Endlich nach Wochenlangem… Monatelangem, ach was schreib ich denn Jahrelangem Warten, Planen und Vorbereiten war es am Freitag den 13. August endlich soweit. Mit Koffer und Rucksäcken bewaffnet machten wir (Steffi, Lena und meinereiner) uns auf den Weg zum Flughafen mit Ziel Schweden.
Kaum in Göteborg gelandet, was ein süßer kleiner Flughafen, enterten wir glücklich unseren Mietwagen, der sogar eine Nummer größer ausfiel als gebucht. Da soll nochmal jemand behaupten Freitag der 13. ist ein Pechtag! Leicht hungrig
machten wir uns auf den Weg nach Halmstad, immer mit offenen Augen wo wir denn einkehren könnten. Ein großes goldenes M war auch schnell in Sicht und in direkter Nachbarschaft ein Ikea
* sigh* ja ich mit meiner vorlauten Klappe hatte, als wir am Planen waren, im Scherz gesagt wir müssen aber in Schweden auch mal zu Ikea gehen!“ * headdesk* nehmt mich doch nicht immer beim Wort 😛
Ruckzuck standen wir im Restaurant und hatten lecker Essen in Form vom Nudeln, Lachs und Köttbullar. Ohne weitere Schwierigkeiten kamen wir am Campingplatz an, holten unseren Zimmerschlüssel ab und warfen einen ersten Blick in den Flur des Vandrarhem (Jugendherberge). Ein wildes Schuhchaos empfing uns in Begleitung von Teenies im Alter von 12 bis 14 Jahren, oh ha zum Glück hatte Steffi Ohrenstöpsel mit eingepackt! Lena’s Kommentar als wir alleine im Zimmer waren Gott ich fühl mich alt!“ Tja Kind, was sollen dann erst Steffi und ich sagen?! 😉
Unsere Sorge war unbegründet die lieben kleinen waren Mucksmäuschenstill die Nacht. Ok vielleicht sollte man ihnen noch beibringen einen Türgriff auch Richtig zu benutzen und die Türen nicht einfach zuknallen zu lassen, davon abgesehen alles Paletti!
Samstag den 14. starteten wir mit einem gemütlichen Frühstück am Campingplatz und versuchten dabei die Bibelstunde nicht ganz und gar, durch lautes schmatzen, zu Stören O:) gegen Frühstücksende fiel plötzlich auf dem ganzen Campingplatz der Strom aus, was aber irgendwie keinen weiter störte. Wir packten unsere sieben Sachen zusammen und fuhren los nach Halmstad. Wir wollten vor dem Konzert noch ganz in Ruhe die Stadt erkunden. Quer Bett stiefelten wir durch Halmstad vorbei an der Bibliothek und hübschen Häusern, die Fußgängerzone rauf und runter, mit einem kurzen halt im Plattenladen am Marktplatz. Dabei überquerten wir auch einige Male den Nissan um dann in einem Hinterhof in einem gemütlichen kleinen Café erst mal zu Pausieren.
Gegen 16 Uhr machten wir uns auf den Weg zum Konzertgelände und die Vorfreude war entsprechend groß, nach ich weiß nicht wie vielen Jahren Roxette Live in Schweden zu sehen!
…mmh vielleicht sollte ich jetzt zur Erklärung mal gaaaaanz kurz die Zeit * hust* etwas zurückdrehen
nur um ein paar Jährchen O:)
Schon in den 90er bei der Chrash Boom Bang Tour von Roxette, war die verrückte Idee da Roxette einmal Live in Stockholm zu erleben, warum auch immer klappte es leider bei der letzten Tour nicht und so stand eine sehr lange Zeit des Wartens an!
Was wäre ein Open Air ohne Regen? Langweilig Richtig 😉 Pünktlich zum Einlass bzw. mit dem betreten des Geländes fing es nicht nur zu Regnen an sondern es goss wie aus Eimern!!!
