Hunsrück – Layensteig Strimmiger-Berg

Ein freier Sonntag und super Wetter die perfekte Kombination um Wandern zu gehen. Vorab hatte ich in einer neuen Wanderapp (die ich unbedingt mal ausprobieren wollte) nach Rundtouren gestöbert und bin unter anderem auf diesen Klettersteig gestoßen. Schnell war dann die Entscheidung gefallen das ich den bei Gelegenheit machen möchte.

An diesem sonnigen Sonntag war es dann soweit und ich packte meinen Rucksack und DSC_1821zog los. Im Hunsrück angekommen war das schwierigste den Einstieg in den Rundweg zu finden. Wegweiser gibt es ja ohne Ende in der Region aber den einen Richtigen zu finden ist die erste Herausforderung 😉 Eine große Hinweistafel mit allen Wanderwegen war bei dem finden sehr Hilfreich und ich konnte nun auch das erste mal das Symbol sehen welchem ich heute folgen wollte.

Die ersten 8 Km gingen relativ eben durch verschiedene Waldabschnitte und waren sehr angenehm zu laufen. Es ist schon ein großer unterschiede ob man auf Asphalt oder weichen Waldpfaden bzw angelegten Waldwegen unterwegs ist. Was mir direkt aufgefallen ist waren die vielen Schmetterlinge die kreuz und quer um mich herumflogen um auf den Blüten am Wegrand kurz zu stoppen. Ein Wegweiser viel mir schon von weitem auf, das Symbol kenne ich sehr gut und ich musste ja schon lachen als ich es entdeckte. Da fahre ich bis in den Hunsrück zum Wandern und wo lande ich wieder? Na klar auf dem Jakobsweg 🙂 Das passt schon, habe ich doch an meinem Rucksack die Muschel dauerhaft festgebunden.

Kurz vor dem ersten Klettersteig machte ich meine Mittagspause und verputzte die mitgebrachten Brote in der Gesellschaft von einer Wandergruppe aus Darmstadt. Tatsächlich die ersten Menschen die mir auf dem Weg begegnet sind. Wahrscheinlich haben sich viele von den sommerlichen Temperaturen vom Wandern abhalten lassen. Dabei führt der Weg meistens durch den schattigen Wald. Mir waren die Temperaturen egal und ich freute mich jetzt auf den ersten von drei Kletterabschnitten die über die letzten etwa 6 – 7 Km verteilt sind. Vor jedem Klettersteigabschnitt steht eine große Warntafel das man auf eigenes Risiko diesen betritt und man auch wahlweise ausen rum gehen kann (was lustigerweise von den Km kürzer ist wie der Kletterpart) Nach dem ich brav die Tafel gelesen hatte (nur die erste) ging es los quasi senkrecht die Steinwand hoch und dann über Stock und Stein weiter. Immer griffbereit war ein gespanntes Stahlseil das man zusätzlich zum halten hatte. Definitiv anstrengend aber die Aussicht ist es ja immer Wert nach oben zu steigen. 😉 Nach dem hoch kommt auch irgendwann der Part wo man vom Berg wieder runter muss … ach verdammt! Ich hatte ja eigentlich gehofft das ich die Leitern, die ich vorab in der Beschreibung gesehen hatte, hochklettern muss … leider nicht! Da stand ich nun vor der ersten Leiter und musste diese runter! Nachdem ich zweimal tief durchgeatmet hatte ging es und ich war froh gut unten angekommen zu sein.

Die beiden nächsten Klettersteige waren noch etwas länger und anspruchsvoller wie der erste und endeten mit einer laaaaaaangen zweigeteilten Leiter die ich natürlich auch wieder runter musste. Das Foto von unten finde ich ja immer noch beeindruckender als das von Oben 😉 Müde aber glücklich bin ich kurz drauf wieder am Auto gelandet.

Einen Rundweg zu laufen hat zwei ganz klare Vorteile: 1. es gibt keine falsche Richtung, egal wie rum ich gehe und 2. Ich muss mir keine Gedanken machen wie ich zurück zu meinem Ausgangspunkt (meinem Auto) komme. Hier auf dem Layensteig bin ich der Empfehlung der Wanderapp gefolgt und zwar gegen den Uhrzeigersinn zu laufen. Ob das die wirklich richtige Entscheidung war weiß ich nicht es war aber definitiv eine tolle Tour. Der Layensteig ist etwa 14 Km lang und wird als mittelschwer eingeschätzt wegen der Steigungen. Die Kletterpassagen haben echt Spaß gemacht und waren, wie ich finde, nicht zu schwer auch wenn die erste Leiter nach unten mich etwas überwindung gekostet hat.

Da ich schon in der Gegend war musste ich auf dem Rückweg noch einen Stopp einlegen. Ich wollte mir noch die Geierlay Hängeseilrücke anschauen und drüber gehen. Das ist schon eine Wahnsinnsbrücke die da über dem Tal hängt. 360 m lang und auf einer Höhe von 100 Metern und es hat gewackelt wie ein Schiff auf hoher See! Zum Glück bin ich auf der Brücke nicht Seekrank geworden 😉

 

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