Vogelsberg – Stausee-Tour Eschenrod

Was ein krasser Temperaturunterschied zu meiner letzten Wanderung! Im Hunsrück, vor zwei Wochen bin ich noch in kurzen Hosen und T-Shirt am schwitzen gewesen und jetzt bin ich sehr froh das ich meine Jacke mitgenommen habe! Nur 17 Grad hat mir meine Thermometer im Auto angezeigt als ich am Parkplatz vom Niddastausee ausgestiegen bin, brrrr.

Egal, Jacke anziehen, Hund und Rucksack aus dem Auto holen und los geht es. Wie beim Screenshot_20180825-192816letzten mal hab ich mich entschieden die Rundtour gegen den Uhrzeigersinn zu laufen. Meine heutige Wegmarkierung und die ersten Wegweiser zu den Mammutbäumen habe ich schnell entdeckt und so war es leicht auf dem richtigen Pfad zu bleiben.

Die Mammutbäume, der erste Erlebnisspunkt auf dieser Tour, waren sehr beeindruckend. Ganz besonders der größte Baum der mitten auf einer Lichtung steht. Da komme ich mir gleich noch mehr wie ein Zwerg oder Schlumpf vor. 😉

Direkt nach diesem Waldabschnitt kommt man zu dem Aussichtspunkt „Schöner Stein“. Um die Aussicht dort zu genießen verlässt man den Markierten Weg um etwa 50 m. Natürlich wollte ich mir das nicht entgehen lassen und bin abgebogen um zur Aussichtsplatform zu gehen. In der Kurve schauten mich plötzlich zwei Augen unter einem wuscheligen Pony aus dem Gebüsch heraus an. Wie süß ein neugieriges Kalb war mein erster Gedanke! Der zweite war verflixtes Vieh, denn das Kalb schlüpfte unter dem Zaun durch und lief mitten auf den Weg. Mama Kuh schnaubte direkt mal von der Weide los und ich schnappte mir Jamie und klemmte ihn unter den Arm um einen großen Bogen um das Kalb zu machen. Wenn ich eins beim Wandern in England gelernt habe, stehe nie zwischen Mamakuh und ihrem Nachwuchs!

Die Aussicht war trotzdem sehr schön und es sollte auch nicht meine letzter Kontakt mit jungen Kälbern und ihren Müttern sein.

Der Weg ging Abwechslungsreich weiter durch Wälder, über Wiesen und an unendlich vielen Obstbäumen vorbei.  Wie im Hunsrück entdeckte ich auch hier wieder die Jakobsmuschel und war wieder mal ein Stück auf dem Pilgerweg unterwegs mit dem Unterschied das ich diesmal den pinken und nicht gelben Pfeilen gefolgt bin. 😉

An der Burgerhütte machte ich meine Pause und Jamie hatte sich direkt in das bunte Laub fallen lassen und ist sogar eingeschlafen. Bis hier hatte er schon tapfer über 11 Km mitgezogen. Weitere 7 Km sollten noch kommen das hatte ich ihm aber nicht verraten. Ich hatte vorab etwas unterschätzt wie weit der Parkplatz vom Einstieg in die Runde entfernt ist. O:) So kamen am Ende noch 4 Km zum eigentlichen Weg dazu.

Als letztes Highlight kam noch das Geotop Alteburgkopf das für sich alleine schon ein gutes Ziel ist zum Erkunden und auf den Felsen zu klettern. Da ich schon recht spät dran war schaute ich mich in Ruhe um und hab das klettern aber sein lassen 😉 Das letzte Stück ging am fast leeren Niddastaussee entlang zurück zum Parkplatz. Jamie hat den ganzen Weg mitgezogen! Ich bin so stolz auf meinen Gauner ich hatte ihn nur an zwei drei Stellen getragen, dank den Kühen und am Schluß auf einem Schotterweg.

Wieder ein toller Tag und das Wetter hat gehalten auch wenn es frisch war 🙂

Hinterlasse einen Kommentar

Diese Seite verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden..