Eisriesenwelt in Werfen

Nach ein paar Tagen Erholung am Strand und zweimal durch Florenz streifen sind wir mittlerweile in Österreich angekommen. Gestern auf der Fahrt konnten wir zusehen wie im Auto die Temperatur Anzeige immer weitet nach unten ging. Der erste Tiefpunkt war auf dem Tauern mit etwa 6- 7 Grad und Schneeregen. Jetzt weiß ich wenigstens warum ich die warmen Klamotten mitgeschleppt habe 😉
Als wir in Pfarrwerfen von der Autobahn abgefahren sind entdeckten wir gleich ein Campingplatzschild. Prima die übernachtungsfrage ist damit geklärt. Wir hatten uns gedanklich schon darauf eingerichtet wieder im Auto zu übernachten als wir einen Bungalow angeboten bekamen, mit richtigen Betten und sogar einem Heizöfchen. Nach dem halben Tag im Auto war uns nah Bewegung und so gingen wir die etwa zwei Kilometer in den Ort Pfarrwerfen um dort eine heiße Schokolade zu trinken. Kurz bevor es dunkel wurde waren wir zurück am Campingplatz und machten es uns im Bungalow gemütlich. Im Auto schlafen ist dank meinem selbstgebauten Bett auch erstaunlich bequem aber es fehlt ein klein wenig an der Kopffreiheit.
Der nächste morgen war seeeeeehr frisch um nicht zu sagen ar***kalt! Mittlerweile haben wir einen Temperatur unterschied zu unserem letzten Tag in Italien in Florenz von etwa 30 Grad. Die perfekte einstimmung auf die Eisriesenwelt, denn die wollen wir heute besichtigen. Mit dem Auto ging es bis hoch zum Besucher Zentrum und von dort etwa 15 – 20 Minuten Fußweg bis zur Seilbahn Station. Vorab hatte ich schon gesehen das man auch bis zum Hohleneingang laufen kann und der Weg wird ab der Seilbahn mit 75 Minuten Laufzeit angegeben und man braucht Trittsicherheit auf alpinen Gelände. Nach kurzer Nachfrage ob der Weg bei dem aktuellen Wetter begehbar ist kam ein, ja passt schon. Mit dieser Auskunft machten wir uns auf die Socken. Der Weg ging fast genauso steil den Berg rauf wie die Seilbahn nur halt in Serpentinen. Puh, das war anstrengend aber ein toller Weg! Mit super Aussichten und ein oder zwei Berggemsen sind uns auch begegnet. Kurz bevor wir die obere Seilstation erreicht hatten lag da am Weggang Schnee! Hatte ich schon erwähnt das es kalt ist?! An der Seilstation angekommen machten wir einen kurzen Moment Pause um wieder zu Puste zu kommen und die Aussicht in der wärmenden Sonne zu genießen. Es wäre ja zu einfach wenn wir jetzt direkt mit der Höhlen Besichtigung starten könnten 😉 Bis zum Höhleneingang waren es noch mal etwa 15 min den Berg weitet hinauf. Oben angekommen warteten schon einige Leute um die Führung mitzumachen. Als es endlich losging wurden zwei Gruppen gebildet. Wir würden vorab schon gefragt englisch oder deutsch und unsere Antwort kam prompt mit: sowohl als auch und im Zweifel schließen wir uns der kleineren Gruppe an. Das brachte den Bergführer zum lachen und meinte das das dann seine Gruppe sein wird. So kam es dann das Franzi und meinereiner dann die englische Führung durch die Eisriesenwelt machten. Ausgestattet mit Grubemlampen zogen wir dann hintereinander wie die sieben Zwerge in den Berg rein.
Die Höhle war total faszinierend auch wenn wir von den 42 Kilometer Eishöhle nur einen besichtigt haben waren schon alle Highlights dabei, inklusive etwa 800 Treppenstufen hoch und runter. Die Temperatur in der Höhle liegt in etwa beim Gefrierpunkt aber da waren wir ja heute morgen auch schon nicht weit entfernt von. Den Kaiserschmarrn haben wir uns heute nach den über 500 Höhenmetern plus die Treppenstufen definitiv verdient und der war lecker!
Runter sind wir dann mit der Seilbahn die in etwa 3 Minuten Fahrzeit wieder an der Talstation angekommen war. Unser nächstes Ziel ist der Dachstein dort wollen Franzi und ich noch eine Höhle besuchen ehe es wieder nach Hause geht.

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