehen. Da wir gestern schon ein gutes Stück weiter als angedacht gelaufen sind war es jetzt quasi ein Katzensprung am frühen Morgen. Immer den Berg runter gab es bald eine Stelle von der wir einen Blick auf die Stadt werfen konnten. Mein erster Gedanke oh wie groß, direkt abgelöst von oh wie schön!. Von drei Seiten eingebettet von Hügeln und zwei Strände so weit das Auge reicht und das endlose Meer. Der Strandspaziergang musste noch etwas auf sich warten lassen den erst wurde ein Schuster gebraucht um eine Sohle am Wanderschuh zu reparieren. Praktisch das nebenan direkt ein Café ist. Mit dem zweiten Frühstück war das Energielevel aufgeladen und Zeit für den Strand.

Auf der Promenade zog ein Teil der Gruppe die Schuhe aus und über den weichen Sand ging es direkt zum Meer. War das kalt im ersten Moment! Ich hab mich schnell an die Temperaturen gewöhnt und dann ging es schwatzend und mit einem Auge nach unten gerichtet (man könnte ja was schönes finden) an der Wasserlinie bis zum Ende der langen Bucht. Nach einer ausgedehnten Pause und einer Kleinigkeit zum Mittagessen ging an den ersten Aufstieg und raus aus der Stadt. Vielleicht ist nicht unbedingt schlau zur größten Tageshitze zu starten, da der Weg zuerst durch ein Waldgebiet führte war es ok. Beim weiteren Aufstieg kamen wir durch ein kleines Örtchen dort entdeckten wir eine aufgebaute Stempelstelle. Mit Stuhl und Wasser für die Pilger um kurz durchzuschnaufen.

Der weitere Weg führte recht konstant oben über die Hügel entlang abwechselnd von Farn, Sträuchern oder Obstbäumen gesäumt. Weiter führte ein Richtung Orio, Dank Werbung geschädigt musste ich ständig an die Kekse bei dem. Namen Denken. Das Hohenprofil zeigte theoretisch noch eine ganz böse Steigung aan und dann einen sehr steilen Abstieg in den Ort rein. Da wir uns bereits relativ hoch befanden fragte ich mich immer wieder wo soll denn noch die Steigung kommen bis… naja bis wir an den Punkt gekommen sind wo wir auf einer alten Kopsteinplaster Straße und endgültig Bergab bewegten. Von Stein zu Stein ging es locker für mich den Weg nach unten. An dem Konvent St. Martin holten wir uns noch einen Stempel für die Pilgerausweise ab um dann in Orio in einer privaten Unterkunft zu übernachten. Es dauerte keine 10 Sekunden und ich hatte meinen Rucksack Inhalt einmal im mich herum verstreut in der Bude. Gut das ich nicht so viel dabei habe. Nach dem alle einmal durchs Bad durch waren „trauten“ wir uns unter die Bevölkerung um zu Abend zu essen und mit vollen Bäuchen müde ins Bett zu fallen.

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