






Die Nacht war leider nicht so klar das man mehr wie ein paar einzelne Sterne hätte sehen können. Schade, dafür gab es gegen 23:00 Uhr ein lautes Feuerwerk in der Nähe das wir gut hören konnten. In etwa mit dem Sonnenaufgang waren wir wach und machten uns Frühstück um dann alles wieder einzupacken und los zu gehen. Unser Tagesziel war erst einmal Monzuno etwa 20 km mit unendlich vielen Höhenmetern laut Franzi und Buch. Die ersten Anstiege waren auch direkt ordentlich und uns wurde schnell warm. Der Morgendunst löste sich auf und die Sonne kam raus. An einem Abzweig waren wir am grübeln ob wir die direktere Strecke nach Badolo nehmen sollten oder die etwas längere mit eventuell mehr Aussicht. Die Entscheidung wurde uns von zwei Italienern abgenommen die meinten das die längere Streckenführung die schnellere Variante sei. Da beide Wege laut meinem GPS nach Badolo führen sollten war es ja egal. Die Aussicht war wirklich schön, nur kamen wir nicht mehr direkt zu dem Ort wo wir Pause machen wollten. Den extra schlenk wollten wir nicht machen und zogen durch bis Brento. Mit leicht knurrenden Mägen kamen wir passend für ein frühes Mittagessen im Ort an und fanden direkt eine offene Bar. Das Mittagessen fiel süß aus da es keine belegten Pannini gab und nur süßen Kuchen, auch Lecker! Während wir noch draußen sie Aussicht über das Tal am genießen waren zog sich der Himmel zu und ein leichtes grummeln war zu hören. Das leichte Gewittergrollen sollte uns noch bis zum Abend begleiten. Schneller als gedacht und gar nicht so müde wie erwartet erreichten wir Monzuno unser Tagesziel. Wir enterten die erste Bar im Ort die offen war um eine Pause einzulegen und noch mal im Buch die nächste Etappe anzuschauen. Wir waren keine Minute zu früh angekommen kam zeitgleich zu unserem Essen ein ordentlicher Gewitterschauer runter. Wir beschlossen währenddessen das wir die nächsten 10,9 km Bus Madonna di Fornelli noch dranhängen. Ja ich weiß wir sind verrückt aber uns war einfach danach weiter zu laufen. O:)
Trotz ordentlichen Steigungen auf den ersten etwa fünf km lief es sich sehr gut auf vielen schmalen Pfaden. Was nach dem langen Stück auf der Straße vor der Pause echt angenehm war. Von hier ab ging es nun größten Teils nur noch abwärts auf einer Schotterpiste. Unfallfrei sind wir in Madonna dei Fornelli angekommen und konnten direkt zwischen zwei Camping Möglichkeiten wählen. Vorab hatten wir schon entschieden wir nehmen heute nur einen Zeltmöglichkeit mit Dusche. Zwei bzw dann drei total verschwitzte Tage ohne Dusche hintereinander wollten wir keinem dem wir begegnen an tunund uns selbst auch nicht O:)
Gleich beim ersten B&B gab es Camping inklusive Dusche und einem Kaffee zum Frühstück. Perfekt nehmen wir! Pünktlich zum nächsten Regenguss stand unser Zelt fix und fertig in dem kleinen Garten und wir verkrümelten wir uns ins Zelt. Eigentlich hätten wir uns zum duschen nur vor das Zelt stellen müssen, ich hab die warme Dusche dann aber doch vorgezogen. Nach dem Franzi und ich wieder „ausgehfein“ waren sind wir für einen Teller Pasta in das Restaurant gegenüber gegangen. Lecker und zum Nachttisch gab es im Zelt noch für jeden ein Schokocroissant. Die bekamen wir in Brento geschenkt zur Stärkung auf unserem weiteren Weg. Total nett!
Nach plus minus 30 km waren wir natürlich platt und verkrochen uns in unsere Schlafsäcke für die Nacht.