Zum Glück hatten wir diese Einmal-Plastik-Regenponchos-Dinger mit, die sehen zwar nicht so Sonderlich schick aus helfen aber gut gegen das Nass was von Oben kommt. Die erste Vorband Vilkunja, war von der Musik sehr Rockig, aber auch recht eintönig gleichbleibend. Die einzelnen Songs konnte man nur durch die Ankündigungen auseinander halten. Die zweite Vorband Paintbox war Klasse, abwechselnd schnellere und langsamere Songs mal mit Gitarre/Bass mal mit Cello begleitet gingen die Lieder gut ins Ohr 🙂
Um 21 Uhr betraten dann Roxette mit Band die Bühne und rockten, mit Dressed for Success, Sleeping in my Car und Opportunity Nox im wahrsten Sinne des Wortes die Menge. Ach ja und der Regen hörte auch endlich auf 🙂 Etwas ruhiger zum durch schnaufen ging es mit Wish I could fly und unter anderem Perfect Day (ich liebe dieses Lied einfach Live) weiter. Ich mag jetzt nicht die ganzen Lieder im einzelnen aufzählen aber ein weiteres Highlight war Silver Blue. Auf einer Webseite war eine Umfrage gestartet worden welches Lied die Fans Live hören wollen und zu Per und Maries Überraschung wurde dieses Lied an die Spitze gewählt. Mit Dangerous und Joyride verabschiedeten sich die beiden dann zum ersten mal von der Bühne. Nach lauten Zugaben rufen gab es als erste Zugabe dann Listen to your Heart, das die Fans natürlich auch Wort für Wort laut mitgesungen haben. Als Überraschung und zweite Zugaberunde kam dann Gyllene Tider mit ihren größten Hits auf die Bühne und man glaubt es kaum aber es gab echt nochmal eine Steigerung was die Begeisterung anging! Für das letzte Lied, När alla vännerna gått hem, versammelte sich alle Musiker nochmal zusammen auf der Bühne und verabschiedeten sich vom Publikum.
Wow, was für ein Konzert der Livesound von Roxette hat sich definitiv geändert ist jetzt Rockiger Gitarrenlastiger und nicht mehr so technisch verspielt, gefällt mir persönlich aber sehr gut! Auch die Bühnenshow hat sich geändert, wirkt jetzt spontaner und nicht mehr so durch choreographiert. Per macht jetzt mehr die Show und Marie hält sich etwas zurück. Was soll ich noch mehr dazu schreiben? Es war rundherum eine tolles Konzert mit rund 20.500 Fans und toller Atmosphäre von Anfang an. Gut es hätte trockener sein können, aber hey nichts ist perfekt! 😉
*phew * Jetzt wird der Bericht schon wieder so lang. Kürzer bekomme ich es anscheinend nicht hin und nur ein es war ein tolles Wochenende“ zu schreiben ist ja auch doof. O:)
Sonntag hingen wir ein wenig müde in den Seilen und beschlossen einen ruhigen Tag zu verbringen (ja wir werden alt). Wir fuhren dann nach Tylösand um uns Leif’s Lounge anzuschauen (lauter Goldene Schallplatten von Roxette und Gyllene Tider an den Wänden) und dann ein wenig am Strand lang zuwandern. Nach einem kurzen Ausflug in ein Naturschutzgebiet landeten wir am Ende in einem Waffelhaus wo es sehr, sehr leckere selbstgebackene Waffeln mit Haus gemachter Marmelade gab, jam jam! Aber die armen Kellner dort, die Tische waren quer Beet den Hügel rauf und runter auf kleinen angelegten Terrassen verteilt, ob die wohl Kilometergeld bekommen?!
Den Abend ließen wir sehr ruhig ausklingen, wir hatten die Jugendherberge ganz für uns 🙂
Montag starteten wir sehr früh denn wir hatten uns vorgenommen einmal quer durchs Land zu tingeln um uns Borgholm Slott anzuschauen, eine Burgruine auf der Insel Öland. Es war eine sehr lange Fahrt hat sich aber auf jeden Fall gelohnt. Die Burg wird unter anderem auch für Konzerte, Theater und Mittelalter Veranstaltungen genutzt. Da wäre ich auch gerne mal dabei. Kann ich mir gut vorstellen auf dem Gelände. Dienstag mussten wir schon wieder unsere Klamotten packen und uns langsam auf den Rückweg nach Göteborg machen. In der Stadt angekommen drehten wir erstmal freiwillig gezwungen ein paar Runden auf dem Parkplatz, denn es fing dermaßen an zu kübeln, dass wir das Auto nicht so schnell verlassen wollten und es war auch erstmal keine Parklücke zu finden. In dem Moment in dem wir eingeparkt hatten hörte es so plötzlich wie es angefangen hatte auch wieder auf. Oooookay den Schirm haben wir zur Sicherheit trotzdem eingepackt. Ziel war erstmal das Hard Rock Cafe zum Mittagessen und Merchandise 🙂 In der Hoffnung nun trocken zu bleiben schlenderten wir noch ein wenig durch Göteborgs Einkaufsstraßen ein bisschen Zeit bis zum Abflug hatten wir ja noch. Der Rückflug war dann, so wie der Hinflug ein klein wenig holperig, sonst unspektakulär. In Hahn angekommen, oh welch Wunder regnete es mal wieder ordentlich gerade als wir auf dem Weg zum Auto waren.
Anyway, ich hoffe ich habe euch nicht zu arg gelangweilt, ich habe mich nie für einen Schreiberling gehalten aber kürzer fassen ist irgendwie auch nicht so mein Ding. Sorry O:)
Ich hatte auf jeden Fall ein tolles Wochenende in Schweden und bin echt begeistert von Land und Leuten, so freundlich und hilfsbereit
ich komme gerne wieder !!! 🙂
Ende
Endlich 😉 😛
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